Buntiversitäts-Stadt Konstanz – Demo für offene, freie und demokratische Gesellschaft – Konstanz ist bunt

naturblau_KN_bunt_klein_finalRund 2000 KonstanzerInnen nahmen an der Demonstration am 28. Januar 2015 vom Konzil zum Münsterplatz Teil.  Ein breites Bündnis rief BürgerInnen unter dem Motto „Konstanz ist bunt“ auf,  in der Konstanzer Innenstadt ein Zeichen gegen Angriffe auf die Demokratie und gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Eine offene, freie und demokratische Gesellschaft ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine permanente Aufgabe für uns alle.

Oberbürgermeister Uli Burchardt und weitere RednerInnen warben auf dem Münsterplatz in Konstanz für Weltoffenheit und Toleranz. > Link zur Rede von Uli Burchardt

Der Konstanzer Gemeinderat verabschiedete bereits in seiner Sitzung am 19. Juli 2012 die Konstanzer Erklärung „FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus”.
In einem beispiellos breiten Bündnis aus Religionsgemeinschaften, Organisationen der Zivilgesellschaft und Parteien beteiligten sich u.a. auch Vertreter der ZukunftsWerkStadt 2.0, der Regionalgruppe Gemeinwohl-Ökonomie und das Netzwerk:Zukunft:Wirtschaft an der Kundgebung.

> Link zur Bildergalerie der Demo

„Wohnen für Hilfe“ in Konstanz: Seezeit vermittelt alternative Wohnpartnerschaften

naturblau-Wohnen-fuer-HilfeSoziales Engagement lohnt sich in Konstanz künftig besonders für Studierende. Gemeinsam mit der Stadt Konstanz initiiert Seezeit Studentenwerk Bodensee das Projekt „Wohnen für Hilfe“. Wer bereit ist, seinen Vermieter beim Einkaufen, im Garten oder bei der Kinderbetreuung zu unterstützen, kann einen großen Teil der Miete sparen. Voraussetzung dabei ist, dass sich Senioren, Familien oder Menschen mit Behinderung finden, die Wohnraum für Studierende anbieten und sich Hilfe bei kleinen Alltagsaufgaben wünschen.

Soziales Engagement und Austausch fördern
„Bei ‚Wohnen für Hilfe‘ bekommen die Studierenden nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern sie können sich sozial engagieren. Wir möchten das mit einem Zertifikat honorieren“, erklärt Helmut Baumgartl, Geschäftsführer von Seezeit. Baumgartl bedankt sich „bei der Stadt Konstanz, die diese Idee sofort offen aufgenommen hat und uns bei der Realisierung finanziell unterstützt.“

Der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt beschreibt die Vorteile des Angebots: „‚Wohnen für Hilfe‘ ist ein fairer Tausch, der beiden Seiten nützt. Zudem fördert das Projekt den Austausch der Generationen und Lebenswelten in unserer Stadt. Gerade für Konstanz ist das Projekt ideal: wir haben viele älteres Bürgerinnen und Bürger, wir haben viele Studierende und wir haben wenig Wohnraum. Wir würden uns freuen, wenn sich viele Vermieter aufgeschlossen zeigen für eine Wohnpartnerschaft mit Studierenden.“

Ein Quadratmeter pro Stunde
Eine Stunde Hilfe pro Monat für einen Quadratmeter Wohnfläche – das ist die Faustregel bei „Wohnen für Hilfe“. Die Aufgaben der studentischen Mieter können fast alles umfassen, angefangen bei klassischen Hausarbeiten wie Fensterputzen oder Einkaufen bis zur Kinderbetreuung oder dem Gassigehen mit dem Vierbeiner. Nicht vorgesehen sind pflegerische Dienste. Die genauen Konditionen halten Vermieter und Mieter in einem Vertrag fest.

„Wohnen für Hilfe“ wird deutschlandweit bereits in 20 Hochschulstädten erfolgreich umgesetzt. Das erste Projekt startete bereits 1992 in Darmstadt. Aber auch in anderen Ländern ist das Konzept unter dem Stichwort „Homeshare International“ geläufig.

Die Kampagne für Konstanz begleitete naturblau+++ konzeptionell und in der Umsetzung. Die Fotografien wurde von Inka Reiter erstellt.

