Überlinger Weltacker – 2000 m2

Weltacker Überlingen

Wir alle brauchen fruchtbaren Ackerboden. Auf dem Acker wächst nicht nur unser Essen – er ist der Rohstofflieferant für große Teile unseres heutigen Lebensstils. Aber fruchtbarer Boden ist begrenzt. Teilt man die weltweit zur Verfügung stehenden Ackerböden gerecht auf, so kommen auf jeden Menschen rund 2000 m² Nutzfläche. Auf 2000 m² muss also alles wachsen, was ein Mensch verbraucht: Nahrung, Futter für Nutztiere, Bioenergiepflanzen, Textilien und Genussmittel.

Alles auf 2000 m² – reicht das aus?
Wie sieht die weltweite Verteilung derzeit aus?
Wofür nutzen wir unseren
wertvollen Boden?
Und wie gehen wir mit ihm um?
Was wächst auf deinen?

Der Lernort Überlinger Weltacker bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Chance, Antworten auf diese spannenden Fragen zu finden.

Wir holen den Weltacker nach Überlingen. Als freie überparteiliche und verbandsübergreifende Initiative sind wir überzeugt, dass ein Weltacker in Überlingen Anziehungspunkt für viele Bürgerinnen und Bürger werden kann. Die komplexen Zusammenhänge vieler drängender Fragen unserer heutigen Welt werden durch den Weltacker begreifbar und bekommen ein menschliches Maß. Mit Bildungsprojekten für Kindergärten und Schulklassen bis hin zu Fachexkursionen spricht das Projekt Bevölkerungsgruppen jeden Alters an.

Ziel der Initiative ist es, durch überregionale Vernetzung von Bildungseinrichtungen, Verbänden, Landesinitiativen und Vereinen dem Weltacker zu einer hohen Öffentlichkeit und regionalen Werthaltigkeit zu verhelfen. Als offene Einrichtung ist der Weltacker allen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich und bildet Brücken für unterschiedlichste Initiativen. Ein außergewöhnlicher Lern- und Begegnungsort entsteht.

Gemeinschaftsprojekt Weltacker

Die Initiative „Überlinger Weltacker“ vernetzt die unterschiedlichen Akteure und koordiniert die Umsetzung. Der Projektbeirat besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Interessengemeinschaften, Verbände, Vereine und Privatpersonen, die uns unterstützen. Die Ausgestaltung des Projekts orientiert sich an den lokalen Beteiligten und regionalen Themenschwerpunkten, wodurch der Weltacker einen regionalen Charakter erhält.

Projektstart: April 2019

Das Projekt startet im April 2019 – ab April 2020 kann der Überlinger Weltacker öffentlich besucht werden. Neben den 2000 m2 Ackerfläche soll für die Landesgartenschau ein kleinerer temporärer Weltacker entstehen. Das Projekt bereichert die Landesgartenschau thematisch und ist ein wertvoller Beitrag aus der Region.

Wer ermöglicht das Projekt?

Ermöglicht wird der Weltacker als gemeinnützige Interessengemeinschaft durch Stiftungsgelder, Spenden und ehrenamtlichen Einsatz. Hier erfährst du mehr zu den Fördermöglichkeiten.

Du möchtest dich einbringen? Dann nimm bitte Kontakt zu uns auf. Gemeinsam bringen wir den Überlinger Weltacker zum Blühen und Wachsen!

 

Initiative Überlinger Weltacker

www.überlinger-weltacker.de
Telefon: +49 7555 384 98 10
Mail: post@überlinger-weltacker.de

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RENGO Erntedankfest und Zukunft säen am So. 7.10.

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Das demeter Hofgut Rengoldshausen in Überlingen feiert Erntedank und Zukunft säen am Sonntag den 7.10.

Um 14.30 Uhr beginnt das Erntedankfest mit einer kleinen Begrüßung und einem Jahresrückblick am Erntedanktisch. Direkt daran möchten die Leute vom RENGO dann wieder mit Ihnen gemeinsam Getreide mittels vieler Hände säen. Dazu begeben sich die BesucherInnen mit einem kleinen Spaziergang auf den Ziegeleiacker und säen Dinkel. Zum Abschluss wird es Kaffee und Kuchen geben. Das Team vom Hofgut Rengoldshausen freut sich auf Sie!

