Weltladen Dettingen feiert 25 Jahre Jubiläum am Sa. 6. Oktober

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Feiern Sie von 11- 17 Uhr mit beim 25 Jahre Fest des Weltladen Dettingen mit einem Jubiläumsmarkt, einem Familiengottesdienst und einem Konzert beim Katholischen Pfarrheim Dettingen.

Es gibt folgende Programmpunkte:

• Aussteller mit einem vielfältigen Angebot an Textilien, Kunsthandwerk und Lebensmitteln aus Fairem Handel
• Kinderschminken,  afrikanisches Haareflechten  und vieles mehr für Kinder
• Tombola
• Langer Einkaufssamstag  im Weltladen
• Afrikanische Küche, Kaffee und Kuchen, Getränke

Weltladen Dettingen
Dingelsdorfer Straße 2
78465 Konstanz
www.weltladen-dettingen.de

Anfahrt:
Sie finden Pfarrheim und Weltladen in Dettingen am Ortsausgang Richtung Dingelsdorf. Buslinien 4/13 und 13/4 bis „Dettingen Ortsmitte“. Beschränkte Parkmöglichkeiten.

Der Weltladen Dettingen wurde im Herbst 1993 unter dem Dach der kath. Kirchengemeinde St. Verena gegründet, im Jahr 2002 konnte er in den Weltladen-Neubau umziehen. Der Weltladen wird rein ehrenamtlich getragen. Als Fachgeschäft für Fairen Handel bietet er ein umfassendes Angebot an Lebensmitteln sowie hochwertigen Handwerksprodukten an. Ziel der Weltläden ist es, zu mehr Gerechtigkeit im Handel mit den Ländern des Südens beizutragen.

 

Festivals feste feiern – Grüner Spaß für alle

Wacken Green FestivalMit dem Sommer kommt auch die Zeit der Musikfestivals. Jährlich strömen riesige Zuschauermengen zu diesen Großevents. Um die Natur zu schonen, setzen deswegen immer mehr Veranstalter auf sogenannte «Green Events». Oberstes Ziel ist dabei der nachhaltige Schutz der natürlichen Ressourcen. Dazu ist eine genaue Planung und Organisation im Vorfeld der Veranstaltung notwendig. Vor allem die Themen Abfall, Energie, Verkehr und Transport, Landschaft und auch Lärm sind primäre Aufgabenstellung, die möglichst nachhaltig und umweltfreundlich gelöst werden müssen.

Die Verantwortung liegt da z.T. bei den Organisatoren. Aber auch jeder einzelne kann hier mit ein paar einfachen und wirkungsvollen Maßnahmen zu einem unbeschwerten Abfeiern für Mensch und Natur beitragen:

Verkehr:
– Nutzt den ÖPNV (Zug, Bus, Bahn, Tram)
– kommt mit dem Rad, wenn möglich
– bildet Fahrgemeinschaften, oder tramped
– kompensiert anfallendes CO2 über https://www.atmosfair.de

Abfall:
– vermeidet Einweg- und Wegwerfgeschirr und -Besteck
– Trennt den Müll auch bei Campen
– keine Einweggrills verwenden
– keine Campingausrüstung (z.B Pavillons) entsorgen; lieber Qualität kaufen und mehrfach verwenden, oder weiter verkaufen
– verwendet keine Einweg-Plastikflaschen, diese sondern in der Hitze auch gesundheitsschädliche Stoffe ab. Aluminium und Trinkschläuche halten Getränke kühler und daraus schmeckt es auch besser.

Festival 4 nature – take your trash – just leave your footprint

Energie:
– nutzt keine Strom, oder gar Dieselaggregate, diese haben eine sehr geringen Wirkungsgrad und sind im Unterhalt sehr teuer
– verwendet LED Lampen fürs Campen, Stirnlampen, im Zelt
– verwendet keine Wegwerfbatterien, sondern wiederaufladbare Akkus. Diese sind auch viel günstiger bei mehrmaligem Gebrauch

