Das Filme für die Erde Festival am 21. September 2018 in Konstanz

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Das Festival findet in der HTWG Konstanz, Alfred-Wachtel-Straße 8, statt. Der Kinosaal ist im L-Gebäude der HTWG in der Paul und Gretel-Dietrich Straße, 78462 Konstanz.
Das Programm findet Du hier.

Filme für die Erde ist ein internationales Kompetenzzentrum für Umweltdokumentarfilme. Wir wollen mit ausgewählten Filmen möglichst viele Menschen erreichen, Wissen über Nachhaltigkeit weitergeben und zum Handeln inspirieren.

Wir kennen die besten Filme zu Nachhaltigkeit und wie diese eingesetzt werden können. Diese 
Kompetenz stellen wir beratend aber auch online, auf unserem weltweit umfassendsten Verzeichnis zu Film und Nachhaltigkeit zur Verfügung.

Das übergeordnete Ziel von Filme für die Erde ist es, zum Erhalt der Integrität des Ökosystems der Erde beizutragen. Als Mittel dazu wird Wissen weitergegeben und Bewusstsein geschaffen, mit der Intention Verhalten und Entscheide zu ändern.

Aussteller am Festival

BUND Konstanz***EuroNatur ***Greentours***hautnah***NAJU Baden-Württemberg***ocean-R-evolution***Regionalgruppe im Cradle-to-Cradle e.V.***Together with nature foundation***

Kontakt
Bei Fragen bitte an Juliane Schöll wenden (Projektleiterin Aufbau Filme für die Erde Deutschland).
juliane.schoell@filmefuerdieerde.org oder telefonisch unter 0041 52 202 25 53

https://old.filmsfortheearth.org/events/filme-fuer-die-erde-festival-2018

Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz

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Im „Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz“ finden Akteure der unterschiedlichsten Bereiche mit dem Ziel einer erfolgreichen Umsetzung der Energiewende als Partner zusammen und behalten gemeinsam die Entwicklungen im Landkreis Konstanz im Blick. In regelmäßigen Vernetzungstreffen finden Austausch, Diskussion und Projektpartnerfindung statt. Unterstützt wird die Vernetzung vom Projektleitungsteam, das an der Hochschule Konstanz (HTWG) angesiedelt ist.

Ziele

Die Energiewende in der Region Konstanz und ihre einzelnen Aktivitäten sind skalier- und multiplizierbar. Damit stellt die Energiewende in der Region einen wichtigen Baustein für die Energiewende in Deutschland, in der EU und global dar.

Zentrale Ziele der Energiewende für die Region Konstanz sind:

–  Klimaschutz / Senkung der Treibhausgasemissionen (orientiert an den nationalen Zielen: -80 bis 95% bis 2050 ggü. 1990, bzw. -55% bis 2030, -70% bis 2040)
–  Atomausstieg (völliger Atomausstieg bis 2022)
–  lokal profitieren (langfristig sichere und stabile Energieversorgung kombiniert mit gesteigerter Wertschöpfung und Arbeitsplätzen vor Ort)

Mit der Energiewende in unserer Region wollen wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten, also zu einer hohen Lebens- und Umweltqualität, heute und in Zukunft, hier und anderswo. Dazu muss Energiewende folgende Randbedingungen berücksichtigen:

–  gerechte & sozialverträgliche Kosten-/Nutzenverteilung
–  Umwelt- und Naturschutz
–  demokratisch & partizipativ
–  regional angepasst
–  positive globale Auswirkungen.

Wir feiern – Hauptsache nachhaltig!

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Es wird rot, gelb, diskobunt, ein bisschen blau, aber vor allem grün. Denn wenn wir feiern, dann Hauptsache nachhaltig! Aber auch fair, ökologisch, regional, phänomenal, unerwartet und unvergesslich. Am 6. Juni steigt im Kula die erste nachhaltige Party in Konstanz. Ein Paar wie Blumen und Atommüll? Keinesfalls! Wir zeigen, dass grünes Gewissen und Feierei eine Zukunft haben und dich nachhaltig beeindrucken können.