Ansprechpartner-/innen und weitere Informationen:
> Website: www.wfh-konstanz.com
Julia Eppler, Tel +49 7531 – 88 7405,
Verena Kopatsch, Tel +49 7531 – 88 7401
eMail: wfh@seezeit.com

Unternehmen Zukunft – Konstanzer Wirtschaftsveranstaltung

naturblau-Unternehmen-Zukunft-KonstanzDie Stadt Konstanz setzt ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort: Aus Unternehmersicht wurde vor rund 220 Gästen im Konstanzer Konzil über die Chancen und Möglichkeiten für eine erfolgreiche Zukunft diskutiert.

Dies fand im Rahmen einer Präsentation der aktuellen Unternehmensbefragung und des Fachkräftemonitorings für Konstanz und die Region statt. Eine überdurchschnittlich hohe Rücklaufqoute bei der Befragung der Konstanzer Unternehmen bildete eine solide Grundlage für aussagekräftige Fakten zu den Stärken, Schwächen und Optionen für den Standort momentan und in Zukunft.

Diese Erkenntnisse wurden von namhaften Unternehmern selbst auf dem Podium und im Publikum diskutiert: Bert Klebl (LDC), Johannes Kirmaier (Transco Süd), Marina Seeberger (Fuchs GmbH), Gero Lüben (exorbyte GmbH), Lisa Sophia Friedrich-Schmieder (Kliniken Schmieder KG), Armin Karl (Ingun Prüfmittelbau GmbH) und Oberbürgermeister Uli Burchardt. Auch Interessenvertreter von Handwerkskammer und IHK kamen zu Wort. Professionell, dramaturgisch ausgefeilt und für das Publikum kurzweilig führte Martina Meisenberg als Moderatorin durch die Veranstaltung.

Die Veranstaltung überzeugte die Teilnehmer durch das ungewöhnliche Format und die hohe Qualität der einzelnen Beteiligten. Auch beim anschließenden Apero war die positive Stimmung und Zukunftszuversicht der Teilnehmer in den Einzelgesprächen deutlich zu spüren.

Die Organisatoren des Events Christina Groll von der Wirtschaftsförderung, Eberhardt Baier vom Hauptamt der Stadt Konstanz, sowie Friedhelm Schaal ebenfalls von der Wirtschaftsförderung haben hier eine Messlatte gelegt, die anregt, motiviert und Lust auf weitere positive Wirtschaftssignale macht.

Trotz aller kürzlich zurückliegender – oft auch medial aufgebauschter – vermeintlicher Rückschritte durch den Abgesang einiger weniger größeren Unternehmen wurde mir hier eines wieder ganz klar: Das Jammern und Zähneklappern über insbesondere Wohnungs- und Verkehrssituation ist zwar in Teilen sicherlich berechtigt, aber ganz sicher auf einem sehr hohem Niveau. Uns allen geht es hier wirtschaftlich und privat so was von gut, dass ich hierfür im Duden leider keine adäquate Begrifflichkeit finden konnte.

Mein persönlicher Eindruck wurde auch darin bestärkt, dass auch Zukunft keine großen Wirtschafts-Player – die schnell kommen und noch schneller gehen – für das eigentliche Potential und den wirtschaftlichen Erfolg von Konstanz entscheidend prägend sein werden. Gerade die Heterogenität und dienstleistungsbezogenen Schwerpunkte des hiesigen Unternehmertums zusammen mit den lebensqualitativ herausragenden Umgebungssituationen werden das Geschick der Stadt bestimmen. Zusammen mit den „Hidden Champions“, regionalen und – von mir aus auch mal – globalen Leuchttürmen ist dies das Kapital, auf das die Stadt und Politik setzen muss.

