Reden wir über Werte – Im Interview mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg MFG

Enkeltaugliche Markenbildung? Das geht. Auch in der Kommunikationsbranche ist das Thema Nachhaltigkeit angekommen. Über Greenwashing und Alibi-Kampagnen hinaus setzen sich inzwischen Unternehmer*innen und kreative Köpfe aus Werbung und Marketing inhaltlich mit nachhaltigen Aspekten auseinander. Nicht zuletzt, weil Kommunikation dann am besten funktioniert, wenn man voll und ganz hinter dem steht, was man sagt.

Aber was macht „gute“ Kommunikation aus? Werte, sagt Ralph J. Schiel, Gründer und Geschäftsleiter von naturblau+++ Die Werteagentur. Schon vor acht Jahren hat sich naturblau darauf spezialisiert, grüner und zukunftsfähiger zu werben, und gilt in der Bodenseeregion als Pionier der nachhaltigen und werteorientierten Markenkommunikation. Wie die MFG Baden-Württemberg hat die Werteagentur aus Orsingen-Nenzingen die WIN-Charta unterzeichnet. Ralph J. Schiel spricht mit der MFG-Redaktion über seine Beweggründe und Werte, interdisziplinäre Lösungsansätze und Transformationsdesign.

hier ist der Link zum Interview in voller Länge

naturblau+++ für den Deutschen CSR-Preis 2017 nominiert

CSR - Preis 2017Aus allen Teilen Deutschlands haben sich Unternehmen für den 9. Deutschen CSR-Preis, einer Auszeichnung für gesellschaftlich verantwortliche Unternehmen, beworben. Jetzt hat die Jury aus allen Bewerbern die 18 Finalisten nominiert. Bei der festlichen Preisverleihung am 4. April 2017 im Rahmen des Deutschen CSRForums 2017 in Ludwigsburg werden die aus dem Kreis der Finalisten gewählten Sieger bekanntgegeben.

Der Deutsche CSR-Preis wird seit neun Jahren vergeben. Er ist zusammen mit dem CSR-Preis der Bundesregierung und dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis die wichtigste Auszeichnung, die Unternehmen in Deutschland für gesellschaftlich verantwortliches Handeln erhalten können. Ausgezeichnet werden die Unternehmen in sechs Kategorien. Für jede dieser Kategorien hat eine fachlich qualifizierte Jury aus den Bewerbungen die besten drei nominiert Am Abend der Preisverleihung wird bekanntgegeben, wer von den drei Finalisten Sieger in seiner Kategorie wird.

Wolfgang Scheunemann, Kuratoriumsvorsitzender des Deutschen CSR-Forums und Vorsitzender der Jury des Deutschen CSR-Preises, ist über das Engagement der Unternehmen und mit der hohen Qualität der Bewerbungen sehr zufrieden: „Es ist beruhigend zu sehen, dass der in den USA derzeit proklamierte hemmungslose Egoismus von Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland kaum Anhänger findet. Deutsche Unternehmen legen Wert auf ein gutes
Verhältnis mit ihren Mitarbeitern und dem gesellschaftlichen Umfeld. Darüber hinaus engagieren sie sich beim Umwelt- und Klimaschutz oft wesentlich mehr als vom Gesetzgeber erwartet.

Der Deutsche CSR-Preis 2017 wird in folgenden Kategorien vergeben:
– „CSR-Award“ – Auszeichnung je einer Person für herausragendes CSR-Engagement jeweils in Deutschland und in Europa
– Biodiversitätsmanagement zum Erhalt der weltweiten biologischen Vielfalt
– CO2-Vermeidung als Beitrag zum Klimaschutz
– CSR in der Lieferkette
– CSR-Kommunikation
– Gender Diversity
– Bürgerschaftliches Engagement in Zusammenarbeit mit dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und Sonderpreis zu „Gelungene Maßnahme zur Flüchtlingsintegration“
– Vorbildliche Kooperation eines Unternehmens mit NGOs/NPOs

Reelle, unverfälschte Kommunikation ist wichtig, wie wir spätestens seit der Bekanntwerden von „Fake News“ und „alternativen Nachrichten“ wissen. Der Deutsche CSR-Preis in der Kategorie CSR-Kommunikation zeichnet Unternehmen aus, die Werbung von vertrauensvoller Kommunikation unterscheiden. Diese Unternehmen sind nominiert:
– iglo, Hamburg
– naturblau+++ Die Werteagentur, Konstanz
– WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte, Berlin

 

Einen kurzen Trailer zum Engagement von naturblau+++ gibt es > hier.

