Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz

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Im „Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz“ finden Akteure der unterschiedlichsten Bereiche mit dem Ziel einer erfolgreichen Umsetzung der Energiewende als Partner zusammen und behalten gemeinsam die Entwicklungen im Landkreis Konstanz im Blick. In regelmäßigen Vernetzungstreffen finden Austausch, Diskussion und Projektpartnerfindung statt. Unterstützt wird die Vernetzung vom Projektleitungsteam, das an der Hochschule Konstanz (HTWG) angesiedelt ist.

Ziele

Die Energiewende in der Region Konstanz und ihre einzelnen Aktivitäten sind skalier- und multiplizierbar. Damit stellt die Energiewende in der Region einen wichtigen Baustein für die Energiewende in Deutschland, in der EU und global dar.

Zentrale Ziele der Energiewende für die Region Konstanz sind:

–  Klimaschutz / Senkung der Treibhausgasemissionen (orientiert an den nationalen Zielen: -80 bis 95% bis 2050 ggü. 1990, bzw. -55% bis 2030, -70% bis 2040)
–  Atomausstieg (völliger Atomausstieg bis 2022)
–  lokal profitieren (langfristig sichere und stabile Energieversorgung kombiniert mit gesteigerter Wertschöpfung und Arbeitsplätzen vor Ort)

Mit der Energiewende in unserer Region wollen wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten, also zu einer hohen Lebens- und Umweltqualität, heute und in Zukunft, hier und anderswo. Dazu muss Energiewende folgende Randbedingungen berücksichtigen:

–  gerechte & sozialverträgliche Kosten-/Nutzenverteilung
–  Umwelt- und Naturschutz
–  demokratisch & partizipativ
–  regional angepasst
–  positive globale Auswirkungen.

Klimaschutzkonzept Konstanz – regionale Akteure der Energiewende

Die Energiewende wird auch in Konstanz von verschiedenen Institutionen und Organisationen weiter vorangetrieben und ein Klimaschutzkonzept mit der Stadt Konstanz ist in Arbeit. Mit der Auszeichnung des European Energy Award (eea) unterstreicht Konstanz seine regionale Vorreiterrolle beim Klimaschutz.

Im Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz (KEK) arbeiten verschiedene Akteure der Energiewende als Partner zusammen an gemeinsamen Projekten. Die an der Hochschule Konstanz (HTWG) angesiedelte Projektleitung unterstützt die Vernetzung und Projektarbeit der Partner.

 

In der „ZukunftsWerkStadt“ und unter dem Motto „Konstanzer schaffen Klima“ findet ein Austausch zwischen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Projektbeteiligten, Mitwirkenden und allen, die aktiv einen Beitrag zur Schaffung eines guten Klimas leisten wollen, statt. Interessierte, Neugierige, Mitwirkende, Projektbeteiligte- kurz, alle die einen aktiven Beitrag zur ZukunftsWerkStadt Konstanz leisten wollen, können sich hier einbringen. Momentan entsteht hierbei ein Stadtplan der Verantwortung, der den Gedanken der Transition Town Konstanz (Stadt im Wandel) voranbringen wird, indem dieser Stadtplan einen Überblick der vor Ort angesiedelten Lokalitäten und Aktivitäten aus den Bereichen nachhaltiger Mobilität, Konsum, Wohnen, Ernährung, Energie etc. geben wird.

 

Der Verein Netzwerk:Zukunft:Wirtschaft e.V. ist eine Unternehmerinitiative zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Er setzt sich aktiv für eine zukunftsfähige nachhaltige Kommunalentwicklung ein. Dazu nimmt er mit einer kooperativen Haltung lösungsorientiert Einfluss auf die Kommunalpolitik und -verwaltung. Als unabhängiges Netzwerk fördert er einen Kulturwandel hin zu einem werteorientierten, sinngetriebenen, verantwortungsvollen und regional ausgerichteten Unternehmertum. Die Stärkung regionaler Wertschöpfungskreisläufe, und Bürgerbeteiligungen sowie von aktivem Klimaschutz und Generationenverträglichkeit spielen dabei eine zentrale Rolle.

