WIN Charta Bericht 2018 veröffentlicht

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Der WIN-Charta-Prozess verfolgt das Ziel, Nachhaltigkeit zu einem Markenzeichen der baden-württembergischen Wirtschaft werden zu lassen. Im Vordergrund stehen herausragende Beispiele, individuelle Lösungsansätze und der gegenseitige Austausch.

173 Unternehmerinnen und Unternehmer im Land Baden-Württemberg haben seitdem bereits die WIN-Charta unterzeichnet! Damit bekennen sich die Unternehmen zu insgesamt zwölf Leitsätzen und Zielen nachhaltigen Wirtschaftens.

Die zukünftige Rolle der Nachhaltigkeit in Unternehmen betont Minister Franz Untersteller: „Soziale Verantwortung, Ökonomie und Ökologie sind keine Gegensätze. Vielmehr werden Unternehmen mittel- und langfristig nach meiner Überzeugung nur dann erfolgreich sein können, wenn sie diese Aspekte als echte Chance und Notwendigkeit begreifen.“

Nach Erstellung des Zielkonzeptes 2016 hat naturblau+++ seinen WIN-Charta Bericht für 2018 fertig gestellt und veröffentlicht.

 

> Link zum WIN Charta Bericht 2018 von naturblau+++

Vielfalt – ein Muss für den Wirtschaftsstandort Deutschland

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Die Mitglieder des Charta der Vielfalt e.V. geben den Anstoß zur bundesweiten Online-Kampagne #FlaggefürVielfalt. Mit einem Statement ihrer Vorstände positionierten sich die Organisationen deutlich für eine vielfältige Arbeitswelt in Deutschland. Dem Aufruf folgten daraufhin zahlreiche UnterzeichnerInnen der Charta der Vielfalt und weitere Arbeitgeber.

Die Mitglieder des Charta der Vielfalt e.V. setzen im Rahmen der Kampagne #FlaggefürVielfalt mit öffentlichen Statements ein deutliches Zeichen für einen positiven Umgang mit Diversität in ihren Unternehmen. Alle UnterzeichnerInnen der Charta der Vielfalt, Unternehmen und Institutionen sind aufgerufen, Teil dieser Bewegung für eine vielfältige Arbeitswelt und Gesellschaft zu werden.

 „Aus aktuellem Anlass sehen wir verstärkt die Notwendigkeit, uns für Vielfalt stark zu machen“, sagt Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin des Charta der Vielfalt e.V. „In Zeiten, in denen Diversität als Gefahr propagiert wird, sehen wir uns als Arbeitgeberinitiative in der Verantwortung zu handeln. Wenn Organisationen die Vielfalt ihrer Belegschaft strategisch managen, gewinnen sie und der Wirtschaftsstandort Deutschland. Deshalb: Flagge für Vielfalt!“

Seit 2010 engagiert sich der Charta der Vielfalt e.V. für Vielfalt und Wertschätzung in der Arbeitswelt. Mit seiner Überzeugung, dass vielfältige Teams bessere Lösungen erzielen und die Wertschätzung aller Mitarbeitenden für den Erfolg von Organisationen essentiell ist, wird der Verein jetzt lauter. 

„Wir betrachten die Vielfalt unserer MitarbeiterInnen als Gewinn und Bereicherung für unsere Unternehmen und fördern diese gezielt. Flagge für die Vielfalt all unserer MitarbeiterInnen zu zeigen, ist für uns selbstverständlich“, betont Ana-Cristina Grohnert, Vorstandsvorsitzende des Vereins und Mitglied des Vorstands, Ressort Personal, Allianz Deutschland AG. „Als Mitglieder der Charta der Vielfalt setzen wir uns aktiv und öffentlich für die Verankerung von Diversität und Wertschätzung in der deutschen Arbeitswelt ein und arbeiten kontinuierlich an langfristigen Strategien zum Umgang mit Vielfalt in Unternehmen.“

Ü

Die Kampagne #FlaggefürVielfalt wurde vom Verein Charta der Vielfalt initiiert, um sich öffentlich zu Vielfalt in der Arbeitswelt zu bekennen. Alle Posts in Social Media Kanälen, die den Hashtag #FlaggefürVielfalt verwenden, werden auf einer Social Media Wall gesammelt. So haben Unternehmen und Institutionen die Gelegenheit, sich als Teil einer positiven Bewegung für eine vielfältige und wertschätzende Arbeitswelt zu positionieren.

www.flaggefürvielfalt.de

Geballte Kompetenz in regenerativen Energien

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Im Solarenergienetzwerk Konstanz haben sich namhafte Unternehmen und Forschungseinrichtungen in und um Konstanz organisiert, welche entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Photovoltaik und in angrenzenden Technologien tätig sind. Ziel des Netzwerks ist es, kostengünstigen Solarstrom im Mix erneuerbarer Energieträger für die zuverlässige Energieversorgung von morgen zu etablieren.