Vlow! Festival 2016

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Fünfte Kongress-Auflage begeistert 400 Teilnehmer aus Kreativbranche im Festspielhaus Bregenz

„Besser anfangen – Über das erfolgreiche Beginnen in Gestaltungsprojekten“. Unter diesem Thema stand die diesjährige Veranstaltung vom 28.-29. Oktober 2016, welche sich im Zwischenraum von Kommunikation, Design und Architektur bewegte.

Mit einem neuen Besucherrekord von knapp 400 TeilnehmerInnen, aus der Mannigfaltigkeit der Kreativbranche kommend, fand die Vlow! mittlerweile zum fünften mal statt. Sie versteht sich als eine internationale Plattform für Bildung, Begegnung und Vernetzung und beschäftigt sich mit Kommunikationsstrategien im Raum und innovativen Arbeits- und Kooperationsprozessen. Teilnehmende waren Grafikdesigner und Architektinnen, Szenografen, Fotografinnen, Audio/Video-Gestalter und Führungskräfte aus den Bereichen Branding, Marketing und Werbung.

Was die Vlow! für die Partizipanten auch dieses mal besonders spannend machte, war die Gesamtkonzeption und die Programmgestaltung, welche von dem innovationsaffinen Kurator Hans-Joachim Gögl zusammen mit dem Initiator Gerhard Stübe jedes mal aufs neue weiter entwickelt wird. Die beiden verbindet nicht nur eine äußerliche Ähnlichkeit in Optiker- und Frisurgeschmack, sondern auch die innerliche Kohärenz, wenn es um die Schaffung und Durchführung einer Kreativveranstaltung geht, die sich nicht mit der reinen Zusammenkunft von vornehmlich in Schwarz gekleideten Gestaltern und Gestalten zufrieden gibt.

Erfrischend anders zu vielen sonstigen Designkongressen war die Tatsache, dass es nicht nur um eine kompetitive Werkschau von selbst- und branchenernannten Kreativgottheiten ging. Das gab es zwar hier auch und gehört wohl standartmäßig irgendwie dazu, selbst wenn diese auch nur mit Wasser, aber halt mit einem netteren, substituierenden Anglizismen dafür kochen. Viel entscheidender war der ganz wesentliche Teil des Festivals, der „aus den Teilnehmern Teilgeber macht“, wie der illustre Wiederholungstätermoderator Clemens Theobert Schedler dies so schön in einer seiner das Publikum charmant mitnehmenden Interimsreden formulierte.

Dieser Beteilungungsprozess geschah zum einen in der aktiven Einbringung bei zehn Workshops, welche teils von Referenten selbst und teils von externen Kreativmenschen geleitet wurden. Hier ging es um fancy Themen wie die Kollektivschaffung von bewusst sinnlosen Ideen, ein sogenanntes A-A-A-Ü Briefing, Zettelwirtschaften, den Fluch der ersten Zahl und so einiges mehr, was die dezentralen SitzkreisteilnehmerInnen in doch meist in recht mitnehmender und aktivierender Art bei Laune und Gesprächsfreudigkeit hielt. Nicht zuletzt, weil viele der anwesenden sicherlich auch das Zeug dazu hatten, selbst mal in der Referentenolymp aufzusteigen. Positiv hinzukommend war die Tatsache, dass ein deutlich spürbarer Anteil an kreativem Jungvolk diesem Event beiwohnte.

Im Format der Vlow!Werkstatt brachten dann in 19 Themenkreisen in halbstündig rotierender Weise die Teilnehmer selbst eigne Wünsche, Sehnsüchte oder ganz einfach handfeste Aufgabenstellungen dar und motivierten die anderen Besucher, ihnen beim Nachdenken und Weiterwursteln bei zu stehen. Somit ein Anzapfen des Denkpools von ganz vielen für ganz viele. Jeder konnte da eine ganze Menge mitnehmen.

Auf der durchmischten Referentenseite sind sicherlich Kajsa Balkfors, ihres Zeichens Unternehmensberaterin mit Zirkusdirektorinnenvergangenheit, die das Publikum mit ihrer mitreißenden Art und Präsentation gleich zu Beginn in visuelle und auditive Gefangenschaft nahm und der dänische Architekt Barke Ingels mit seinen eher etwas größer geratenen Bauunternehmungen von besonderer Erwähnung.