 

Gut leben muss künftig mit deutlich weniger Energie gelingen. Das ist die Kernaussage, die hinter der Idee der 2000-Watt-Gesellschaft steckt. Das bedeutet: Wir in Europa müssen unseren Energieverbrauch um 2/3 senken. Mit einer schrittweisen konsequenten Reduktion von CO2-Ausstoss und Energieverbrauch wollen wir die 2000-Watt-Gesellschaft in der Region bis im Jahr 2050 erreichen. Ebenfalls ein weiterer Baustein auf dem Weg zur klimafreundlichen Kommune.

 

Auf einer ersten Klimaschutzkonferenz in Konstanz im November diesen Jahres engagierten sich 65 UnternehmerInnen und ExpertInnen. Die wichtigsten Erkenntnisse des Unternehmerforums, welches gemeinsam mit der städtischen Wirtschaftsförderung und dem lokalen Solarbündnis Solarlake-Konstanz veranstaltet wurde: Solarstrom ist billiger als der Strompreis der Netzanbieter und es sind noch riesige Potenziale in Konstanz vorhanden.

Somit bündeln und verdichten sich die Bestrebungen der Stadt und Region weiter beim Thema des Klimaschutzes voranzukommen auf kommunaler, bürgerlicher, unternehmerischer und bildungsbezogener Ebene weiter.

Plädoyer für zukunftsfähiges Kommunikationsdesign

naturblau_Leitbild_DesignDesignagenturen sind gesellschaftliche und kulturelle Impulsgeber. Dies spiegelt sich unter anderem in der Kommunikation von Marken, im Produktdesign und in der Werbung. Dadurch kommt Agenturen eine große und verantwortungsvolle Aufgabe zu. Sie können entscheiden, für wen sie ihre Kreativität und Kenntnisse einsetzen – welche Marken und Produkte werden beworben. Geht es um globalen Konsum, oder geht es um regionale Wertschöpfung? Sie können auch entscheiden, für welche Auftraggeber sie arbeiten. Wie sind deren Geschäftspraktiken und Wertvorstellungen?

Es sind eine Reihe von Stellschrauben auf dem Weg zu wirklich gutem und damit nachhaltigen Design zu beachten: in den eigenen Agenturräumen, bei den Mitarbeitern, den Kunden, den Lieferanten, dem Einkauf, der Produktion, den Vertriebswegen, usw.

Wirklich gutes Design ist weit mehr als der gestalterische Prozess an sich.  Es geht um die Bereitschaft alle am Prozess Beteiligten (Stakeholder) zu berücksichtigen und sich verantwortungsvoll, ehrlich und fair auszutauschen. Es geht um den Weitblick der Auswirkungen des eigenen Handelns. Es geht darum, eine Haltung einzunehmen, die im Einklang mit dem Umfeld steht. Die Werthaltigkeit ist der Fokus unserer Tätigkeit.

Konkret bedeutet das für uns als Gestalter, dass wir mit der Erde, ihren Ressourcen und ihren Lebewesen so umgehen, dass sie auch für zukünftige Generationen einen intakten Lebensraum und gesellschaftliche Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Und das nicht nur in unserem eigenem Umfeld sondern  auch länder- und kulturübergreifend. Ökologische, ökonomische und soziale Belange – die sog. Triple Bottom Line – müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und bei der Kreation von Kommunikation und von Produkten.

Eine gute Agentur nimmt eine kompetente und verantwortungsbewusste Stellung zwischen Mensch und Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt ein.

Ein gesellschaftlicher Wandel braucht kreative Ideen und klare Konzepte, wie eine nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden kann. Dies ist die Aufgabe der jetzigen und zukünftigen Generation von GestalterInnen und Agenturen.

ENERGIA BODENSEE – Bürger-Energiegenossenschaft

Energia BodenseeDie Genossenschaft ENERGIA BODENSEE leistet einen wichtigen Anteil an der Energierevolution, indem Projekte zur Förderung, Gewinnung und Vertrieb erneuerbarer Energien in der Bodenseeregion vorangebracht werden. Ziel ist eine  dezentrale, konzernunabhängige und ökologische Energiegewinnung auf kommunaler Ebene. Sie bietet Bürgern aus der DACH Region die Möglichkeit, durch Anlage- und Investitionsmöglichkeiten in lokale und regionale Energieprojekte zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen. Lange Genehmigungsverfahren wie bei Großprojekten der Stromriesen sind dazu nicht erforderlich.