Wir starten mit den lokalen Helden des Improtheaters. Für nur sieben Euro sprengen die Talente ab 22 Uhr eingefahrene Denkmuster und überkommene Klischees. DJ Bombilla und sein experimenteller Electrosound lösen um 23 Uhr ab und begleiten dich zuverlässig durch eine abwechslungsreiche Nacht: Strampel mit dem Fahrrad gen Fürstenberg und die Uni-Fahrradwerkstatt unterzieht deinem treuen Begleiter einem kostenlosen Routinecheck.

Genieße in der KulaBar ein Bioessen und leg eine gute Grundlage für die Party. Trag in der Fahrradisko zu Stromerzeugung und Partystimmung bei und erfrische dich danach mit einem regionalen Getränk. Aber vor allem und Hauptsache: Feiere, tanz und das alles nachhaltig! Und gar nicht teuer: Denn beim Eintritt kann Elektroschrott für dich wertvoll sein. Wir sammeln von USB-Sticks über CDs bis hin zu Handys alles bis Toastergröße und lassen dich für zwei Euro weniger den Beat genießen.

Eintritt: mit Improtheater 7€, ab 23 Uhr 5€
Wer Elektroschrott (bis Toastergröße) mitbringt, zahlt jeweils 2€ weniger!
Einlass: 21:30 Uhr
Fahrradwerkstatt: 21-1 Uhr
Improtheater: 22 Uhr
> Link zum Kulturladen Konstanz

Initiiert wird die Party von translake und dem Nachhaltigkeitsrat der Uni Konstanz. naturblau+++ unterstützt das Projekt mit Strategie- und Kreativberatung, sowie workshops dazu.
Kommunikationsdesign-StudentInnen der  HTWG Konstanz haben in einem internen Wettbewerb unter Leitung von Prof. Jochen Rädeker Plakatmotive zu dem Event entwickelt.

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Fotos: Prof. Brain Switzer

barcamp Bodensee 2013 in Konstanz

barcamp Bodensee 2013Vom 31. Mai bis 03. Juni 2013 findet mit dem „Barcamp Bodensee“ bereits zum vierten Mal eine „alternative Online-Konferenz“ am Bodensee statt. Wir erwarten zahlreiche Teilnehmer/innen aus DACH sowie Frankreich und hoffen zudem auf Zuspruch aus anderen Nachbarländern. Stattfinden wird das barcamp auf dem Campus der Hochschule HTWG in Konstanz. Die Organisationssprache ist Englisch. Die Vorträge sind nur dann auf Deutsch, wenn kein internationaler Gast im Einzelvortrag anwesend ist.

Das Barcamp Bodensee ist – neben Berlin – eins von zwei internationalen Barcamps in Deutschland. Die Event Serie (barcamps rund um den Bodensee) hat den tag #bcbs. Das Camp in 2013 hat den Social-Web-Hashtag #bcbs13

Barcamps sind Treffen, an denen Menschen teilnehmen, die sich für das Web 2.0, Social Media, Kommunikation und Informatik interessieren. Zweck eines Barcamps ist der freie Austausch von Wissen. Interessant sind Barcamps nicht nur für die Teilnehmer selbst. „Die Region hat die Chance, sich als Web Region zu präsentieren“, sagt Organisator Oliver Gassner. Viele Unternehmen nutzen die Möglichkeit, Kontakte zu zukünftigen Projektpartnern oder Mitarbeitern zu knüpfen. Firmen und Networks aus der ITBranche haben großes Interesse an Barcamps.

Was ist ein barcamp?
Ein Barcamp (häufig auch: BarCamp, Unkonferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (z.B. bei gemeinsamen Programmierworkshops).

Seit dem ersten Barcamp in Palo Alto (Kalifornien) im August 2005 in den Räumlichkeiten der Firma Socialtext werden in Nordamerika, Asien und Europa Barcamps abgehalten. So fanden bereits Ende September 2006 in Berlin und Wien die ersten Barcamps im deutschsprachigen Raum statt.

Barcamps werden von Enthusiasten für Enthusiasten organisiert, die in einer offenen Umgebung lernen und Wissen weitergeben möchten. Folgende Eigenschaften zeichnen einen typischen Barcamp-Besucher aus:

Ablauf
Das Barcamp beginnt am Freitagabend mit einem „get together“. Samstags und sonntags sind Frühstück, Sessionvorstellungen und Lunch geplant. Am Samstagabend ist ein weiteres „get together“ mit optionalen Night-Sessions. Am Sonntag gegen 17 Uhr endet das Camp. Sponsoren und Team treffen sich dann in der Regel zu einem gemeinsamen Abschlussessen.