Ansonsten viel Kleines und Großes, viel Schickes und viel Schniekes, viel zum sich inspirieren lassen und auch mal was zum gleich wieder vergessen. Und wie das beim Einladen von Referenten so ist, weiß man nicht immer was man dann auf die Augen und Ohren bekommt. Somit wird dann auch zwischendurch mal was zum architektonischen Zelebrieren unser aller ungebändigten Müllerzeugung, in dem man ein Funsportmonument drauf baut oder der Huldigung von östlich geführtem diktatorischem Palastbau-Größenwahn begeistert aber unreflektiert beklatscht. Aber die Vlow! ist wohl auch (noch) nicht der Ort der eigenen selbstkritischen Branchen-Reflexion.

Einziger kleiner aber vielleicht gerade deshalb nicht unwesentlicher Wermutstropfen dieser durchwegs mehr als nett anmutenden Veranstaltung, war eine Randbemerkung, die sich zwar nicht auf die inhaltliche Qualität auswirkte, aber dennoch wohl eine spürbare Manifestation für die Entwicklung in der Kreativszene ist. Die Tatsache, dass einige der angekündigten Vortragenden zum teil sehr kurzfristig und zum teil wohl aus sehr gravierenden gesundheitlichen Gründen passen mussten, zeigt doch auch in diesem Metier, dass das immer-höher-schneller-weiter wohl wahrlich nicht der zukunftsfähige Weg sein muss. Weder für den einzelnen Menschen, noch für eine Gesellschaft. Zusammen mit der für Veranstalter und Besucher vordergründig positiven Begebenheit, dass das wohl nicht weiter in der Außenwirkung ins Gewicht fiel, da es genug mindestens gleichwertigen Ersatz gab, macht dies eines noch klarer: Auch und insbesondere in der Kreativbranche ist jeder schnell ersetzbar. Wohl nicht als Mensch in seinem sozialen Umfeld, aber sehr wohl auf der Show-Bühne. Denn: Creative-show must go on.

> Link zu einer Fotogalerie

facebook Auftritt Stadt Konstanz

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Ergänzend zu der bestehenden Präsenz der Stadt Konstanz in den sozialen Netzwerken von twitter, youtube und google+ ist der offizielle Auftritt auf Facebook realisiert worden.

Die Stadt Konstanz nutzt die sozialen Medien zum Austausch von Inhalten und zur Kommunikation mit den Bürgern und Gästen „auf Augenhöhe“ und steigert so die Nähe zu ihren Bürgern.

Erweiterte Zielgruppen werden erschlossen, die über die klassische Kanäle wie Zeitungen oder Website kaum noch zu erreichen sind. Im Gegensatz zu einer kommunalen Website, bei der die Bevölkerung aktiv selbst auf Informationen zugreifen muss, besteht in den Social Media Kanälen die Möglichkeit, sich Informationen bequemer und einfacher zugänglich zu machen.

Durch die Option, in Facebook eingestellte Beiträge zu kommentieren, können sich Diskussionen ergeben, an denen jeder User passiv (nur lesend) oder aktiv (auch schreibend) teilhaben kann.

Im Gegensatz zur Publizierung auf der städtischen Website, bekommt die Stadt beim Einstellen von Informationen eine direkte Rückmeldung von den Bürgern.

Weitere Vorteile sind u.a.:
+ mit wenig Aufwand eine hohe Reichweite aufbauen
+ Dialog erzeugen zwischen Verwaltung und Bürgern
+ Bürgerkontakt in Echtzeit – persönliche Bindung schaffen
+ Rückmeldungen und Anregungen zu aktuellen Themen sammeln
+ Veranstaltungen und Termine anlegen und verwalten

Der offizielle Facebookauftritt wurde mit einem Lenkungsteam der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Konstanz in Zusammenarbeit mit der Werteagentur naturblau+++ entwickelt.
Der Konzern Stadt Konstanz ist auch in verschiedenen anderen Sozialen Netzwerken vertreten. Diese Übersicht verlinkt zu den einzelnen Auftritten.

Interdisziplinäres Treffen der Kreativbranche – VLOW! Kongress in Bregenz

Die VLOW! ist ein Kongress zu Arbeits- und Entwicklungsprozessen im Bereich Kommunikation, Design und Architektur. In einem zweijährigen Rhythmus fand die VLOW! dieses Jahr vom 17.-18. Oktober zum vierten mal im Festspielhaus Bregenz am Bodensee statt. Über 400 Teilnehmer beschäftigten sich mit dem diesjährigen Leitthema „Der Ein-Fall – das Management von Inspiration“.