Die Energieversorgung ist ein zentraler Bestandteil der Gesellschaft. Aufgrund zunehmender weltweiter Nachfrage nach Energie bei endlichen Ressourcen entsprechender Rohstoffe auf der Erde gewinnt der Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien an Bedeutung.

Das Netzwerk solarLago ist ein Verbund von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Landkreis Konstanz und rund um den Bodensee, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Anteil der erneuerbaren Energien, insbesondere die günstig gewordene Solarenergie, in den Energiesystemen unter der Ausnutzung regionaler Möglichkeiten nachhaltig auszubauen. Dem Netzwerk gehören neben Photovoltaik-Forschungseinrichtungen und Solar-Installateuren Akteure aus dem Bereich der Energiespeicher, der Herstellung elektronischer Komponenten und Energie-Management-Systemen sowie Energieversorger an. Das Netzwerk wird durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Konstanz unterstützt.

Mit der neuen Webseite will solarLago interessierte Menschen über die aktuellen Entwicklungen innerhalb des Netzwerks und über die Region hinaus auf dem Laufenden halten. Jeder soll verstehen können, wo wir heute bei der Nutzung der erneuerbaren Energien stehen, welche Expertise am Bodensee vorhanden ist, welche Trends es in der Forschung gibt und welche Veranstaltungen angeboten werden.

Wer im Bereich der Erneuerbaren Energien in der Bodenseeregion aktiv ist, kann Teil des Netzwerks werden.

> www.solarlago.de

Konstanzer Pionierunternehmen veröffentlichen Gemeinwohl-Bilanz am Wirtschaftskonzil

GWÖ Gruppe Konstanz und Bodensee

Der Gedanke der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) nach Christian Felber ist in Konstanz sichtbar geworden. Pünktlich zum Wirtschaftskonzil am 30. April 2015 präsentierten fünf Konstanzer und ein Schweizer Unternehmen in Konstanz ihre Gemeinwohl-Bilanz.

Die PionierunternehmerInnen sind Stefanie Aufleger (STEAUF-Werkstatt), Uwe Eberhardt (Steuerkanzlei Eberhardt), Piroska Gavallér-Rothe (ecoholos GmbH), Tina Koch und Robert Simon (KOCHUNDSIMON), Ralph J. Schiel (naturblau+++) und Timo Schneeweis (bizzcenter24).

Sie alle sind davon überzeugt, dass die Zukunft dem Miteinander gehört, nicht dem Gegeneinander. Ihr unternehmerisches Handeln basiert auf Werten wie Menschenwürde, Solidarität, Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung, eben denselben Werten, die auch zwischenmenschliche Beziehungen gelingen lassen.

Mit ihrer Gemeinwohl-Bilanz zeigen sie, dass man als Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sein und gleichzeitig sozial und ökologisch verantwortungsbewusst handeln kann – wenn man den Willen dazu hat.

Die Bilanzen sind einzusehen unter: http://konstanz.gwoe.net/pionierunternehmen/

Das Wirtschaftskonzil mit über 600 BesucherInnen war der passende Rahmen, sich mit anderen Gemeinwohl-Unternehmen aus der Bodensee-Region auszutauschen und die Bilanzen zu präsentieren. Christian Felder gab mit seinem Vortrag weitere Impulse hierzu und zahlreiche engagierte UnternehmerInnen tauschten sich mit den Gästen im Konzil über Fragen einer nachhaltigen Regionalentwicklung aus.

> Link zur Bildergalerie Wirtschaftskonzil Konstanz

Unternehmen Zukunft – Konstanzer Wirtschaftsveranstaltung

naturblau-Unternehmen-Zukunft-KonstanzDie Stadt Konstanz setzt ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort: Aus Unternehmersicht wurde vor rund 220 Gästen im Konstanzer Konzil über die Chancen und Möglichkeiten für eine erfolgreiche Zukunft diskutiert.