Gute Vernetzung
Das Barcamp-Publikum ist i. d. R. überdurchschnittlich gut vernetzt, d. h. eher die doppelte bis vierfache Kontaktzahl bei Netzwerken wie XING, facebook und twitter. Das Barcamp-Publikum ist i. d. R. überdurchschnittlich kommunikationsfreudig und twittert, bloggt sowie facebookt über das Event und die Sponsoren

Publikum von Fach
Beim Barcamp-Publikum handelt es sich um Fachpublikum aus den Bereichen IT-Beratung, IT-Entwicklung und Online-Kommunikation. Der Altersschwerpunkt liegt bei 25-35 Jahren, der Frauenanteil bei i. d. R. max. 30%.

Infos & Tickets gibt es unter: www.barcamp-bodensee.de

Nachhaltige Mode beim future fashion day – im Konzil Konstanz am 14. Mai 2013

future-fashion-day-2013-konzil-konstanzDie Hochschulgruppe oikos Konstanz organisiert am 14. Mai im Konzil die erste nachhaltige Modenschau Future Fashion Day.

Der Future Fashion Day ist organisiert unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Konstanz Uli Burchardt und Rektors der Universität Konstanz, Prof. Dr. Ulrich Rüdiger. Das Ziel des Events ist es die Konstanzer und Kreuzlinger Bürger und Experten aus der Region für nachhaltige Mode zu inspirieren und sensibilisieren. Experten bieten den Besuchern drei Vorträge und thematische Workshops über nachhaltige Textil-und Modeproduktion. Diese Vorträge stehen allen offen. Für unsere Workshops, in denen ein aktiver Austausch stattfinden wird, erwarten wir Studenten und Fachinteressierte der Hochschulen aus Deutschland, Österreich (Vorarlberg) und der Schweiz. Do-It-Yourself -Aktionen bieten Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, selbst nachhaltige Mode zu gestalten. Darüber hinaus werden 10 internationale Designer den ganzen Tag lang ihre Kollektionen ausstellen und am Abend auf dem Laufsteg in Szene setzen. Somit wollen wir Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Modeindustrie schaffen und gleichzeitig zeigen, dass Nachhaltigkeit in allen Stilrichtungen möglich ist. Die Vorträge und Workshops starten um 9:00 Uhr, der Catwalk wird gegen 18.30 Uhr eröffnet.

Zahlreiche Modedesigner und internationale Experten derBranche werden an unserem Modetag teilnehmen. Darunter befinden sich u.a. Cocccon (Prakash Chandra Jha, Gewinner von Global Source Award), P.AGE (Ania und Iwona Pilch), Katharina Kaiser, Zierreich (Annete Cronenberg), Börd Shört (Jennifer Tenner), 3FREUNDE (Stefan Niethammer). Um ein nachhaltiges Aussehen unserer Modellen kümmert sich Naturkosmetikfirma Lakshmi.

Finanziert wird der Future Fashion Day ausschließlich durch Sponsoren und Spendengelder. Die Mitglieder von oikos arbeiten ehrenamtlich und neben ihrem Studium intensiv an der Organisation des Events. Unterstützt werden wir von der Art Direktorin der Ethical Fashion Show Paris, Isabel Quéhé, und dem Runway Coach der Berlin Fashion Week, Ernest Look, die uns in organisatorischen Fragen beraten. Wir erfahren außerdem aktive Unterstützung durch das Stadtmarketing Konstanz, Internationale Bodenseekonferenz sowie den Verein der Ehemaligen der Universität Konstanz – VEUK.

Pionierregion Konstanz – fair & regional; Podiumsdiskussion auf der GEWA Messe 2013

naturblau GEWA Messe PodiumsdiskussionAm Donnerstag 2.5.2013, 19:00 Uhr laden die Wirtschaftsjunioren zur Podiumsdiskussion „Pionierregion Konstanz – fair & regional! Heute nicht auf Kosten von Morgen, hier nicht auf Kosten von anderswo.“ ein. Als Keynote-Speaker konnte Gottfried Härle von der Leutkircher Brauerei Härle gewonnen werden.