Ausgewählte internationale Gestalterpersönlichkeiten berichteten über ihre Erfahrungen mit Entwurfsprozessen. Der Schwerpunkt lag mehr auf dem Entstehen der Arbeiten, als im reinen Aneinanderreihen von Werkschauen. Die Themen der Vorträge reichten von Projektvorstellungen aus den Bereichen Architektur, Szenografie, Plakatkunst, Design und Event bis hin zu übergeordneten Themen, wie der Frage des Beitrags von kreativ sinnvollem Schaffen zum gesellschaftlich Gemeinwohl. Als Referenten beeindruckten unter anderem der internationale Top-Architekt Kjetil Trædal Thorsen vom Architekturbüro Snøhetta aus Oslo, der Schweizer Plakatgestalter Niklaus Trommler, Uwe Brückner vom Atelier Brückner in Stuttgart sowie Marian Goodman vom Massachusetts Institute of Technology (MIT).

VLOW 2014

Das VLOW! Programms beinhaltet bewusst gestaltete Zeit-Räume, die das gemeinsame Hier und Jetzt betonen: Begegnungen, professionelle Vernetzung, das Nützen der Kompetenzen des Kollektivs für eigene Projekte standen im Vordergrund. Erfahrungsaustausch und Ein-Fälle — möglichst jenseits des schon bekannten waren das Ziel. „Die Verknüpfung von transdisziplinären Fertigkeiten und Spezialisierungen steht sowohl bei den Rednern, als auch den Teilnehmeraktivitäten im Vordergrund und ist im Laufe der Jahre seit Bestehen der VLOW! zu einem immer entscheidenderen Faktor geworden.“ So Hans-Jörg Kögel, Konzeptioner und Programmverantwortlicher der Veranstaltungsreihe.

In einer halbtägigen Workshopschiene präsentierten Expertinnen konkrete Strategien, Methoden und Werkzeuge für die Entwicklungsphase von Projekten zwischen Kommunikationsdesign und Architektur. Die interdisziplinären Teilnehmer probierten, testeten und übten bei elf unterschiedlichen Aufgabenstellungen und workshop-Formaten.

In einem weiteren Austauschformat wurden die Teilnehmer zu Teilgebern, indem sie in zwanzig Arbeitskreisen selbst mitgebrachte Aufgabenstellungen und Projekte kollektiv weiter entwickelten.

VLOW 2014

Daneben vergab eine Jury den VLOW!AWARD an Studenten, Nachwuchsdesigner und etablierte Büros aus den Bereichen Design, Kommunikation und Architektur, die sich vorgegebene Aufgabenstellungen angenommen hatten. Den diesjährigen Nachwuchspreis anlässlich des Design- und Kommunikationsfestivals VLOW! holten sich die Studenten der Hochschule Konstanz (HTWG). Ihre unkonventionelle Idee eines neugeschaffenen Bachlaufs mitten durch die Vorarlberger Stadt Dornbirn, auf dem quietschgelbe Bade-Enten entlang plätschern und Besuchern als schwimmende Begleiter den Weg durch die Innenstadt weisen, überzeugte die Jury in einer Live-Diskussion vor Publikum.

Der Name VLOW! leitet sich ab vom englischen Begriff „flow“. Das „V“ steht für den Veranstaltungsort des Österreichischen Bundeslandes Vorarlberg. Die VLOW! vergibt ihr eigenes Kommunikationsdesign bei jeder Auflage an ein anderes  Gestaltungsbüro mit der Aufgabe des Redesign des letzten Entwurfs, in dem das visuelle Echo der Vorgänger vernehmbar sein soll. Ein Statement zu Kontinuität und Wandel auf Basis visueller Gedächtnisschichten.

VLOW 2014

Die Veranstaltung entsprach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings. Dies umfasste beispielsweise ein regionales und saisonales Catering, kostenfreie Nutzen des öffentlichen Nahverkehrs in ganz Vorarlberg und die Organisation von Mitfahrgelegenheiten unter den Teilnehmern.