Hofgut Rengoldshausen
Rengoldshauser Str. 29-31
88662 Überlingen

Tel: 07551 915 811
eMail: rengo@rengo.de

Öffnungszeiten Hofladen
Di & Do: 10:00 – 18:30 Uhr
Freitag: 08:00 – 18:30 Uhr

> mehr auf der neuen Webseite: www.rengo.de

 

VIDA und die fast good revolution

VIDA-Store-Konstanz

Eat different …
… so lautet die VIDA-Philosophie. Gesundheit und Nachhaltigkeit stehen in der lecker-kreativen Bio- Küche im Mittelpunkt.
Die Lieferanten kommen aus der Region, alle Produkte sind aus kontrolliert biologischer Haltung und die Verpackung ist biologisch abbaubar.

Immer mehr Menschen wollen ihre Ernährung umstellen, weil sie sich bewusst werden, dass Gesundheit immer wichtiger wird. Das wird durch den beschleunigten Lebenswandel aber immer schwieriger. Deshalb hat sich ein Bio-Start-Up aus Konstanz eine Mission gesetzt:
„Wir möchten, dass sich auch in hektischen Zeiten möglichst viele Menschen gesund und nachhaltig ernähren können. Deshalb achten wir darauf, dass der Gast sein Essen schnell auf dem Tisch hat und bieten auch alles zum Mitnehmen in biologisch abbaubaren Verpackungen an“, erklärt Geschäftsführer Sanya Zillich. Der VIDA-Store Konstanz liegt in der Neugasse 20, in einer ruhigen Gasse mitten in der Konstanzer Altstadt und ist mit ganz viel Herz und in liebevoller Handarbeit eingerichtet. „Trotz eines veganen Grundangebotes, sind wir kein rein vegetarisches oder veganes Restaurant. Wir möchten, dass bei uns alle Menschen gemeinsam und gesund essen“, sagt Gründer Torben Götz.

Im VIDA gibt es viele glutenfreie Gerichte, wie die vegane Bolognese mit Zucchini-Spaghetti, Salat mit saisonalen Früchten oder Curry aus regionalem und saisonalem Gemüse mit Vollkornreis, aber auch Smoothies und hausgemachte Limos. Die Preisspanne reicht von drei bis elf Euro. Bei den Getränken bekommt man sogar 10%-Rabatt, wenn man sein eigenes Glas oder seinen eigenen Thermobecher mitbringt. „Wir wollen dadurch helfen und dazu anregen, den ToGo-Müll zu reduzieren”, erläutern die Mitarbeiter. Auch die Kaffeekarte ist „different“: Alle Kaffespezialitäten werden auch mit Hafermilch serviert. Hafermilch ist von Natur aus laktosefrei und reiht sich in das Gesamtkonzept von VIDA ein. Das Team freut sich immer wieder, neue Kunden an den noch- Exoten Hafermilch heran zu führen.

Tolle Alternativen für einen gemütlichen Kaffee- und Kuchen-Nachmittag sind der Kurkuma Latte und der saftige Bananenkuchen. Kurkuma soll entzündungshemmend und heilend wirken. Beides natürlich VIDA-typisch ohne Zucker, Geschmacksverstärker und künstliche Zusatzstoffe. Lust auf Gesund außerhalb des Ladens? Wer etwas außergewöhnliches für die nächste Veranstaltung sucht: Für 20 bis 500 Personen bietet VIDA auch Biocaterings an.

VIDA Eat Different
STORE UND BIO-CATERING
Neugasse 20, 78462 Konstanz
Marienpl. 49, 88212 Ravensburg
Günterstalstraße 7, 79102 Freiburg im Breisgau

https://www.facebook.com/VidaEatDifferent/

Rapunzel – Bio aus Liebe

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„Wir machen Bio aus Liebe“ – diese Aussage steht nicht als Werbeslogan auf Rapunzel Produkten und Broschüren. Sie ist Motto und Leitmotiv des Unternehmens. Dieser kurze Spruch ist Ausdruck einer tiefsten Überzeugung, dass zu einem gesunden, umwelt- und sozialverträglich erzeugten Lebensmittel mehr gehört als der kontrolliert biologische Anbau.

Er soll den Glauben von Rapunzel daran ausdrücken, dass ein auch im feinstofflichen Sinne gesundes und gut verträgliches Lebensmittel nur von Menschen angebaut, erzeugt und verarbeitet werden kann, denen es mit ihren Lebensumständen gut geht.