Notwendig ist hierzu eine klare, nachhaltige Profilierung der Stadt Konstanz und eine zielgerichtete Weiterführung und Erweiterung der Idee der ZukunftsWerkStadt. Im Vordergrund stehen nicht Gewinnmaximierung der Unternehmen und ungezügelter Konsum der Bürger, sondern eine unternehmerische und gesellschaftliche Werteorientierung, die eine tragfähige Haltung für kommende Generationen im Einklang mit sozialen und ökologischen Aspekten vereint. Oder, um es mit dem von Dr. Heiner Geißler mitgetragenen Terminus zu umschreiben: „Unsere Zukunft liegt in der Ökosozialen Marktwirtschaft.“

> Link zur Eröffnungsrede von Dr. Heiner Geißler im Rahmen der Veranstaltung „Erst der Mensch, dann der Markt.“

Unternehmen Zukunft Konstanzer Wirtschaft
vlnr: Oberbürgermeister Uli Burchardt, Marina Seeberger (Fuchs GmbH), Armin Karl (Ingun Prüfmittelbau GmbH), Martina Meisenberg (Moderation), Gero Lüben (exorbyte GmbH), Lisa Sophia Friedrich-Schmieder (Kliniken Schmieder KG) – Bild: von Stadt Konstanz zur Verfügung gestellt.

Pionierregion Konstanz – fair & regional; Podiumsdiskussion auf der GEWA Messe 2013

naturblau GEWA Messe PodiumsdiskussionAm Donnerstag 2.5.2013, 19:00 Uhr laden die Wirtschaftsjunioren zur Podiumsdiskussion „Pionierregion Konstanz – fair & regional! Heute nicht auf Kosten von Morgen, hier nicht auf Kosten von anderswo.“ ein. Als Keynote-Speaker konnte Gottfried Härle von der Leutkircher Brauerei Härle gewonnen werden.

Eine der fünf strategischen Erfolgspositionen der Wirtschaftsjunioren lautet „ressourcenbewusst und innovationsstark handeln“. Um dieses, gerade für die Wirtschaftsjunioren als Verband junger Unternehmer und Führungskräfte, zentrale Thema zu beleuchten, beschäftigen sich die WJ dabei mit den Wirtschafts- und Standortbedingungen der (nahen) Zukunft.

Themenfelder wie Nachhaltigkeit, Regionalität, gesundes Wirtschaftswachstum und Energiepolitik sind laufend in der Überlegung und stehen im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.

„Was liegt hier näher als die Gewerbeausstellung Kreuzlingen-Konstanz zur Diskussion dieser Themen zu nutzen“ erläutert Timo Schneeweis von AK Innovation&Nachhaltigkeit und Inhaber des bizzcenter24 denn „so weiter wie bisher, gibt es nicht mehr, und wir wollen Alternativen aufzeigen“! Der Standort Konstanz benötigt eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Ressourceneffizienz seiner Wirtschaft. Politik und öffentliche Hand müssen Innovationen in den Bereichen der erneuerbaren Energien, der Material- und Ressourceneffizienz sowie der Umwelttechnologien fördern und voran gehen. Ralph J. Schiel ergänzt: „gerade die jungen Unternehmen bei uns im Kreis Konstanz machen sie sich dazu sehr viel Gedanken – wir wollen dazu einen Beitrag liefern, um die Pionierregion Konstanz weiter voran zu bringen.“

Gottfried Härle stellt seine Thesen eines glaubwürdigen und klimaneutralen Unternehmens vor, und bietet als „best practice“ einen Einblick in die Umsetzung in seinem Unternehmen. Die Brauerei Härle ist die erste und einzige Brauerei in Deutschland, die ihre Biere klimaneutral herstellt und vertreibt. Gottfried Härle ist Mitbegründer und Vorstand des ökologischen Unternehmerverbandes „UnternehmensGrün“.

Für die anschließenden Podiumsdiskussion konnten die Wirtschaftsjunioren folgenden Teilnehmer gewinnen:
– Uli Burchardt
Oberbürgermeister Stadt Konstanz, Autor des Buches „Ausgegeizt“
– Karl-Ulrich Schaible
BUND-Konstanz, Bürger-Energiegenossenschaft „energia Bodensee“
– Timo Schneeweis
Wirtschaftsjunioren Konstanz-Hegau e.V., Wirtschaft pro Klima
– Prof. Dr. Maike Sippel
HTWG Konstanz – Professorin für Nachhaltige Entwicklung

Die Moderation übernimmt Glenn Müller vom schweizer Unternehmerforum Lilienberg. Im Anschluss der Podiumsdiskussion bieten wir beim Apéro nachhaltiges Networking und besichtigen den Marktplatz mit nachhaltig agierenden Unternehmen in und um Konstanz. Der Eintritt ist freiwillig. Anmeldung ist erbeten unter www.wj-konstanz-hegau.de.