Der Gesamteindruck der Konferenz zeigt eine rundum gelungene Veranstaltung mit einer auf der einen Seite bunten, lebendigen und zugegebenermaßen oftmals beeindruckenden Welt der Kreativen und Werber. Auf der anderen Seite bleiben einem vielleicht auch ob all dem immer wieder spürbaren Enthusiasmus über sich gegenseitig übertreffender Projekte, Getriebenheit nach dem Schaffen von immer Neuem, immer Größeren und immer nochmals Anderem die einleitenden mahnenden Worte von Marian Goldmann an die Konferenzteilnehmer im Ohr: „Euch als Kreativen kommt eine gesellschaftliche Schlüsselrolle zu, wenn es darum geht, was Eure tiefere, sinnschaffende und verantwortungsvolle Berufung und Euer ganz persönlicher Beitrag Eures (Be)Wirkens ist. Auf was kommt es wirklich an und wem und was dient es. Es geht mehr um das Gemein-, als das eigene Wohl. Stellt euch vor eurem geistigen Auge eure eigenen Kinder vor, oder andere Kinder, die ihr kennt und liebt. Was ist es, was ihr dieser nächsten Generation für deren glückliche und gesicherte Zukunft wünscht? Und dann fragt, was Euer täglicher Beitrag sein kann und sollte, dass dies eintreten wird. Kollektive Inspiration soll dabei helfen das allgemeine Bewusstsein und Handeln von Ego-Systemen zu Eco-Systemen zu wandeln schafft zusammen die Zukunft, die ihr wirklich im tiefsten inneren Euren Herzens wollt und zeigt dies in euren Arbeiten. “

> Link zur Bildergalerie des VLOW! Kongress2014

Plädoyer für zukunftsfähiges Kommunikationsdesign

naturblau_Leitbild_DesignDesignagenturen sind gesellschaftliche und kulturelle Impulsgeber. Dies spiegelt sich unter anderem in der Kommunikation von Marken, im Produktdesign und in der Werbung. Dadurch kommt Agenturen eine große und verantwortungsvolle Aufgabe zu. Sie können entscheiden, für wen sie ihre Kreativität und Kenntnisse einsetzen – welche Marken und Produkte werden beworben. Geht es um globalen Konsum, oder geht es um regionale Wertschöpfung? Sie können auch entscheiden, für welche Auftraggeber sie arbeiten. Wie sind deren Geschäftspraktiken und Wertvorstellungen?

Es sind eine Reihe von Stellschrauben auf dem Weg zu wirklich gutem und damit nachhaltigen Design zu beachten: in den eigenen Agenturräumen, bei den Mitarbeitern, den Kunden, den Lieferanten, dem Einkauf, der Produktion, den Vertriebswegen, usw.

Wirklich gutes Design ist weit mehr als der gestalterische Prozess an sich.  Es geht um die Bereitschaft alle am Prozess Beteiligten (Stakeholder) zu berücksichtigen und sich verantwortungsvoll, ehrlich und fair auszutauschen. Es geht um den Weitblick der Auswirkungen des eigenen Handelns. Es geht darum, eine Haltung einzunehmen, die im Einklang mit dem Umfeld steht. Die Werthaltigkeit ist der Fokus unserer Tätigkeit.

Konkret bedeutet das für uns als Gestalter, dass wir mit der Erde, ihren Ressourcen und ihren Lebewesen so umgehen, dass sie auch für zukünftige Generationen einen intakten Lebensraum und gesellschaftliche Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Und das nicht nur in unserem eigenem Umfeld sondern  auch länder- und kulturübergreifend. Ökologische, ökonomische und soziale Belange – die sog. Triple Bottom Line – müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und bei der Kreation von Kommunikation und von Produkten.

Eine gute Agentur nimmt eine kompetente und verantwortungsbewusste Stellung zwischen Mensch und Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt ein.

Ein gesellschaftlicher Wandel braucht kreative Ideen und klare Konzepte, wie eine nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden kann. Dies ist die Aufgabe der jetzigen und zukünftigen Generation von GestalterInnen und Agenturen.

barcamp Bodensee 2013 in Konstanz

barcamp Bodensee 2013Vom 31. Mai bis 03. Juni 2013 findet mit dem „Barcamp Bodensee“ bereits zum vierten Mal eine „alternative Online-Konferenz“ am Bodensee statt. Wir erwarten zahlreiche Teilnehmer/innen aus DACH sowie Frankreich und hoffen zudem auf Zuspruch aus anderen Nachbarländern. Stattfinden wird das barcamp auf dem Campus der Hochschule HTWG in Konstanz. Die Organisationssprache ist Englisch. Die Vorträge sind nur dann auf Deutsch, wenn kein internationaler Gast im Einzelvortrag anwesend ist.