Nur Menschen, denen es selbst gut geht, die nicht um ihr tägliches Überleben kämpfen müssen, können die notwendige Sorgfalt und Zuneigung aufbringen, um ein gesundheitsförderndes Lebensmittel herzustellen. Also ein Lebensmittel, das dem Wohlergehen der EsserInnen dienlich ist und nicht nur den Bauch füllt.

Deshalb gilt die Sorge von Rapunzel allen Beteiligten der gesamten Entstehungskette eines Produktes. Von den Bäuerinnen und Bauern, die am Anfang stehen bis zu allen Mitarbeitenden in den Zuliefer­betrieben und bei Rapunzel, die dort für Verarbeitung, Verpackung, Lagerung und Logistik zuständig sind.

Grundlage dafür sind faire und auskömmliche Preise, die bezahlt werden, um eine auskömmliche Wertschöpfung auf allen Ebenen möglich zu machen. Die vielen Besuche bei Bauern und Vorlieferanten – auch bei denjenigen, die keine HAND IN HAND-Partner sind – geben Einblick in die Bedingungen vor Ort und schaffen einen verbindlichen sozialen Kontakt.

Dass die Menschen, die Rapunzel ausmachen, eine hohe Zuneigung und Wertschätzung für Lebensmittel und für Rapunzel Produkte haben, ist die erste Voraussetzung für all das tägliches Tun des Unternehmens.

(Text: Rapunzel)

> Link zur Webseite von Rapunzel
> Link zum Imagefilm von Rapunzel

bioland – Ökologischer Landbau

bioland-logo-naturblauBioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. Über 6.200 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Hinzu kommen mehr als 1.000 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt.

Seit 45 Jahren entwickeln die Bioland-Mitglieder mit ihrem Verband eine ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche Alternative zur intensiven, von Industrie und Fremdkapital abhängigen Landwirtschaft. Ziel der täglichen Arbeit der Bäuerinnen und Bauern ist die nachhaltige Erzeugung hochwertiger und gesunder Lebensmittel. Wirtschaften im Einklang mit der Natur, Förderung der Artenvielfalt  sowie aktiver Klima- und Umweltschutz sichern unsere Lebensgrundlagen und erhalten eine vielfältige Kulturlandschaft. Denn Biolandbau heißt: An die Zukunft denken. Wichtige Eckpfeiler sind dabei die Sieben Bioland-Prinzipien für die Landwirtschaft der Zukunft:

1 Im Kreislauf wirtschaften
2 Bodenfruchtbarkeit fördern
3 Tiere artgerecht halten
4 Wertvolle Lebensmittel erzeugen
5 Biologische Vielfalt fördern
6 Natürliche Lebensgrundlagen
7 Menschen eine lebenswerte Zukunft sichern

Die Bioland-Gemeinschaft trägt soziale Verantwortung durch die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze und die Erhaltung einer lebendigen Kultur auf dem Land. Basis dafür sind faire Partnerschaften zwischen Landwirten, Herstellern und Händlern. Faire Preise in dieser Partnerschaft liefern die wirtschaftliche Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung bäuerlicher Betriebe und machen ökologische Erzeugung zu einem attraktiven Berufsfeld für junge Menschen. In der Bioland-Gemeinschaft wird der organisch-biologische Landbau und damit die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft beständig weiterentwickelt. Der Bioland e.V. ist basisdemokratisch organisiert und engagiert sich als Interessenvertretung seiner Mitglieder und Partner gesellschaftspolitisch und Zukunft gestaltend. Bioland entwickelt Lösungsansätze für heutige und zukünftige Herausforderungen wie die ausreichende Versorgung mit gesunden, gentechnikfreien Lebensmitteln, artgerechte Tierhaltung und Klimaschutz. Bioland steht für die Landwirtschaft der Zukunft.