> Link zur Keynote Gottfried Härle auf youtube

> Link zur Fotogalerie (Bilder von Thomas Gröpper)

Ergebnis OB Wahl Konstanz 2012

Herzlichen Glückwunsch an Uli Burchardt zum klaren Wahlerfolg der Oberbürgermeisterwahl! Ich freue mich auf eine handlungskompetente Persönlichkeit und baue auf die Fundamente seiner visionären Kraft mit großem Einfluss auf eine verantwortliche Stadtentwicklung.

Für Konstanz wäre es sicher von Vorteil, wenn Frau Dr. Sabine Seeliger sich weiterhin mit ihren vielen guten und praktikablen Ideen in das Stadtgeschehen konstruktiv einbringt und hierbei Gehör und Unterstützung findet.

Danke lieber Südkurier, dass die Ergebnisse und Berichte vom Wahltag aktuell – und nun wieder kostenlos – online zu sehen sind.

An Frau Sabine Reiser geht ein Dank für die Investition von einem stattlichen Wahlbudget von über 60.000 Euro in unsere Stadt. Hoffentlich gehen nicht allzu viele ihrer Unterstützer auf  Grund von einem möglichen Erfolgsbeteiligungsmodell leer aus. Ich wünsche bei der Weiterreise im Zuge ihrer Politikkarriere alles Gute.

Gute Reise Frau Reiser
Vor der Projektion des vorläufigen Endergebnisses im Rathausinnenhof; Foto: anonymous

Die Wahl ist rum, viele neue zwischenmenschliche Erkenntnisse sind gewonnen worden. Viele Leute haben teils überraschende Farben bekannt. Manche offen, manche versteckt. Die Konstanzkugel dreht sich weiter und wir alle zusammen mit ihr.

Plakatmotive zur OB Wahl Konstanz 2012 im Vergleich

Am 15. Juli 2012 findet der zweite Wahlgang statt, der den KonschtanzerInnen einen neuen Oberbürgermeister bescheren wird. Drei der ursprünglich 13 KandidatInnen sind noch (ernsthaft) im Rennen: Uli Burchardt, Dr. Sabine Seeliger, Sabine Reiser. Wie sehen die Plakate aus, mit denen die Lager auf Stimmenfang gehen? Zuweilen ist es in der Politik wie beim Design – das Argument bzw. der Bewerber will auch anständig präsentiert werden. Beim Werben um die Wählergunst und -stimme entscheided nicht nur, was dahergesagt wird, sondern auch wie es kommuniziert und transportiert wird. Das  Medium Wahlplakat im öffentlichen Raum ist dafür wunderbar geeignet, man muss es halt auch gut zu nutzen wissen. Dann mal los:

 

Plakatmotiv Nr. 1: Uli Burchardt

Wahlplakat Uli Burchardt

Auf dem Plakatmotiv lächelt einem ein charmanter Wunschschwiegersohn aller Mütter offen und sympathisch entgegen. Eine schicke Brille und ein kecker Ohrring sind seine Accessoires. Darunter sehen wir in moderner Typografie seinen Namen mit einem Punkt versehen. So sei es. Die Internetadresse und der Slogan „Echt Konstanz“ ergänzen den schlichten und aufgeräumten Gesamteindruck. Ein sonnig-warmes Farbenspektrum im Fotomotiv wird mit dem leicht geschwungenen Einsatz eines Blautons hinter dem Slogan kombiniert. Es gibt lediglich eine Variante des Plakatmotives an den Laternenmasten in der Stadt zu sehen bisher. Wer will, dem fällt’s angenehem auf und folgt dem Grundsatz „Weniger ist Mehr“. Wer unken mag, der könnte noch anmerken, dass wenn das Plakat allein zu sehen ist, man nicht weiß worum es dabei geht. Nämlich um eine Kandidatur zum Oberbürgermeister. Dies ist jedoch ob der mannigfachen Plakatflut, v.a. an Orten von größerem öffentlichen Interesse, schnell obsolet. Schöne Kampagne – gratuliere den Machern und der begleitenden Agentur dazu.