Das Barcamp Bodensee ist – neben Berlin – eins von zwei internationalen Barcamps in Deutschland. Die Event Serie (barcamps rund um den Bodensee) hat den tag #bcbs. Das Camp in 2013 hat den Social-Web-Hashtag #bcbs13

Barcamps sind Treffen, an denen Menschen teilnehmen, die sich für das Web 2.0, Social Media, Kommunikation und Informatik interessieren. Zweck eines Barcamps ist der freie Austausch von Wissen. Interessant sind Barcamps nicht nur für die Teilnehmer selbst. „Die Region hat die Chance, sich als Web Region zu präsentieren“, sagt Organisator Oliver Gassner. Viele Unternehmen nutzen die Möglichkeit, Kontakte zu zukünftigen Projektpartnern oder Mitarbeitern zu knüpfen. Firmen und Networks aus der ITBranche haben großes Interesse an Barcamps.

Was ist ein barcamp?
Ein Barcamp (häufig auch: BarCamp, Unkonferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (z.B. bei gemeinsamen Programmierworkshops).

Seit dem ersten Barcamp in Palo Alto (Kalifornien) im August 2005 in den Räumlichkeiten der Firma Socialtext werden in Nordamerika, Asien und Europa Barcamps abgehalten. So fanden bereits Ende September 2006 in Berlin und Wien die ersten Barcamps im deutschsprachigen Raum statt.

Barcamps werden von Enthusiasten für Enthusiasten organisiert, die in einer offenen Umgebung lernen und Wissen weitergeben möchten. Folgende Eigenschaften zeichnen einen typischen Barcamp-Besucher aus:

Ablauf
Das Barcamp beginnt am Freitagabend mit einem „get together“. Samstags und sonntags sind Frühstück, Sessionvorstellungen und Lunch geplant. Am Samstagabend ist ein weiteres „get together“ mit optionalen Night-Sessions. Am Sonntag gegen 17 Uhr endet das Camp. Sponsoren und Team treffen sich dann in der Regel zu einem gemeinsamen Abschlussessen.

Gute Vernetzung
Das Barcamp-Publikum ist i. d. R. überdurchschnittlich gut vernetzt, d. h. eher die doppelte bis vierfache Kontaktzahl bei Netzwerken wie XING, facebook und twitter. Das Barcamp-Publikum ist i. d. R. überdurchschnittlich kommunikationsfreudig und twittert, bloggt sowie facebookt über das Event und die Sponsoren

Publikum von Fach
Beim Barcamp-Publikum handelt es sich um Fachpublikum aus den Bereichen IT-Beratung, IT-Entwicklung und Online-Kommunikation. Der Altersschwerpunkt liegt bei 25-35 Jahren, der Frauenanteil bei i. d. R. max. 30%.

Infos & Tickets gibt es unter: www.barcamp-bodensee.de

naturblau+++ erhält Förderung im Rahmen des ESF/BMAS-Programmes „Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“

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Im Rahmen dieses Programmes unterstützt das Berliner Institute Corporate Responsibility Management der Steinbeis Hochschule seit März 2013 die Agentur naturblau+++ bei der Entwicklung und Implementierung einer individuellen CSR-Strategie. Das Projekt läuft bis Februar 2014.

Das Projekt ist Teil des Förderprogramms Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand, das gemeinsam vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) aufgelegt wurde. Durch dieses Programm sollen Unternehmen aus dem Mittelstand passgenaue Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) angeboten werden.

Im Rahmen des CSR Projektes werden für naturblau+++ relevante Aspekte in Bezug auf umwelt-, soziale und ökonomische Themen identifiziert und kommuniziert. Darauf aufbauend werden diese Nachhaltigkeitsthemen in interne Prozesse integriert. Ziel ist die Entwicklung eines operationalen Instrumentariums zur Optimierung nachhaltiger Kommunikationsprozesse bei naturblau+++, welches die Wirkung der Nachhaltigkeit auf andere Stakeholder und von anderen Stakeholdern greifbar macht.

Dabei werden bestehende Verhaltensfragebögen zur Markenführung bei Unternehmen evaluiert, modifiziert und unter Aspekten der Nachhaltigkeit optimiert. Es werden Workshops und andere Medien erarbeitet, um die Thematik der Nachhaltigkeit den Stakeholdern von naturblau näher zu bringen und nachhaltiges Handeln im gegenseitigen Austausch zu verstärken.

 

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