Dies fand im Rahmen einer Präsentation der aktuellen Unternehmensbefragung und des Fachkräftemonitorings für Konstanz und die Region statt. Eine überdurchschnittlich hohe Rücklaufqoute bei der Befragung der Konstanzer Unternehmen bildete eine solide Grundlage für aussagekräftige Fakten zu den Stärken, Schwächen und Optionen für den Standort momentan und in Zukunft.

Diese Erkenntnisse wurden von namhaften Unternehmern selbst auf dem Podium und im Publikum diskutiert: Bert Klebl (LDC), Johannes Kirmaier (Transco Süd), Marina Seeberger (Fuchs GmbH), Gero Lüben (exorbyte GmbH), Lisa Sophia Friedrich-Schmieder (Kliniken Schmieder KG), Armin Karl (Ingun Prüfmittelbau GmbH) und Oberbürgermeister Uli Burchardt. Auch Interessenvertreter von Handwerkskammer und IHK kamen zu Wort. Professionell, dramaturgisch ausgefeilt und für das Publikum kurzweilig führte Martina Meisenberg als Moderatorin durch die Veranstaltung.

Die Veranstaltung überzeugte die Teilnehmer durch das ungewöhnliche Format und die hohe Qualität der einzelnen Beteiligten. Auch beim anschließenden Apero war die positive Stimmung und Zukunftszuversicht der Teilnehmer in den Einzelgesprächen deutlich zu spüren.

Die Organisatoren des Events Christina Groll von der Wirtschaftsförderung, Eberhardt Baier vom Hauptamt der Stadt Konstanz, sowie Friedhelm Schaal ebenfalls von der Wirtschaftsförderung haben hier eine Messlatte gelegt, die anregt, motiviert und Lust auf weitere positive Wirtschaftssignale macht.

Trotz aller kürzlich zurückliegender – oft auch medial aufgebauschter – vermeintlicher Rückschritte durch den Abgesang einiger weniger größeren Unternehmen wurde mir hier eines wieder ganz klar: Das Jammern und Zähneklappern über insbesondere Wohnungs- und Verkehrssituation ist zwar in Teilen sicherlich berechtigt, aber ganz sicher auf einem sehr hohem Niveau. Uns allen geht es hier wirtschaftlich und privat so was von gut, dass ich hierfür im Duden leider keine adäquate Begrifflichkeit finden konnte.

Mein persönlicher Eindruck wurde auch darin bestärkt, dass auch Zukunft keine großen Wirtschafts-Player – die schnell kommen und noch schneller gehen – für das eigentliche Potential und den wirtschaftlichen Erfolg von Konstanz entscheidend prägend sein werden. Gerade die Heterogenität und dienstleistungsbezogenen Schwerpunkte des hiesigen Unternehmertums zusammen mit den lebensqualitativ herausragenden Umgebungssituationen werden das Geschick der Stadt bestimmen. Zusammen mit den „Hidden Champions“, regionalen und – von mir aus auch mal – globalen Leuchttürmen ist dies das Kapital, auf das die Stadt und Politik setzen muss.

Notwendig ist hierzu eine klare, nachhaltige Profilierung der Stadt Konstanz und eine zielgerichtete Weiterführung und Erweiterung der Idee der ZukunftsWerkStadt. Im Vordergrund stehen nicht Gewinnmaximierung der Unternehmen und ungezügelter Konsum der Bürger, sondern eine unternehmerische und gesellschaftliche Werteorientierung, die eine tragfähige Haltung für kommende Generationen im Einklang mit sozialen und ökologischen Aspekten vereint. Oder, um es mit dem von Dr. Heiner Geißler mitgetragenen Terminus zu umschreiben: „Unsere Zukunft liegt in der Ökosozialen Marktwirtschaft.“

> Link zur Eröffnungsrede von Dr. Heiner Geißler im Rahmen der Veranstaltung „Erst der Mensch, dann der Markt.“

Unternehmen Zukunft Konstanzer Wirtschaft
vlnr: Oberbürgermeister Uli Burchardt, Marina Seeberger (Fuchs GmbH), Armin Karl (Ingun Prüfmittelbau GmbH), Martina Meisenberg (Moderation), Gero Lüben (exorbyte GmbH), Lisa Sophia Friedrich-Schmieder (Kliniken Schmieder KG) – Bild: von Stadt Konstanz zur Verfügung gestellt.