Eine der fünf strategischen Erfolgspositionen der Wirtschaftsjunioren lautet „ressourcenbewusst und innovationsstark handeln“. Um dieses, gerade für die Wirtschaftsjunioren als Verband junger Unternehmer und Führungskräfte, zentrale Thema zu beleuchten, beschäftigen sich die WJ dabei mit den Wirtschafts- und Standortbedingungen der (nahen) Zukunft.

Themenfelder wie Nachhaltigkeit, Regionalität, gesundes Wirtschaftswachstum und Energiepolitik sind laufend in der Überlegung und stehen im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.

„Was liegt hier näher als die Gewerbeausstellung Kreuzlingen-Konstanz zur Diskussion dieser Themen zu nutzen“ erläutert Timo Schneeweis von AK Innovation&Nachhaltigkeit und Inhaber des bizzcenter24 denn „so weiter wie bisher, gibt es nicht mehr, und wir wollen Alternativen aufzeigen“! Der Standort Konstanz benötigt eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Ressourceneffizienz seiner Wirtschaft. Politik und öffentliche Hand müssen Innovationen in den Bereichen der erneuerbaren Energien, der Material- und Ressourceneffizienz sowie der Umwelttechnologien fördern und voran gehen. Ralph J. Schiel ergänzt: „gerade die jungen Unternehmen bei uns im Kreis Konstanz machen sie sich dazu sehr viel Gedanken – wir wollen dazu einen Beitrag liefern, um die Pionierregion Konstanz weiter voran zu bringen.“

Gottfried Härle stellt seine Thesen eines glaubwürdigen und klimaneutralen Unternehmens vor, und bietet als „best practice“ einen Einblick in die Umsetzung in seinem Unternehmen. Die Brauerei Härle ist die erste und einzige Brauerei in Deutschland, die ihre Biere klimaneutral herstellt und vertreibt. Gottfried Härle ist Mitbegründer und Vorstand des ökologischen Unternehmerverbandes „UnternehmensGrün“.

Für die anschließenden Podiumsdiskussion konnten die Wirtschaftsjunioren folgenden Teilnehmer gewinnen:
– Uli Burchardt
Oberbürgermeister Stadt Konstanz, Autor des Buches „Ausgegeizt“
– Karl-Ulrich Schaible
BUND-Konstanz, Bürger-Energiegenossenschaft „energia Bodensee“
– Timo Schneeweis
Wirtschaftsjunioren Konstanz-Hegau e.V., Wirtschaft pro Klima
– Prof. Dr. Maike Sippel
HTWG Konstanz – Professorin für Nachhaltige Entwicklung

Die Moderation übernimmt Glenn Müller vom schweizer Unternehmerforum Lilienberg. Im Anschluss der Podiumsdiskussion bieten wir beim Apéro nachhaltiges Networking und besichtigen den Marktplatz mit nachhaltig agierenden Unternehmen in und um Konstanz. Der Eintritt ist freiwillig. Anmeldung ist erbeten unter www.wj-konstanz-hegau.de.

> Link zur Keynote Gottfried Härle auf youtube

> Link zur Fotogalerie (Bilder von Thomas Gröpper)

Gemeinwohl-Ökonomie – Vortrag Christian Felber

naturblau-Gemeinwohl-OekonomieDie gegenwärtigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Krisen fordern mutige und entschlossene Visionen und Menschen, die sich an der Entwicklung einer sozial nachhaltigen Zukunft beteiligen. Die Bewegung für eine Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich in diesem Sinne als Impulsgeber und Initiator für weitreichende Veränderungen.

– Auf wirtschaftlicher Ebene entwickelt die Bewegung konkret umsetzbare Alternativen für Unternehmen verschiedener Größe und Rechtsform.
– Auf politischer Ebene strebt die Bewegung für eine Gemeinwohl-Ökonomie rechtliche Veränderungen mit dem Ziel an, ein bedarfsgerechtes Leben für alle Menschen, Lebewesen und unseren Planeten Erde selbst zu ermöglichen.
– Auf gesellschaftlicher Ebene ist die Bewegung eine Initiative der Bewusstseinsbildung für Systemwandel, die auf dem gemeinsamen, wertschätzenden Tun möglichst vieler Menschen beruht. Die Bewegung gibt Hoffnung und Mut für ein am Gemeinwohl orientiertes Handeln.