Quelle: bioland.de

Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe Stuttgart

Slow Food messe Stuttgart 2016Stuttgarter Frühjahrsmessen mit Rekordzahlen zu Ende gegangen – Bundesweit einzigartiges Angebot zum Thema „Nachhaltigkeit“

Frühling, Sonnenschein und lachende Gesichter bei Besuchern und Ausstellern: „Wir freuen uns über die Rekordzahlen von 95.000 Besuchern und 1427 Ausstellern an unseren vier Messetagen“, sagte Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, zum Abschluss der Stuttgarter Frühjahrsmessen am Sonntag, 3. April. „Alle acht Messen haben sich toll weiterentwickelt, eine unglaubliche Vielfalt an Ausstellern präsentiert und das Rahmenprogramm der Messen sucht seinesgleichen. Die Frühjahrsmessen haben einmal mehr bewiesen, dass es in Deutschland keine vergleichbare Veranstaltung zum Thema ‚Nachhaltigkeit‘ gibt“, so Bleinroth.

Die Besucher der auto motor und sport i-Mobility, der Fair Handeln, der Garten Outdoor Ambiente, der Kreativ, des „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“, der Yoga World, der „Mineralien, Fossilien, Schmuck“ sowie der „Haus, Holz, Energie“ vergaben in ihrer Bewertung die Schulnote „Gut“ für das umfangreiche Messeangebot.

Eine sehr gute Resonanz gab es für die zehnte Auflage des „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“. Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland sagte: „Wir freuen uns über eine gut besuchte Messe im Jubiläumsjahr des Markt des guten Geschmacks! Man spürt das immer stärker werdende Interesse und Bewusstsein der Verbraucher für die Qualität von Lebensmitteln, für nachhaltige Ernährung und insbesondere für den Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft und Fleisch aus artgerechter, ökologischer Erzeugung.“ In diesem Jahr waren 187 ausländische Aussteller unter den insgesamt 549 Genusshandwerkern vertreten gewesen. Darunter auch Markus Hönnige, Inhaber der Bäckerei Hönnige: „Wir sind von Anfang an auf der Slow Food mit dabei. Es war wieder viel los. Die Messe lief super an und entwickelte sich zum Wochenende hin zum wahren Mega-Event. Man merkt, dass die Leute hier wissen wollen, woher ein Produkt kommt. Wir trafen unsere Stammkunden und viele interessierte Neukunden. Es war super, ich bin sehr zufrieden.“ Auch Thomas Maier, Vertrieb Hirschbrauerei Heubach zeigte sich zufrieden: „Bei unserem Messeauftritt stand die Präsentation im Vordergrund. Als klassische, kleine Brauerei stellten wir auf der Slow Food unsere Craft-Biere vor, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Dieser Trend nimmt stetig zu. Wir trafen genau das richtige Publikum. Wir bekamen viel Lob.“ Angela Weis, Schwäbische Whisky-Botschafterin, Continental Whisky Market: „Die Messe ist eine wunderbare Plattform für kleine, handwerklich arbeitende Brennereien. Unsere Zielgruppe war hier, und die Präsentation unserer Produkte lief sehr gut. Man merkte, dass regionaler Whisky inzwischen einen beachtlichen Bekanntheitsgrad erlangt hat.“

Die Stuttgarter Frühjahrsmessen 2017 finden vom 20. bis 23. April statt.

> Link zu einer Bildergalerie der Slow Food Messe

BIOFACH 2016 – Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel

Biofach-Messe-2016Auf der BIOFACH Messe in Nürnberg informieren sich Fachbesucher über aktuelle Entwicklungen in der Bio-Lebensmittelbranche sowie zu den damit verbundenen Bereichen wie Marketing, Packaging und Logistik.

Die Messe dient als Treffpunkt, sowie zur Positionierung. Die rund 45.000 Fachbesucher aus 130 Ländern und über 2.000 Aussteller treffen sich als Kunden, Lieferanten, sowie potentielle Neukunden und Netzwerken gemeinsam. Der dazugehörige Kongress dient als Wissensplattform und versammelt Vertreter aus Politik, Verbänden, NGOs, VIPs und andere Meinungsbildner bzw. Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses.

Für Designer mit einer Ausrichtung auf nachhaltige Gestaltungslösungen bietet die Messe viele Neuigkeiten und Trends, wenn es um Verpackungsdesign, Materialien, Fertigungsoptionen und Kooperationen geht. Nicht nur aus dem Bio-Food-Bereich treffen sich hier Menschen, die in ihrem unternehmerischen Handeln Aspekten wie bio, fair, global und regional Beachtung schenken.

Bio ist mehr als ein Siegel oder eine Zertifizierung: Bio steht für Qualität und Überzeugung – für den verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen der Natur und damit für eine zukunftsfähige Mitgestaltung des eigenen Handelns – sowohl unternehmerisch, wie auch privat.