Pionierregion Konstanz – fair & regional; Podiumsdiskussion auf der GEWA Messe 2013

naturblau GEWA Messe PodiumsdiskussionAm Donnerstag 2.5.2013, 19:00 Uhr laden die Wirtschaftsjunioren zur Podiumsdiskussion „Pionierregion Konstanz – fair & regional! Heute nicht auf Kosten von Morgen, hier nicht auf Kosten von anderswo.“ ein. Als Keynote-Speaker konnte Gottfried Härle von der Leutkircher Brauerei Härle gewonnen werden.

Eine der fünf strategischen Erfolgspositionen der Wirtschaftsjunioren lautet „ressourcenbewusst und innovationsstark handeln“. Um dieses, gerade für die Wirtschaftsjunioren als Verband junger Unternehmer und Führungskräfte, zentrale Thema zu beleuchten, beschäftigen sich die WJ dabei mit den Wirtschafts- und Standortbedingungen der (nahen) Zukunft.

Themenfelder wie Nachhaltigkeit, Regionalität, gesundes Wirtschaftswachstum und Energiepolitik sind laufend in der Überlegung und stehen im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.

„Was liegt hier näher als die Gewerbeausstellung Kreuzlingen-Konstanz zur Diskussion dieser Themen zu nutzen“ erläutert Timo Schneeweis von AK Innovation&Nachhaltigkeit und Inhaber des bizzcenter24 denn „so weiter wie bisher, gibt es nicht mehr, und wir wollen Alternativen aufzeigen“! Der Standort Konstanz benötigt eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Ressourceneffizienz seiner Wirtschaft. Politik und öffentliche Hand müssen Innovationen in den Bereichen der erneuerbaren Energien, der Material- und Ressourceneffizienz sowie der Umwelttechnologien fördern und voran gehen. Ralph J. Schiel ergänzt: „gerade die jungen Unternehmen bei uns im Kreis Konstanz machen sie sich dazu sehr viel Gedanken – wir wollen dazu einen Beitrag liefern, um die Pionierregion Konstanz weiter voran zu bringen.“

Gottfried Härle stellt seine Thesen eines glaubwürdigen und klimaneutralen Unternehmens vor, und bietet als „best practice“ einen Einblick in die Umsetzung in seinem Unternehmen. Die Brauerei Härle ist die erste und einzige Brauerei in Deutschland, die ihre Biere klimaneutral herstellt und vertreibt. Gottfried Härle ist Mitbegründer und Vorstand des ökologischen Unternehmerverbandes „UnternehmensGrün“.

Für die anschließenden Podiumsdiskussion konnten die Wirtschaftsjunioren folgenden Teilnehmer gewinnen:
– Uli Burchardt
Oberbürgermeister Stadt Konstanz, Autor des Buches „Ausgegeizt“
– Karl-Ulrich Schaible
BUND-Konstanz, Bürger-Energiegenossenschaft „energia Bodensee“
– Timo Schneeweis
Wirtschaftsjunioren Konstanz-Hegau e.V., Wirtschaft pro Klima
– Prof. Dr. Maike Sippel
HTWG Konstanz – Professorin für Nachhaltige Entwicklung

Die Moderation übernimmt Glenn Müller vom schweizer Unternehmerforum Lilienberg. Im Anschluss der Podiumsdiskussion bieten wir beim Apéro nachhaltiges Networking und besichtigen den Marktplatz mit nachhaltig agierenden Unternehmen in und um Konstanz. Der Eintritt ist freiwillig. Anmeldung ist erbeten unter www.wj-konstanz-hegau.de.

> Link zur Keynote Gottfried Härle auf youtube

> Link zur Fotogalerie (Bilder von Thomas Gröpper)

Gemeinwohl-Ökonomie – Vortrag Christian Felber

naturblau-Gemeinwohl-OekonomieDie gegenwärtigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Krisen fordern mutige und entschlossene Visionen und Menschen, die sich an der Entwicklung einer sozial nachhaltigen Zukunft beteiligen. Die Bewegung für eine Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich in diesem Sinne als Impulsgeber und Initiator für weitreichende Veränderungen.

– Auf wirtschaftlicher Ebene entwickelt die Bewegung konkret umsetzbare Alternativen für Unternehmen verschiedener Größe und Rechtsform.
– Auf politischer Ebene strebt die Bewegung für eine Gemeinwohl-Ökonomie rechtliche Veränderungen mit dem Ziel an, ein bedarfsgerechtes Leben für alle Menschen, Lebewesen und unseren Planeten Erde selbst zu ermöglichen.
– Auf gesellschaftlicher Ebene ist die Bewegung eine Initiative der Bewusstseinsbildung für Systemwandel, die auf dem gemeinsamen, wertschätzenden Tun möglichst vieler Menschen beruht. Die Bewegung gibt Hoffnung und Mut für ein am Gemeinwohl orientiertes Handeln.