 

Plakatmotiv Nr. 2: Dr. Sabine Seeliger

Sabine Seeliger

An Bodenaufstellern und Laternenmasten wirbt Dr. Sabine Seeliger visuell um die Gunst der Wähler. Bei der Gestaltung ist oben ihr Namen in Weiß gefolgt von dem roten Schriftzug „OB für Konstanz“ zu sehen. Darunter ihr Portraitfoto vor grünem Hintergrund – hübsch passend zur Parteizugehörigkeit. Im unteren Bereich links die Internetadresse und auf der rechten Seite ein Dreiklang: Gemeinsam …denken …gestalten …handeln. Ebenfalls vor einer grünen Farbfläche, welche noch abgetönt einige von Tropfen erzeugte Wasserringe aufzeigt (Warum denn nur? ich finde es regnet doch gar nicht so oft in Konstanz?) Gestalterische Punktabzüge gibt es bei der Fotomotivauswahl. Hier könnte man den Eindruck gewinnen, dass Frau Seeliger – ihrem etwas ungläubigen Gesichtsausdruck nach – vom Fotografen überrascht wurde. Es gibt auch Defizite bei der Typografie. Rote Schrift auf grünen Grund ist nicht gerade lesefreundlich, schon gar nicht in der Fernwirkung. Die seltsamen drei roten Punkte vor den Schlagwörtern stehen in der Mitte der Wörter wie Aufzählungspunkte und nicht unten. Das ist gestalterisches Grundhandwerkzeug, das man in der Liga einfach können muss. Frau Seeliger kann das ja selbst politisch-inhaltlich auch wesentlich besser im Vergleich dazu. Dennoch der Gesamteindruck ist auch hier nett und aufgeräumt.

Ein Plakatmotiv-Update erschien pünktlich zum zweiten Wahlgang. Neuer Slogan, neues Bild (jetzt auch mit Lächeln!) – insgesamt klarer und besser. Auch an Nachhaltigkeit bei der Werkstoffwahl wurde gedacht: Papierplakate (recycling), auf wiederverwendbaren Leimholzplatten aufgezogen. Sauber sog i.

Sabine-Seeliger-Plakat-neu
Foto: Marco Walter

 

Plakatmotiv Nr. 3: Sabine Reiser

Sabine_Reiser

Als Plakat und als kleiner Aufsteller und als großer Aufsteller und als Wahlmobil und wenn man Pech hat auch noch persönlich bekommt es der Nutzer des öffentlichen Raumes mit Sabine Reiser zu tun. Hier wird nicht gekleckert, sondern anständig geklotzt. Und wehe, jemand ist ihrem jokerhaften Dauergrinsen noch entronnen bisher in der Peitschenschlagwahlkampagne der Frau Reiser. Zurück zum Plakat: Das obligatorische Portraitfoto ist hier freigestellt vor Weißer Fläche. Oben ein kleiner grüner schräger Farbbalken und unten eine hellblaue Farbfläche mit Name und Internetadresse, nebst QR Code. (ob mein Handy wohl zu grinsen beginnt, wenn ich den einscanne?) „Moderne Politik für eine offene Stadt“ ist der Slogan. Insgesamt recht sauber und solide gemacht. Drei Minuspunkte gibt es hierbei: Erstens: Der Grafiker-Praktikant hat die Haare der Dame nicht sauber und fein freigestellt – an solch einer Föhnfrisur scheitert selbst Drei-Wetter-taft in der Realität. Zweitens: Die Internetadresse ist unglücklich lang gewählt und birgt ein gewisses „ich brauch lang und verschreib mich mal gern-Risiko“ in sich. Und Drittens: Die Kandidatin selbst.

 

So, und damit die anderen KandidatInnen, die nicht mehr zum zweiten Wahlgang angetreten sind – oder in drei Fällen es hätten besser bleiben lassen-, auch bedacht werden, hier noch ein Schnelldurchlauf derer Plakate:

 

Benno Buchczyk

Benno_Buchczyk

Seine eigenen Plakate: gruselig.
Seine Guerilla-Marketing-Idee mit dem (legalen!) Ergänzen der anderen Mitbewerberplakate mit „…oder Benno!“: genial.