> Link zu Impressionen der BIOFACH 2016

Fairer Frühstücksbrunch im Technologiezentrum Konstanz

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Das zukunftsträchtige Technologiezentrum Konstanz startete zusammen mit der Werthaltigkeitsagentur naturblau+++ den Tag mit Fairtrade! Damit wurde auf die bundesweite Aktion „Fairtrade-Frühstück“ und auf den Fairen Handel aufmerksam gemacht.

Im Rahmen des Projektes „ZukunftsWerkStadt Konstanz“, wo Bürger im Selbstversuch Wege zu einem nachhaltigen Lebensstil in der Praxis ausprobieren, brachten zahlreiche Unternehmer des TZK unterschiedliche Leckereien mit zu einem gemeinsamen fairen Essen.Der Kaffee „Konstanzer Mischung“, selbstgemachtes Müsli, exotische Fruchtsäfte und Tee waren ebenso vertreten, wie auch regionale und Bio-Lebensmittel, um den die Tafel mit mannigfachen Gaumenfreuden abzurunden.

Wie die Lebensbedingungen von Kleinbauern und Arbeitern in den Ländern der südlichen Halbkugel durch bewussten Einkauf verbessert werden können, war ein Ziel der Veranstaltung. Informationsbroschüren und Einkaufchips wurden von von Fair Trade Deutschland hierfür zur Verfügung gestellt.

Die begeisterten Teilnehmer sprachen sich neben dem ökologischen nachhaltigen positiven Effekt auch dafür aus, diese Idee zu einem regelmäßigen Treffen im TZK werden zu lassen, um auch die sozialen Bindungen und Vernetzungen innerhalb der Gemeinschaft weiter genussvoll zu stärken und auszubauen.

Weitere Informationen zur Frühstückskampagne unter: www.fairtrade-deutschland.de/fruehstueck

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Slow Food Messe Stuttgart, 11.-14.04.2013

naturblau-slow-foodGenießen mit Verstand – und das von guten, sauberen und fair gehandelten Produkten, ist die Devise von Slow Food. 1986 von Carlo Petrini in Italien gegründet, wurde Slow Food 1989 eine internationale Non-Profit-Organisation. Slow Food verbindet Genuss und Lebensmittel mit Bewusstsein und Verantwortungsgefühl. Ziel ist, die biologische Vielfalt in unserem Lebensmittelangebot zu bewahren, die Geschmackserziehung zu verbreiten und die Erzeuger exzellenter Lebensmittel mit dem Verbraucher zusammenzuführen.

Auf dem Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe finden Besucher alles was das Herz begehrt – gut, sauber, fair und vor allem: direkt zum Mitnehmen. Brot und Getreideerzeugnisse, Molkereiprodukte, Käse, Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch, Schinken und Wurstwaren, Feinkost, Öle, Essige und Kräuter, Schokolade, Konfitüren und Eis sowie Getränke aller Art warten auf diesem Marktplatz des außergewöhnlichen Geschmacks. Die Slow Food Messe in Stuttgart findet vom 11.-14. April 2013 statt.

Verantwortung in der Werbung – Kinder und Jugendliche als Adressaten

KinderschokoladeDie Brutto-Investitionen in Werbung – also für Honorare/Gehälter, für Werbemittelproduktion sowie für mediale Verbreitung der Werbung – haben im vergangenen Jahr rund 30 Mrd. € erreicht. Ein beträchtlicher Teil hiervon wird für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche aufgewendet.

„Kinder und Jugendliche sind nicht nur die Kunden von morgen, sondern sie stellen eine große und kaufkräftige Gruppe von Konsumenten dar, da sie über eigenes Geld verfügen und durch ihre Wünsche und Vorlieben auch das Kaufverhalten vieler Erwachsener beeinflussen. Das macht sie zu einer interessanten Zielgruppe der Werbung. Darum sollten Schüler sich ihrer Rolle als Konsumenten bewusst werden, sich mit ihrem Konsumverhalten kritisch auseinandersetzen, sensibilisiert werden für ihre Beeinflussbarkeit durch Werbung, eine Vorstellung der Risiken unbedachten Konsums erhalten und ihre Rechte als Kunden kennen lernen.
“ (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München)