Lebensmittel:
– das von zu Hause mitgebrachte Essen kann in Frischhalteboxen und nicht in Alufolie eingepackt werden
– reduziert oder vermeidet ganz Fleisch beim Grillen und kreiert leckere vegetarische und vagere Alternativen
– Grillen mit Biogas, Elektro mit Ökostrom oder heimischer Holzkohle
– keine chemischen Drillanzünder verwenden, sondern Anzünde aus zertifiziertem Holz und Wachs
– saisonales Essen vor Ort einkaufen
– Bio Biere und Bio-Softdrinks sind immer lecker und frisches Leitungs- und Quellwasser sowieso
– immer mehr Festivals bieten auch vegetarische und vegane Essen an; steigende Nachfrage sort für steigendes Angebot – also fragt gerne nach.

Konsum:
– Am Merchandising-Stand kann zudem nach T-Shirts aus fairem Handel und/oder Biobaumwolle gefragt werden.
– Vermeidet Plastiktaschen und nehmt lieber cool bedruckte Stofftaschen (Bio-Fair)
– mal kurz drüber nachdenken, ob man alle Fanatiker und Gimmicks vom Festival auch wirklich braucht zu Hause 😉

Darüber hinaus kann die Umwelt auch geschont werden, indem man sich nach Events umsieht, die ökologisch handeln und selbst vor Ort zur Tat zu schreiten.

Auf einen heißen Festival-Sommer

 

(Quelle: Lexikon der Nachhaltigkeit, u.a.)

Veggie Dinner Konstanz

Veggy Day KonstanzKonstanz isst klimafreundlich, unter diesem Motto wurde einer der vielleicht letzten schönen Sonnentage des Jahres genutzt und ein spontanes VeggieDinner auf dem Münsterplatz veranstaltet. Wie schon 2012 galt wieder, jeder bringt etwas leckeres klimafreundliches zu essen sowie Besteck und Teller mit – um die Tische wurde sich vom engagierten Organisationsteam um Felix Müller gekümmert. Neben spannenden Gesprächen und vielen neuen Kontakten gab es jede Menge super leckere Beiträge zum Dinner.

Der Veggieday ist ein fleischfreier Tag in der Woche und eine Möglichkeit, wie jeder von uns ganz einfach etwas für den Klimaschutz tun kann. Er ist lecker, gesund und macht “nachhaltig” satt. Dabei geht es aber weder darum, den Sonntagsbraten abzuschaffen noch vorzuschreiben, wer wann was essen darf. Jeder darf selbst entscheiden ob er oder sie einen Veggieday bei sich zu Hause einführt und wenn ja an welchem Tag oder welchen Tagen. Ganz nach dem Motto „jede Mahlzeit zählt!“ Da es aber gemeinsam leichter fällt schlagen wir vor: Donnerstag ist Veggieday

Ziel ist es, dass an einem Tag in der Woche Konstanzer Schulen, Kitas, Mensen und Kantinen auf Fleisch verzichten und stattdessen ausschließlich oder zumindest deutlich mehr vegetarische Gerichte anbieten. Neben öffentlichen Einrichtungen dürfen sich natürlich auch Restaurants, Betriebskantinen und alle Konstanzerinnen und Konstanzer am Veggieday beteiligen und einmal pro Woche bewusst auf Fleisch verzichten. Wenn alle Konstanzer auch nur einen Tag in der Woche auf Fleisch verzichten, würde das rund 11.000 Tonnen CO2 einsparen, das entspricht dem jährlichen CO2 Ausstoß von etwa 6.300 Durchschnitts PKW.

In Deutschland wird die Kampagne zur Einführung eines Veggietages vor allem vom Vegetarierbund Deutschland (VEBU) getragen. Zu den Partnern des VEBU zählen die Albert Schweitzer Stiftung, Oxfam, Plant-for-the-Planet und die Global Marshall Plan Initiative.

Im Januar 2010 hat Bremen als erste Stadt in Deutschland den fleischfreien Donnerstag eingeführt. Das Projekt wurde von der Bürgerstiftung Bremen umgesetzt und wird vom rot-grünen Senat unterstützt. Seitdem haben zahlreiche Städte beschlossen, sich der Initiative anzuschließen. Besonders breit ist die Unterstützung von Großküchen und Restaurants in Münster, Marburg und Göttingen. Vor allem Unimensen haben in größerer Zahl vegetarische Tage eingeführt.