Christian Felber ist österreichischer Autor und Referent zu Wirtschafts- und Gesellschaftsfragen. Er ist Gründungsmitglied der österreichischen Sparte von Attac, Initiator der „Demokratischen Bank“ und prägte den Begriff „Gemeinwohl-Ökonomie“.

Mit der „Gemeinwohl-Ökonomie“ beschreibt Christian Felber die grundlegenden Elemente einer alternativen Wirtschaftsordnung. Die erste Version dieses Modells (inklusive einer Gemeinwohl-Bilanz) wurde von UnternehmerInnen aus Österreich 2009 bis 2010 entwickelt. Wichtige Themen sind die Auflösung des Wertewiderspruchs zwischen Markt und Gesellschaft und die wirtschaftliche Erfolgsmessung jenseits rein monetärer Werte.

Im Rahmen des Nachhaltigkeits Wintersemester 2012/13 an der  HTWG Konstanz hält Christian Felber am Donnerstag, den 17.01.2013 um 18 Uhr einen Vortrag zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie.

Die Agentur naturblau+++ stimmt dem (entwicklungsoffenen) Modell der Gemeinwohl Ökonomie im großen und ganzen zu (nicht in jedem Detail) und fordert seine demokratische Umsetzung ein. Daher ist naturblau+++ Mitglied bei der Gemeinwöhl-Ökonomie und erstellt als eines der Pionierunternehmen die Gemeinwohl-Bilanz.

Energiewende – Aufgabe der Städte?

naturblau-HTWG-DroegeWas hat die Stadt Konstanz mit Berlin, Tokyo, Sydney und New York gemeinsam? Ihre 85 % Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bei der Energieversorgung, die aus externen Quellen gespeist werden müssen. Momentan werden 95% davon in Form von Öl verbraucht. Mit dieser Eröffnungsfrage hat Prof. Dr. Peter Droege, Präsident von Eurosolar seinen Vortrag eröffnet. Er sprach an der HTWG Konstanz zu dem Thema „Energiewende – Aufgabe der Städte?“ ein im Rahmen der Kampagne “ZukunftsWerkStadt – Konstanzer schaffen Klima” vortrefflich informationsbeleuchtender Beitrag.

Fünf internationale Hochschulen aus dem Bodenseegebiet agieren zusammen im Forschungsprojekt BAER in den Bereichen autonomer Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien, nachhaltiger Raumentwicklung und der breiten Minderung regionaler Klima- und Energierisiken. Zeil ist der Einsatz von 100% erneuerbarer Energien in der Bodenseeregion. Eine zentrale Lösung hierbei gibt der einzig perfekt funktionierende Fusionsreaktor: Die Sonne. Mit Photovoltaik lässt sich 50 mal effizienter Energie gewinnen als wie zum Bsp. mit der Energiepflanze Mais. Thermischer Städtebau ist nicht nur eine Frage der Nachhaltigkeit, sondern eine existenzielle Frage der nahen Zukunft. Die hälfte aller Deutschen Kommunen haben ein Energieunabhängigkeistbesestreben klar formuliert und arbeiten daran. Vorarlberg will bis zum Jahr 2050 energieautonom sein. Das die Stromversorgung bis 2025 in der Bodenseeregion komplett autark sein könnte, wenn die Bestrebungen hierbei von Ländern, Kommunen und Privatleuten weiter intensiviert werden, das haben die ersten Forschungstsudien von BAER eindeutig aufgezeigt. Im Jahre 1914 war ein Drittel der weltweiten Automobilflotte elektrisch betrieben, heute ist es ein kaum messbarer Bruchteil. Wären die Ereignisse vom 11. September 2001 eingetreten, wenn der Mittlere Osten an Stelle von Öl für den Bananenexport bekannt wäre? „Form follows fuel“ – das zeigt sich im Städtebau, bei Shopping Malls, wie viel Raum Parkplätze einnehmen und wie wir unser alltägliches Leben nach fossilen Brennstoffen ausrichten. Das Passivhaus ist tot – es lebe das Aktivhaus. Mit diesen und vielerlei anderen illustren, bewegenden, inspirierenden und provokanten Darstellungen bereicherte Prof. Dr. Peter Droege diesen Themenabend  und brach nicht nur eine Lanze für den bedingungslosen und sofortigen Einsatz regenerativer Energiequellen. Und dies im Sinne und Geiste seines Vorgängers Hermann Scheer.

Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie – VAUDE

naturblau-vaude-htwg-VortragFrau Antje von Dewitz, Geschäftsführerin von VAUDE mit Sitz in Tettnang, hielt in einem wundervoll überfüllten Vortragssaal an der HTWG Konstanz einen Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie“. Das vorbildlich verantwortungvoll handelnde Unternehmen hat sich auf den Weg gemacht, bis 2015 Europas umweltfreundlichster Outdoor-Ausrüster zu werden. Um dieses visionäre Ziel zu erreichen, nimmt das gesamte Unternehmen sich selbst und seine Produkte unter die „Öko-Lupe“. Objektiv messbare Ziele für jeden Bereich geben den Weg vor. Nach dem Vortrag bekam ich die Gelegenheit, Frau von Dewitz zu sprechen und mehr über die VAUDE Nachhaltigkeits-Philosophie zu erfahren.

Wie ist das Unternehmen VAUDE entstanden?
1974 gründete Albrecht von Dewitz die Firma VAUDE, die anfangs Bergsportausrüstung vertrieb und eigene Rucksäcke produzierte. Das war in einer Zeit, in der es den Begriff „Outdoor“ noch nicht gab. In den folgenden Jahren wurde die Produktpalette Schritt für Schritt ausgeweitet. Heute bietet VAUDE die komplette Ausrüstung für den Outdoor- und Bike-Sport und gilt als eine der führenden Outdoor-Marken Europas. Von Anfang an spielten ökologische und soziale Themen bei VAUDE eine wichtige Rolle.

Welche Idee und Philosophie stehen hinter VAUDE?
VAUDE steht für Bergsportkompetenz, Innovation und den verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur. Wir sind ein modernes Familienunternehmen, das ökologische und soziale Verantwortung erst nimmt. VAUDE hat sich auf den Weg gemacht, bis 2015 Europas umweltfreundlichster Outdoor-Ausrüster zu werden. Und das nicht nur gefühlt, sondern aufgrund objektiver, nachvollziehbarer Kriterien. Um dieses Ziel zu erreichen, nehmen wir das gesamte Unternehmen unter die Öko-Lupe. Wir lassen uns in allen Bereichen von unabhängigen Experten prüfen. Das gibt uns Sicherheit, auf dem richtigen Weg zu sein. Dabei freuen wir uns über jeden Nachahmer im sportlichen Wettkampf um den Titel „umweltfreundlichster Outdoor-Ausrüster“. Wettbewerb spornt alle zu besseren Leistungen an, und die Natur profitiert von jedem Engagement.

Von heute aus gesehen: welche Entwicklung hat VAUDE seit der Gründung gemacht?
VAUDE hat sich vom Ein-Mann-Betrieb zu einem der führenden Outdoor-Ausrüster Europas entwickelt. Das Unternehmen erreicht kontinuierliche Zuwachsraten in allen Bereichen. Am Firmenstandort in Tettnang beim Bodensee sind mittlerweile 480 Mitarbeiter beschäftigt. VAUDE zeichnet sich seit jeher durch einen starken Pioniergeist aus. So hat VAUDE zahlreiche Innovationen hervorgebracht, die die ganze Outdoorbranche prägten. Auch wenn es um soziale und ökologische Themen geht, hat VAUDE in seiner Firmengeschichte immer wieder eine Vorreiterrolle eingenommen. Als Öko-Trendsetter der Branche haben wir schon eine Reihe von Meilensteine erreicht.

Seit 2001 arbeiten wir mit dem strengen Umweltstandard bluesign, der die gesamte textile Wertschöpfungskette kontrolliert. Außerdem wurden wir als erstes Outdoor-Unternehmen nach EMAS öko-zertifiziert. Mit der VAUDE Green Shape-Garantie werden Produkte gekennzeichnet, die besonders umweltfreundlich und ressourcenschonend hergestellt werden. VAUDE verfolgt das Ziel, Schritt für Schritt die gesamte Produktpalette umweltfreundlich herzustellen. Seit 2012 ist der Firmenstandort Tettnang und alle dort hergestellten Produkte klimaneutral.