Christian Felber ist österreichischer Autor und Referent zu Wirtschafts- und Gesellschaftsfragen. Er ist Gründungsmitglied der österreichischen Sparte von Attac, Initiator der „Demokratischen Bank“ und prägte den Begriff „Gemeinwohl-Ökonomie“.

Mit der „Gemeinwohl-Ökonomie“ beschreibt Christian Felber die grundlegenden Elemente einer alternativen Wirtschaftsordnung. Die erste Version dieses Modells (inklusive einer Gemeinwohl-Bilanz) wurde von UnternehmerInnen aus Österreich 2009 bis 2010 entwickelt. Wichtige Themen sind die Auflösung des Wertewiderspruchs zwischen Markt und Gesellschaft und die wirtschaftliche Erfolgsmessung jenseits rein monetärer Werte.

Im Rahmen des Nachhaltigkeits Wintersemester 2012/13 an der  HTWG Konstanz hält Christian Felber am Donnerstag, den 17.01.2013 um 18 Uhr einen Vortrag zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie.

Die Agentur naturblau+++ stimmt dem (entwicklungsoffenen) Modell der Gemeinwohl Ökonomie im großen und ganzen zu (nicht in jedem Detail) und fordert seine demokratische Umsetzung ein. Daher ist naturblau+++ Mitglied bei der Gemeinwöhl-Ökonomie und erstellt als eines der Pionierunternehmen die Gemeinwohl-Bilanz.

Verantwortung Unternehmen – Eberhard v. Kuenheim Stiftung

Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung
Bildnachweis: Initiative Verantwortungunternehmen.de, David Ausserhofer

Nach einer UN Global Compact Studie wollen 96 Prozent der befragten Vorstandsvorsitzenden Nachhaltigkeit vollständig in Strategie und Handeln ihres Unternehmens integrieren. Doch es ist oft ein Drahtseilakt, im Wettbewerb ökonomische Anforderungen mit ökologischen und sozialen Zielen in Einklang zu bringen und eine nachhaltige Unternehmenskultur zu leben.
 Um den Schritt von der Erkenntnis zur Umsetzung zu unterstützen, hat die Eberhard von Kuenheim Stiftung die Initiative „Verantwortung unternehmen“ ins Leben gerufen. Darin beraten sich Unternehmen und Führungskräfte gegenseitig branchenübergreifend zu den Herausforderungen nachhaltigen Wirtschaftens – zum eigenen Geschäftsvorteil und zum Nutzen der Gesellschaft. Vom Lebensmittelkonzern über die Privatbank bis zur Stadtverwaltung entwickeln die Teilnehmer in kollegialer Beratung jeweils ein eigenes Projekt und setzen es in ihrem Unternehmen um.

Die Teilnehmer treffen sich hierfür bei zwei Fortbildungen. Beim sogenannten Kompetenz-Campus erarbeiten die Projektleiter an fünfeinhalb intensiven Tagen ihren jeweiligen Projektplan in kollegialer Beratung und unterstützt von Experten. Das Handlungsfeld dafür hat zuvor ein Geschäftsführer oder Unternehmensstrategie beim zweitägigen Strategie-Campus identifiziert – damit ist auch für die anschließende Projektumsetzung die Unterstützung von oben gesichert.

Sechs Schritte auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften:
1. Wissens- und Erfahrungskooperation
2. Strategische Verankerung
3. Kompetenzaufbau
4. Projektumsetzung
5. Vernetzung
6. Kommunikation

Interesse an der Initiative? > Link zur Internetseite des Projektes

Club of Rome – aktueller Bericht „2052“

„Wir müssen Klimaschutz und Artenschutz richtig profitabel machen und aufhören mit dem Geseiere, wir sollten den Gürtel enger schnallen, um das Klima zu schützen. Bei der Energie sollten wir vormachen, dass wir damit Wohlstand erzeugen. Alle Leute gucken gebannt nach Deutschland, wie wir das mit dem Atomausstieg wohlstandskonform hinkriegen. Wenn wir den Klima- und Umweltschutz profitabel machen, dann wird das überall kopiert.“  So äußerte sich Ernst Ulrich von Weizsäcker im aktuellen Bericht an den Club of Rome. Er zeigt sich überzeugt, dass man eine dramatische Umstellung der Wirtschaft braucht, um das Ganze noch halbwegs in den Griff zu kriegen.