Im Jahr 2012 engagierten sich deutschlandweit über 80.000 Bürger in genossenschaftlichen Bürgerkraftwerken und investierten ca. 800 Millionen Euro in die Energiewende. Zumeist handelt es sich um gemeinsame Solaranlagen, an denen bereits kleine Beteiligungen möglich sind. Nach Ansicht des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands sind Energiegenossenschaften der Treiber der Energiewende, da sie Bürgern einen idealen Rahmen schaffen, sich vor Ort für den Umbau der Energieversorgung zu engagieren und die Akzeptanz für Energieprojekte in der Region steigern.

Von 2008 bis 2011 hat sich die Anzahl von Energiegenossenschaften mit erneuerbaren Energien vervierfacht. Mehr als 150 Energiegenossenschaften wurden allein im Jahr 2011 gegründet. Insgesamt gibt es schon rund 450 Energiegenossenschaften, von denen etwa 80 Prozent in der Stromproduktion aktiv sind.

Eine Beteiligung an der Energia Bodensee ist bereits mit einem Anteilsschein zu 100,- EUR möglich. Es können bis zu 100 Anteilsscheine gezeichnet werden. Dies entspricht einer Einlage von 10.000,- EUR. Diese Obergrenze wurde von der Gründungsversammlung beschlossen, um die Unabhängigkeit zu wahren.

„Nicht nur demonstrieren, sondern selbst Teil der Lösung werden!“ Das ist der Ansporn von Gründungsmitglied Karl-Ulrich Schaible. Also los: Wer keinen Bock mehr auf die lustigen Behauptungen der Bundesregierung im Einklang mit den vier Energieriesen RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW hat, dass wir hier im Süden unbedingt teuren Strom aus der Nordsee brauchen, der kann jetzt und hier seinen Beitrag leisten:

> Link zur Internetseite von ENERGIA BODENSEE

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BodenseeFonds – nachhaltig investieren in der Region

bodenseefonds-logo„Die Zukunft liegt in den Regionen“, sagt der bekannte Zukunfts- und Trendforscher Matthias Horx und bezeichnet die Vierländerregion Bodensee als einen der zehn Spitzenreiter Europas. Der internationale Wirtschaftsstandort Vierländerregion Bodensee ist im globalen Wettbewerb in einer hervorragenden Position, wie die Spitzenplatzierungen in den aktuellen Rankings zeigen. Durch die Förderung von Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts beweist die Vierländerregion Bodensee zudem eine konsequente Zukunftsorientierung.

Das BSF Bodenseefonds Emissionshaus bietet Ihnen mit seinen Beteiligungsarten die Möglichkeit sich Ihren Anteil am See zu sichern. Kommen Sie in den Genuss von Sicherheit und Rendite und unterstützen gleichzeitig ökologisch-soziale Strukturen direkt vor Ihrer Haustüre. Die Emittentin setzt vorrangig auf Stabilität. Gleichzeitig bietet sie die Chance, vom Erfolg aufstrebender Unternehmen rund um den Bodensee zu profitieren.

Eine essentielle Voraussetzung für die stabile Wertentwicklung eines Investments ist der Standort. Daher investiert der vorliegende Fonds ausschließlich in den Großraum Bodensee, in den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein.

Aus diesen Gründen versteht sich der Bodenseefonds als „Fonds zum Anfassen“. Dadurch, dass sich unsere Fonds nur an nachhaltig – also mit Rücksicht auf ökologische und soziale Aspekte – handelnden Unternehmen beteiligen, können Sie als Anleger aktiv dabei mitwirken, die Lebensgrundlagen Ihrer Generation und Ihrer Nachkommen zu sichern. Und zwar ohne, dass die Rendite darunter leidet.