Auch soziale Verantwortung wird bei VAUDE schon immer groß geschrieben. Als Arbeitgeber unterstützt VAUDE seine Mitarbeiter bei der Vereinbarung von Beruf und Familie bzw. Privatleben. Dafür bietet VAUDE einen betriebseigenen Kindergarten, flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitangebote, Home-Office- und Job-Sharing-Möglichkeiten. Dass sich dieses Engagement lohnt, dafür sprechen die Zahlen: 60 Prozent der Belegschaft sind Frauen, 45 Prozent der Führungspositionen sind mit Frauen besetzt. Aber auch weltweit setzt sich VAUDE für faire Arbeitsbedingungen ein, unter anderem durch die Mitgliedschaft bei der Fair Wear Foundation.

Wie werden Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz bei VAUDE in den Unternehmensalltag integriert?
Unsere ganzheitlich Nachhaltigkeitsstrategie, das VAUDE Ecosystem, umfasst alle Bereiche: den gesamten Lebenszyklus der Vaude-Produkte, also Materialauswahl, Design, Produktionsprozesse, Nutzungsphase und Recycling, zum anderen aber auch alle Entscheidungen am Unternehmensstandort, wie zum Beispiel die Nutzung von Ökostrom oder Recyclingpapier. Auf diese Weise nehmen wir unsere Verantwortung für Mensch und Natur systematisch wahr.

Maßgeblich bei der Verwirklichung unserer Ziele ist die Identifikation und der starke persönliche Antrieb der VAUDE Mitarbeiter und der Geschäftsführerin Dr. Antje von Dewitz. Viele VAUDE-ler sind überzeugte Naturliebhaber und wissen, was es zu bewahren gilt. Das motiviert, die eigene Arbeit ökolgisch zu gestalten. So entstehen Spitzen-Produkte mit einem immer geringeren ökologischen Fußabdruck.

Welche Rolle spielt dabei Ökostrom?
Eine sehr wichtige: Seit Mitte 2009 verwendet VAUDE am Firmensitz 100 % erneuerbaren Strom. Die eigene Photovoltaik-Anlage produziert gut eine Drittel des eigenen Stromverbrauchs. Eine weitere PV-Anlage ist gerade im Bau. Insgesamt wird nach deren Fertigstellung 100 % des eigenen Stromverbrauchs per PV produziert.

Wie schwierig ist es, in der Textilbranche nachhaltig zu produzieren?
Die Herausforderung nachhaltig zu produzieren, ist für uns als Outdoor-Unternehmen sehr groß. Die ökologische Ausrichtung ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Von Outdoor-Produkten werden Funktionalitäten wie Wasser-, Wind- und Schmutzabweisung oder Atmungsaktivität erwartet. Um diese Eigenschaften zu gewährleisten, bestehen die Produkte überwiegend aus synthetischen Materialien auf Erdöl-Basis, und ihre technische Performance wird oft über chemische Ausrüstungen erreicht. Gemäß unserer Produktphilosophie „Performance meets Ecology“ lassen wir uns material- und produkttechnisch an „best available technology“ – am neuesten Stand der Technik – messen. Als Mitglied der Fair Wear Foundation werden wir an strengsten Sozialstandards gemessen.

Aber wie bewertet man, ob ein Material, ein Verfahren oder ein Produkt „umweltfreundlich“ ist? Vor allem, wenn es weltweit keinen Maßstab, kein fertiges Bewertungssystem, kein „Zertifikat“ gibt? VAUDE ist in diesem Bereich Pionier und hat ein eigenes Bewertungssystem entwickelt: die Green Shape Garantie. Die Voraussetzungen dafür erfüllen Produkte, die aus mindestens 90 % umweltfreundlichen Materialien bestehen oder mit besonders ressourcenschonenden Verfahren hergestellt werden.

Umweltfreundliches unternehmerischen Handeln und eine umweltfreundliche Produktion kosten mehr, als wir dem Markt weitergeben können. Wir verzichten bewusst auf einen Teil der Marge, was wir uns durch unser starkes Wachstum leisten können.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?
Wir möchten unseren Anteil an Green Shape Produkten in der Gesamtkollektion steigern und unsere Klimaneutralität auf unsere eigenen Produktionsstandorte weltweit und alle dort produzierten Produkte ausweiten.