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Discounter – ALDI guten Sachen?

naturblau-discounter-logosFür ALDIjenigen, die glauben, dass es immer noch NORMAl ist, bei jedem Einkaufen so viele Schnäppchen wie möglich zu machen, denen sei gesagt, das ist ganz einfach NETTO in Ordnung ist, wenn wir hier auf Kosten von anderswo leben. Die Kinder in Indien, Bangladesch und auf den Philippinen können ein LIDL davon singen: PRO MARKT bleibt nur etwa null KOMMA10 Prozent das Kaufpreises dort hängen, wo’s mal hergestellt wurde.

JA! hast Du denn noch alle TAKKO im Schrank, wenn Du denkst, es ist doch viel PRAKTIKER, zum Schnelldreher ums Eck zu gehen? So NAHKAUF ich sonst selten ein.

Ich TREFF3000 Entscheidungen jeden Tag, ich KAUF LAND und TCHIB kräftig mit O, wenn’s drum geht 20% auf alles, inklusive dem gsunden Menschenverstand zu bekommen. Das ist doch die geistige Totalräumung bei der Partei NPDiscount! PLUS die Tatsache, dass „wer den PENNY nicht ehrt, den INTERSPAR nicht wert“ sein soll.

Wenn keiner METRO denkt, dass man vieles auch auf dem MARKTKAUFen könnte und es in der REALität nicht der HIT ist, den Herrn MÜLLER und seine V-MARKT beim Ausverkauf der Fairness zu unterstützen, dann bleibt uns nur zu HOFER, dass es uns nicht irgendwann mal selbst so ergeht. Na, da KIK’ste wa? Ein Europa für 1 EURO ist leider nicht zu haben.

Und wenn’s meinst, des KODIr nix mehr passieren, dann TEDi Dir raten, dass Du nicht wegen jedem kleinsten Einkauf mit dem CARREFOURs NKD fahren solltest.
MEDIA MARKT des einfach keinen Spaß mehr DENNER Leut‘ beim zu KONSUMieren zu zu schaun und wenn’s mit  no oana und noch no oana DISKA komma.

SATURNen einfach so weiter vor sich hin, als ob nix wär‘. DISCOUNT i no ewig so weiter führn, aber i glaub des SPAR i mir erst a mal.

 

Anm: dies ist eine kleine Hommage an Willy Astor, dem Meister der Wortpirouetten himselbst 😉

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Harald Welzer – Selber Denken

Harald Welzer - Selber DenkenProf. Harald Welzer, der führende deutsche Sozialpsychologen sprach Im Rahmen des Nachhaltigkeits Sommersemesters 2013 der HTWG Konstanz mit Meinhard Schmidt-Degenhard über seine aktuellen Forschungen und Projekte. Titel der Veranstaltung war „Rückblick auf die Zukunft“.

„Unterm Strich zähl‘ ich“. Am Beispiel dieses Werbeslogans der Postbank macht Harald Welzer den Ausdruck einer gesellschaftlichen Haltung von Hyperkonsum, Gier und Egozentrik deutlich. Es geht um die Tatsache, dass jeder Mensch ca. 10.000 Dinge besitzt und was das für Folgen auf sein Wirken und seine Umwelt hat. 50.000 Produkte im Supermarkt führen zwangsläufig zu immer merh ansteigendem Konsum, kürzeren Produktzyklen und somit auch mehr Müll. Das geht momentan noch, ist aber immer auf Kosten von anderen – sprich meist zu Lasten von anderen Ländern, die das 5 Euro T-Shirt bei uns mit einem wesentlich höheren Preis bezahlen müssen. Die Organisationsvorteil der reichen Länder und der Klimawandel tragen zu einer erzwungenen Migration bei und im Gegenzug steigt die Grenzsicherung gegenüber den Klimaflüchtlingen.

