Wasser – Plastik oder Glas?

Wasser in Plastikflaschen hat Vorteile: Zunächst ist das Gewicht geringer als bei Glas, außerdem ist eine Plastikflasche nicht zerbrechlich, wenn Sie einmal herunterfällt. Allerdings zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass Wasser in Plastikflaschen durch die in ihnen enthaltenen chemischen Stoffe belastet sein kann. Forscher der Universität Frankfurt haben in Plastikflaschen hormonähnliche Stoffe wie das weibliche Sexualhormon Östrogen nachgewiesen.

Das zum Vergleich herangezogene Leitungswasser wies hingegen geringere Belastungen auf.  Dies belegt eine Verbreitung von Umwelthormonen in Nahrungsmitteln, die aus Kunststoffverpackungen stammen könnten. Die Stoffe sind im verwendeten Kunststoff in kleinen Mengen enthalten und werden höchstwahrscheinlich durch das Wasser in der Plastikflasche gelöst. „Wir haben Mineralwasser aus Glas- und Plastikflaschen verglichen und konnten zeigen, dass die östrogene Belastung in Wasser aus PET-Flaschen etwa doppelt so hoch ist wie in Wasser aus Glasflaschen“, sagte Martin Wagner vom Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Frankfurter Universität. Daneben kommen bei Plastik die umweltschädlichen Folgen des Verbrauchs von Erdöl bei der Produktion und das immense Müllaufkommen hinzu.

Randegger OttilienquelleEine mögliche Lösung liegt sehr nah, nämlich der Verzicht auf Einweg-Platikflschen und der konsequente Kauf von Mehrweg-Glasflaschen.Und um lange Transportwege zu vermeiden, sollte man auch hier auf möglichst regionale Produzenten achten. Das traditionsreiche Familienunternehmen „Randegger Ottilienquelle“ setzt seit jeher auf den Einsatz von Mehrweg Glasflaschen. Auch und insbesondere in einer Zeit, in der der Wettbewerb rein aus kurzfristig gedachten Preisdumpinggründen immer mehr in Plastikflaschen investiert. Verantwortungsbewusst, sozial engagiert und innovativ geht das in Gottmadingen angesiedelte Unternehmen seine Weg. Und das sehr erfolgreich. „Trinken für den Klimaschutz.“ ist einer der Slogans von Randegger. Und  diese Werbebotschaft stimmt in diesem Falle vollkommen bei dieser auch umweltbezogen sehr fortschrittlich und ehrlich agierenden Firma.

Wenn man als Unternehmen in vielen Bereichen Wert auf nachhaltiges Handeln legt, so sollte auch dazugehören, dass man regionale Getränkehersteller unterstützt. Und die gibt es eigentlich immer, egal wo man seinen Firmensitz hat. Oft kommen hierbei noch andere gute Kooperatiosmöglichkeiten zustande.

Als Verbraucher haben wir auch die Möglichkeit darauf zu achten, was für Wasser wir das nächste Mal in der Gastronomie bestellen. Muss es wirklich die über die Alpen gekarrte italienische Variante oder das teure und angeblich aus Naturgletschern Norwegens gewonnene sein?

 

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