Die Nachhaltigkeitsagentur naturblau+++ begleitet BodenseeFonds von Beginn an mit der Konzeption und Realisierung von Corporate Design, Printmedien, Webseite und Messeauftritt.

> zur Internetseite von BodenseeFonds

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Save the Date – Atommüllendlager am Rhein

naturblau-benkenDas Dorf Benken ist eine typische Schweizer Weinbaugemeinde, inmitten einer prächtigen Landschaft, direkt am Rheinfall und der Grenze gelegen, mit einer intakten dörflichen Strukturen, einer regen Vereinskultur und – wenn alles klappt – auch in absehbarer Zeit mit einem netten Atommüllendlager. Die Wohngemeinde mit hoher Lebensqualität ist bisher der beste aller geologisch schlechten Standorte in der Schweiz für einen leckeren „Cocktail“ aus  130 m³ hochradioaktiver Abfälle und 4800 m³ Brennelementen.

Da in der Schweiz neue AKWs geplant sind,  soll nach dem Willen der wirtschaftlich starken Schweizer Atomindustrie auch dieser zusätzliche Müll in das Endlager. Im Juni und Dezember 2008 wurden in der Schweiz drei Rahmenbewilligungsgesuche für den Bau neuer Kernkraftwerke eingereicht (Ersatz des KKW Mühleberg, Ersatz des KKW Beznau, Neubau eines KKW im Niederamt bei Gösgen). Die geplanten neuen AKWs sind ein wichtiger Grund warum die Atomlobby so stark auf dieses Lager drängt. Sie sucht schon lange nach einer „vorzeigbaren“ Deponie um endlich Akzeptanz für die Atomenergie zu schaffen.

Ein Diskussionspapier der atomenergiefreundlichen US Atomic Energy Commission beschreibt einen geeigneten Standort für ein Atommüllendlager mit nachfolgenden Kriterien.
Es müssten all diese Bedingungen erfüllt sein:
•    Mindesttiefe für das Lager 3000 Meter
•    in einer unbewohnte Region
•    ohne hohe Erhebungen (Berge) in der Nähe
•    ohne Verbindungen zwischen den unteren Gesteinsschichten und dem Wassersystem an der Oberfläche
•    Keine komplexen geologischen Strukturen (Falten, Spalten)
•    Keine Erdbebengefahr
•    Gewöhnliches Gestein, das wirtschaftlich bedeutungslos ist

Vergleicht man die geologische und geographische Situation am Hochrhein mit diesen Anforderungen trifft keine einzige dieser Bedingungen zu. Chapeaux! So einen Ort zu finden, muss man erst mal schaffen.

http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein
copyright: http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein

 

„Das Endlager wird eventuell auch nicht erst in 30 bis 40 Jahren realisiert, wie es bisher immer so beruhigend hieß, sondern vielleicht auch schon wesentlich früher“ sagt Martina Matt für den BUND Waldshut dazu.

Die Frage der (Un)Sicherheit eines solchen Atommülllagers betrifft nicht nur die Anwohner in einem kleinen Radius um das Lager. Ein undichtes Atommülllager in Benken am Rheinfall wäre eine Katastrophe für alle Menschen der Region. Atommüll am Rhein und seinen Zuflüssen ist eine potentielle Gefahr für alle Rheinanlieger.

Die Bewohner der Region und insbesondere die vielen Millionen Menschen in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Belgien und Holland, die ihr Trinkwasser aus dem Uferfiltrat des Rheins beziehen, sind jetzt schon ganz euphorisch, wenn die Nationale Genossenschaft zur Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) die feierliche Eröffnung des ersten Schweizer Endlagers für hochradioaktiven Atommüll hier vor Ort ermöglichen will. Schauen Sie gerne mal in Benken vorbei und fragen Sie nach dem geplanten Standort des Endlagers. Man freut sich sicher über Ihren Besuch.

weitere Infos dazu gibt es hier:
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/atommuell-benken.html
http://www.mitwelt.org/atommuell-gefahr-fuer-eine-million-jahre.html

Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie – VAUDE

naturblau-vaude-htwg-VortragFrau Antje von Dewitz, Geschäftsführerin von VAUDE mit Sitz in Tettnang, hielt in einem wundervoll überfüllten Vortragssaal an der HTWG Konstanz einen Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie“. Das vorbildlich verantwortungvoll handelnde Unternehmen hat sich auf den Weg gemacht, bis 2015 Europas umweltfreundlichster Outdoor-Ausrüster zu werden. Um dieses visionäre Ziel zu erreichen, nimmt das gesamte Unternehmen sich selbst und seine Produkte unter die „Öko-Lupe“. Objektiv messbare Ziele für jeden Bereich geben den Weg vor. Nach dem Vortrag bekam ich die Gelegenheit, Frau von Dewitz zu sprechen und mehr über die VAUDE Nachhaltigkeits-Philosophie zu erfahren.

Wie ist das Unternehmen VAUDE entstanden?
1974 gründete Albrecht von Dewitz die Firma VAUDE, die anfangs Bergsportausrüstung vertrieb und eigene Rucksäcke produzierte. Das war in einer Zeit, in der es den Begriff „Outdoor“ noch nicht gab. In den folgenden Jahren wurde die Produktpalette Schritt für Schritt ausgeweitet. Heute bietet VAUDE die komplette Ausrüstung für den Outdoor- und Bike-Sport und gilt als eine der führenden Outdoor-Marken Europas. Von Anfang an spielten ökologische und soziale Themen bei VAUDE eine wichtige Rolle.

Welche Idee und Philosophie stehen hinter VAUDE?
VAUDE steht für Bergsportkompetenz, Innovation und den verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur. Wir sind ein modernes Familienunternehmen, das ökologische und soziale Verantwortung erst nimmt. VAUDE hat sich auf den Weg gemacht, bis 2015 Europas umweltfreundlichster Outdoor-Ausrüster zu werden. Und das nicht nur gefühlt, sondern aufgrund objektiver, nachvollziehbarer Kriterien. Um dieses Ziel zu erreichen, nehmen wir das gesamte Unternehmen unter die Öko-Lupe. Wir lassen uns in allen Bereichen von unabhängigen Experten prüfen. Das gibt uns Sicherheit, auf dem richtigen Weg zu sein. Dabei freuen wir uns über jeden Nachahmer im sportlichen Wettkampf um den Titel „umweltfreundlichster Outdoor-Ausrüster“. Wettbewerb spornt alle zu besseren Leistungen an, und die Natur profitiert von jedem Engagement.

Von heute aus gesehen: welche Entwicklung hat VAUDE seit der Gründung gemacht?
VAUDE hat sich vom Ein-Mann-Betrieb zu einem der führenden Outdoor-Ausrüster Europas entwickelt. Das Unternehmen erreicht kontinuierliche Zuwachsraten in allen Bereichen. Am Firmenstandort in Tettnang beim Bodensee sind mittlerweile 480 Mitarbeiter beschäftigt. VAUDE zeichnet sich seit jeher durch einen starken Pioniergeist aus. So hat VAUDE zahlreiche Innovationen hervorgebracht, die die ganze Outdoorbranche prägten. Auch wenn es um soziale und ökologische Themen geht, hat VAUDE in seiner Firmengeschichte immer wieder eine Vorreiterrolle eingenommen. Als Öko-Trendsetter der Branche haben wir schon eine Reihe von Meilensteine erreicht.

Seit 2001 arbeiten wir mit dem strengen Umweltstandard bluesign, der die gesamte textile Wertschöpfungskette kontrolliert. Außerdem wurden wir als erstes Outdoor-Unternehmen nach EMAS öko-zertifiziert. Mit der VAUDE Green Shape-Garantie werden Produkte gekennzeichnet, die besonders umweltfreundlich und ressourcenschonend hergestellt werden. VAUDE verfolgt das Ziel, Schritt für Schritt die gesamte Produktpalette umweltfreundlich herzustellen. Seit 2012 ist der Firmenstandort Tettnang und alle dort hergestellten Produkte klimaneutral.