Der Club of Rome ist eine Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik aus allen Regionen unserer Erde. Sie hat zum Ziel, sich für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft der Menschheit einzusetzen. Die Weltöffentlichkeit kennt den CLUB OF ROME seit 1972 durch den viel diskutierten Bericht Limits to Growth (Die Grenzen des Wachstums), dem bisher weitere 30 „Berichte an den CLUB OF ROME“ zu unterschiedlichen Zukunftsfragen der Menschheit folgten. Der aktuelle Bericht mit dem Titel 2052 ist von der Prognose geprägt, dass sich die Menschheit erstmals in ihrer Geschichte auf einen Punkt zu bewegt, an dem der eigene Drang nach Wachstum und Wohlstand mit der Begrenztheit des Planeten kollidiert.

Diese Aussage motiviert uns von naturblau+++ noch mehr, auch weiterhin alles daran setzen, um zusammen mit unseren Kunden und Partnern den bescheidenen aber dennoch wertvollen Beitrag hierfür zu leisten.

Links zu Artikeln bzgl. dem Bericht an den Club of Rome:
> Artikel 01 Süddeutsche Zeitung: Es gibt einen Ausweg

> Artikel 02 Süddeutsche Zeitung: Kilmawandel verstärkt sich dramatisch

Green IT und Green Intelligence

Was die Aussage „Green IT“ in der Informationstechnik schon seit langem ein feststehender Begriff ist, scheint nun auch im Rahmen der weltgrößten Industrieschau, der Hannover Messe, für die Technologie-Branche zu einem Namen zu kommen: Green Intelligence. Aus markenstrategischer Sicht mal interessant, hier einen genaueren Blick darauf zu werfen, was diese Termini verheißen – oder auch nicht:

„Unter dem Stichwort Green IT versteht man Bestrebungen, die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie über deren gesamten Lebenszyklus hinweg umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Dies beinhaltet die Optimierung des Ressourcenverbrauchs während der Herstellung, des Betriebs und der Entsorgung der Geräte. Ein weiterer Aspekt von Green IT ist die Energieeinsparung durch den Einsatz von Informationstechnologie, wenn beispielsweise Dienstreisen durch Videokonferenzen ersetzt werden.

Der Begriff kann durch interessierte Unternehmen für deren Marketingstrategien beliebig besetzt werden, da zwar mehrere geschützte Markenrechte definiert wurden, aber prüfbare Kriterien für die „grünen“ Eigenschaften von Produkten nicht definiert sind. Nutzer des Konzepts laufen daher Gefahr, die privaten Marketingstrategien der Markeninhaber ungeprüft zu befördern.“ Der Verbraucher wiederum hat keine unabhängige Sicherheit, dass Produkte oder Dienstleistungen auch „echte grüne“ Inhalte in sich bergen oder ob dies eher in Richtung Greenwashing geht.

Hannover MesseÄhnlich verhält es sich nun auch mit der Bezeichnung Green Intelligence. Grundsätzlich positiv zu bewerten ist, dass die Entwicklung und der Einsatz umweltgerechter Produkte und Prozesse sowie grüner Technologien zunehmend in den Mittelpunkt eines nachhaltigen unternehmerischen Handelns rücken. Mit dem Leitthema ‚greentelligence‘ wird diese Entwicklung von der Hannover Messe aufgegriffen. Aussteller aus verschiedenen Branchen stellen dar, wie die intelligente Verbindung von effizienten Verfahren, umweltverträglichen Materialien und nachhaltigen Erzeugnissen die internationalen Märkte vorantreiben kann.

Green IntelligenceWenn dieser Begriff nun aber direkt mit der Nation China in Bezug gebracht wird, welche nachweislich ganz weit hinten steht, wenn es um Kenntnis, Einhaltung und Anwendung von echtem nachhaltigen unternehmerischen Handeln  geht, dann frage ich, ob aus Sicht eines Kommunikationsstrategen dies ein glaubwürder Launch ist. Ich glaube nicht. Dies erzeugt bei Wirtschaft und Konsumenten zu Recht Zweifel und Kritik an einem an sich guten und richtigen Weg. Da gehen beim Branding  politische Marketinginteressen vor globalen Notwendigkeiten. Schade und Schande, dass es Werbeagenturen gibt, die sich für so was kaufen und teuer bezahlen lassen.