 

Andreas Kaltenbach

Andreas Kaltenbach

Aus Konstanz. Mit Konstanz. Für Konstanz…Für die Katz.

 

Martin Luithle

Martin_Luithle

Die Abkürzung „ML“ im runden Button erinnert ein bisschen an das „RW“ Logo von Robbie Williams. Sein Gesicht eher nicht. Auch besser so, sonst wäre es da womöglich noch zu Verwechslungen beim ersten Wahldurchgang gekommen.

 

Mykola Neumann

Mykola-Neumann

Passend zur Fussball EM – nicht zu einer OB Kandidatur.

 

Henning Tartsch

Großes Auto, große Sprüche, falscher Film.
Und dazu auch noch selbst ’ne Werbeagentur. Da erwartet man sich echt mehr (wenigstens grafisch).

 

Sven Zylla

Sven Zylla

Anfangs die Hoffnung auf etwas Unkonventionelles, leider durch 08/15-Kampagne enttäuscht.
Als Mensch sehr nett und sympatisch. Besser so als anders rum.

 

Klaus Springer

Klaus-Springer

Handgestrickt. Gesicht verschattet. Hinter’m Pfosten hat noch keiner ’nen Preis gewonnen; und schon gar kein Bürgermeisteramt.

 

Von den anderen MitbewerberInnen Silvia Großmann, Roman Urban, Thomas Linz und Sonstige liegen mir leider keine Plakatmotive vor. Wer weiß, wozu das aber auch sein Gutes haben könnte. Der öffentliche Raum ist ja eh schon genug visuell verschmutzt.

 

 

Oberbürgermeisterwahl in Konstanz 1. Juli 2012

Uli Burchardt
Foto: Kuhnle + Knöd­ler, Radolf­zell

Auf in den Wahlkampfendspurt um das Amt des neuen Oberbürgermeisters in Konstanz.

Kleiner Leitfaden hierzu:
1. informieren: z.B. hier: www.seemoz.de  oder  hier: www.see-online.info/category/obwahlkn2012
2. am Sonntag 1. Juli zum Wählen gehen
3. Wer noch nicht weiß, wen genau, der frägt ganz einfach uns – wir geben gerne Auskunft, wer unserer Meinungs nach der Beste für unsere Stadt und Zukunft ist.

Hilfreich dabei ist auch immer, wenn man weiß, was man nicht will; z.B. keine, die schon mehrfach bei anderen Wahlen angetreten und gloreich gescheitert ist, keinen der nach außen hin eine grüngewaschene Werbeklitsche hat und gleichzeitig mit Kunden aus der Rüstungsindustrie Geld verdient und auch keinen, der seine Narrenkappe mit einem verantwortungsvollen Amt verwechselt.

Ausgegeizt! Wertvoll ist besser – Das Manufactum-Prinzip

“ Es ist für uns alle an der Zeit, die Augen zu öffnen. Es ist an der Zeit zu verstehen, dass unsere Gier und unser Geiz eine Wirtschaft geformt haben, die umzufallen droht wie eine Fichtenmonokultur im Orkan.“ Uli Burchardt

Uli Burchardt „Markenförster“, Marketing- und Vertriebschef bei Manufactum, Marketingexperte und Managementberater ist in Radolfzell ansässig und hat sich für das Oberbügermeisteramt von Konstanz beworben.

> Link zum Campus Verlag (inkl. Leseprobe)

> Link zu einem Kurzinterview mit Uli Burchardt

> Link zur Webseite von Uli Burchardt

> Link zu Manufaktum

Zum Buch Ausgegeizt:
„Geiz bleibt Geiz: Die Strategien der Discounter und Billigheimer haben ausgedient. Immer mehr Menschen wollen Produkte, die werthaltig sind, auf faire und ökologisch verträgliche Weise hergestellt und nicht um den ganzen Globus gereist, bevor sie in den heimischen vier Wänden landen. Dass sich Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg verbinden lassen, haben einzelne Unternehmen in den letzten Jahren erfolgreich vorgeführt. Uli Burchardt, der Marketing- und Vertriebschef bei Manufactum war, gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens, lüftet die Geheimnisse seines Erfolgs und zeigt, wie sich zwischen guten Produkten und gutem Marketing unterscheiden lässt.“