Weiteres Wachstum kann hier sicherlich nicht die Lösung sein. Vielmehr eher der Weg der Verringerung von Effizienz, und die Abkehr von einem scheinbar immer besseren, schnelleren, erweiterten und bequemerem Lebensstil. Der Kapitalismus hat sich im Laufe der zeit verselbständigt, gräbt seine eigenen Grundlagen ab, auf denen er aufgebaut wurde, wie z.B. Ressourcen und soziale Gefüge und gleicht somit dem Zauberlehrling, der der Geister nicht mehr Herr wird, die er rief. Fremdversorgerstrukturen nehmen zu, die eigene Verantwortung in der Umkehr ab. Wir bekommen vieles fixfertig präsentiert und müssen kaum mehr selber denken, was wirklich richtig und falsch ist. Wir haben immer weniger Wirksamkeitserfahrungen und echte persönliche Erfolgserlebnisse. Und das nur, um den zivilisatorischen Standard aufrecht zu erhalten zu versuchen.

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Bild: Thomas Langreder, Fischer

Und dabei glauben nur noch 13% der Bundesbürger, dass es ihre Kinder einmal besser haben werden, als sie selbst. Ist das nicht ein direktes Zeichen, das da was Falsch auf Pump und mit eingebautem Verfallsdatum läuft gerade?
Was kann man jetzt und hier tun? Wissen anhäufen? Moralin vergießen und ein bigotte Haltung einnehmen? Prof. Harald Welzer gibt auch hierauf ein klare Antwort: Die Praxis. z.B. Mikrogenossenschaften, Transition Towns und Tauschhandel als direkt und sofort umsetzbares Mittel. Dies macht Sinn und erzeugt auch noch ein gutes Gefühl. Dinge einfach mal anders tun, als gewohnt. So wie der Schuhhersteller aus dem Waldviertel der alle regeln des klassischen BWL einfach über den Haufen geschmissen hat was Gehaltsstrukturen, Lieferantenketten und soziale Regeln in seinem Betrieb betrifft – und damit überaus erfolgreich ist. Lokale Kulturen etablieren und dabei den nachhaltigen Aspekt immer mit dem sozialen Verbinden, das ist ein vielversprechender Weg für ein Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. Diese Veränderung der Praxis ist ein Prozess, den man üben muss. Im privaten und im geschäftlichen.

Auf meine Frage hin, was er denn für einen Tip für einen Kommunikationsdesigner hätte, wie man mit Branding und Werbung umgehen soll, schreibt mir Herr Harald Welzer dann als Widmung in das Buch Selber Denken: „Tip: Für eine andere Haltung werben.“ Das werde ich sicherlich beherzigen. Im Blauton stimmen naturblau+++ und der Bucheinband von Selber Denken ja schon mal überein. Die Inhalte, das ist es, woran wir arbeiten und steig besser werden wollen.

weitere Infos: futurzwei.org

 

Nachhaltige Weihnachten – Tipp 05 & 06

naturblau-WeihnachtsgansTipp 05: Mahlzeit!
Damit Du Deine Weihnachtsgans genießen kannst, kaufst Du am besten eine Biogans bei einem regionalen Fleischhauer. Das beschert Dir nicht nur ein gutes Gewissen, sondern auch einen besseren Geschmack. Hinterher gibt es auch keinen kalten Kaffee: Kaffee aus biologischen Anbau und fairem Handel, sowie Erfrischungsgetränke und Mineralwasser aus der Region sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Nicht zuletzt auch im Unternehmen selbst und für Kundenbesprechungen. Auch beim Geschäftsweihnachtsessen kannst Du drauf achten, dass Du Deine Mitarbeiter in ein Restaurant mit regioanlen und saisonalen Produkten verwöhnst.

naturblau-WeihnachtsbeleuchtungTipp 06: Sternenfunkeln überall
LED-Lichterketten sind nicht nur sparsam, sondern auch günstig zu bekommen: selbst beim Discounter – also halte die Augen offen. Noch schicker sind natürlich solarbetriebene Illuminationen, die die kostenlose Sonnenenergie von tagsüber speichern und nachts dann leuchten. Und auch die Frage, ob das Geblinke auch tagsüber laufen muss, kann man sich ruhig mal stellen.Kerzen für den Weihnachtsbaum gibt es auch in Bio und mit Fairtrade (RAL Siegel).