Auch soziale Verantwortung wird bei VAUDE schon immer groß geschrieben. Als Arbeitgeber unterstützt VAUDE seine Mitarbeiter bei der Vereinbarung von Beruf und Familie bzw. Privatleben. Dafür bietet VAUDE einen betriebseigenen Kindergarten, flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitangebote, Home-Office- und Job-Sharing-Möglichkeiten. Dass sich dieses Engagement lohnt, dafür sprechen die Zahlen: 60 Prozent der Belegschaft sind Frauen, 45 Prozent der Führungspositionen sind mit Frauen besetzt. Aber auch weltweit setzt sich VAUDE für faire Arbeitsbedingungen ein, unter anderem durch die Mitgliedschaft bei der Fair Wear Foundation.

Wie werden Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz bei VAUDE in den Unternehmensalltag integriert?
Unsere ganzheitlich Nachhaltigkeitsstrategie, das VAUDE Ecosystem, umfasst alle Bereiche: den gesamten Lebenszyklus der Vaude-Produkte, also Materialauswahl, Design, Produktionsprozesse, Nutzungsphase und Recycling, zum anderen aber auch alle Entscheidungen am Unternehmensstandort, wie zum Beispiel die Nutzung von Ökostrom oder Recyclingpapier. Auf diese Weise nehmen wir unsere Verantwortung für Mensch und Natur systematisch wahr.

Maßgeblich bei der Verwirklichung unserer Ziele ist die Identifikation und der starke persönliche Antrieb der VAUDE Mitarbeiter und der Geschäftsführerin Dr. Antje von Dewitz. Viele VAUDE-ler sind überzeugte Naturliebhaber und wissen, was es zu bewahren gilt. Das motiviert, die eigene Arbeit ökolgisch zu gestalten. So entstehen Spitzen-Produkte mit einem immer geringeren ökologischen Fußabdruck.

Welche Rolle spielt dabei Ökostrom?
Eine sehr wichtige: Seit Mitte 2009 verwendet VAUDE am Firmensitz 100 % erneuerbaren Strom. Die eigene Photovoltaik-Anlage produziert gut eine Drittel des eigenen Stromverbrauchs. Eine weitere PV-Anlage ist gerade im Bau. Insgesamt wird nach deren Fertigstellung 100 % des eigenen Stromverbrauchs per PV produziert.

Wie schwierig ist es, in der Textilbranche nachhaltig zu produzieren?
Die Herausforderung nachhaltig zu produzieren, ist für uns als Outdoor-Unternehmen sehr groß. Die ökologische Ausrichtung ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Von Outdoor-Produkten werden Funktionalitäten wie Wasser-, Wind- und Schmutzabweisung oder Atmungsaktivität erwartet. Um diese Eigenschaften zu gewährleisten, bestehen die Produkte überwiegend aus synthetischen Materialien auf Erdöl-Basis, und ihre technische Performance wird oft über chemische Ausrüstungen erreicht. Gemäß unserer Produktphilosophie „Performance meets Ecology“ lassen wir uns material- und produkttechnisch an „best available technology“ – am neuesten Stand der Technik – messen. Als Mitglied der Fair Wear Foundation werden wir an strengsten Sozialstandards gemessen.

Aber wie bewertet man, ob ein Material, ein Verfahren oder ein Produkt „umweltfreundlich“ ist? Vor allem, wenn es weltweit keinen Maßstab, kein fertiges Bewertungssystem, kein „Zertifikat“ gibt? VAUDE ist in diesem Bereich Pionier und hat ein eigenes Bewertungssystem entwickelt: die Green Shape Garantie. Die Voraussetzungen dafür erfüllen Produkte, die aus mindestens 90 % umweltfreundlichen Materialien bestehen oder mit besonders ressourcenschonenden Verfahren hergestellt werden.

Umweltfreundliches unternehmerischen Handeln und eine umweltfreundliche Produktion kosten mehr, als wir dem Markt weitergeben können. Wir verzichten bewusst auf einen Teil der Marge, was wir uns durch unser starkes Wachstum leisten können.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?
Wir möchten unseren Anteil an Green Shape Produkten in der Gesamtkollektion steigern und unsere Klimaneutralität auf unsere eigenen Produktionsstandorte weltweit und alle dort produzierten Produkte ausweiten.