Im Schulunterricht an Bayrischen Gymnasien werden Schüler fächerübergreifend für dieses Thema sensibilisiert. In Kunsterziehung wird auf die visuelle Gestaltung von Werbung eingegangen, im Musikunterricht werden Jingles und Werbemusik analysiert, Deutsch beleuchtet die Sprache in der Werbung, usw. Ein Lernmodell, das ich auch gerne mal in der Schule gehabt hätte.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin sehen Kinder und Jugendliche – je nach Fernsehgewohnheiten – 20.000 bis 40.000 Werbespots pro Jahr. Besonders problematisch hierbei die Bewerbung von Süßigkeiten. Die Ergebnisse des Kinder- und Jugendsurveys des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren übergewichtig sind. Eine Adipositas, also Fettleibigkeit, liegt bei etwa 6,3 Prozent vor.

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 720 Millionen Euro für die Bewerbung von Süßigkeiten ausgegeben, 90 Prozent davon für Fernsehwerbung. Seit 2008 sind die Ausgaben für die Süßigkeiten-Werbung um 100 Millionen gestiegen. Der Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und dem Konsum von Werbung ist in Studien der Weltgesundheitsorganisation und der Europäischen Union gut dokumentiert. So hat Werbung von Lebensmittelherstellern, Handels- und Restaurantketten einen wesentlichen Einfluss darauf, wie sich Ess- und Trinkgewohnheiten von Kindern entwickeln.

Beworben werden darin vorwiegend Speisen und Getränke – und zwar solche, die Ärzte und Ernährungswissenschaftler nicht empfehlen, da sie reich an Fett, Salz und Zucker sind. Frisches Obst und Gemüse hingegen wird nicht beworben. Auch richtet sich die Werbung an immer jüngere Altersgruppen. Die im frühen Kindesalter geprägten Essgewohnheiten und Vorlieben wird man im Alter nur schwer wieder los.

Die Aufmachung und Vermarktung ungesunder Lebensmittel muss verbindlicher reguliert werden, fordern die Verbraucherzentralen. Doch Politik und Hersteller tun sich bislang schwer, das Problem konsequent anzugehen. Eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft zur Werbung für Lebensmittel, mit dem Ziel, Kinder vor Werbung zu schützen, gibt es seit 2009. Diese Vereinbarung wurde bisher jedoch noch nicht zufriedenstellend umgesetzt. Nach einer Untersuchung der Universität Hamburg haben die Werbespots bis 2010 sogar noch zugenommen.  Ein weiteres Problem sind mangelnde Kontrollen und Sanktionen, die dafür sorgen, dass die Verhaltensregeln sowie geltende Gesetze gegen irreführende Werbung eingehalten werden. So führen die Verbraucherzentralen jährlich viele Verfahren gegen Hersteller, die die Grenze des Erlaubten immer wieder neu austesten. Hier fehlt eine Marktaufsicht, die Werbung und Marketing systematisch beobachtet und bei Verstößen einschreitet.“ (Verbraucherzentrale Bayern)

goldener_windbeutelDie foodwatch-Kampagne „abgespeist“ entlarvt Werbelügen, Werbelyrik und Etikettenschwindel und zeigt, was dahinter steckt. Der „Goldener Windbeutel“ ist ein Negativpreis, welcher vom gemeinnützigen Verein Foodwatch verliehen wird. Der Preis wurde erstmals im März 2009 vergeben und soll insbesondere auf den Unterschied zwischen beworbenen Qualitätsversprechen und den tatsächlichen Eigenschaften von Lebensmitteln hinweisen. Auch hier durchgängig Produkte nominiert und „preisgekrönt“, die vornehmlich für Kinder aufgemacht werden: Milchschnitte, Nimm 2, Fruchttiger, etc.

Meiner Ansicht nach liegt ein großer Teil der Verantwortung hierfür bei den Machern dieser Werbung, den Marketingabteilungen und Agenturen. Jeder Werber muss hier nach eigenem Wissen und Gewissen entscheiden für welchen Kunden er hier für welche Produkte tätig werden will. Leider ist diese Entscheidung auch hier oft recht schnell monetär getroffen. Wie wäre es, wenn der Goldene Windbeutel nicht nur an die Hersteller der Produkte verliehen wird, sondern auch an die dazugehörige verantwortliche Werbeagentur?