Weltweit größte Aktion für mehr Klima- und Umweltschutz

Am Samstag, den 28. März 2020, findet von 20:30 bis 21.30 Uhr die Earth Hour statt. Rund um den Globus werden zum bereits 14. Mal Millionen von Menschen, tausende Städte, Gemeinden und Unternehmen für eine Stunde das Licht ausschalten und so gemeinsam ein starkes Zeichen für den Schutz unseres Planeten setzen.

Die Klimakrise bewegt die Deutschen. Am 20. September 2019 gingen in hunderten deutschen Städten mehr als 1,4 Millionen Menschen jeden Alters für die Zukunft unseres Planeten auf die Straße. Auch die aktuelle Umweltbewusstseinsstudie zeigt, dass die Bedeutung des Umwelt- und Klimaschutzes und die Erwartungshaltung an die relevanten Akteure gestiegen sind.

Insbesondere in und nach der Viruskrise steigt die Dringlichkeit, den „Green Deal“ jetzt zu realisieren.

weitere Infos: > https://www.wwf.de/earthhour/

Lasst es Krachen!

naturblau_Silvester_Feuerwerksverbot

„Das lass‘ ich mir doch nicht auch noch vorschreiben!“ „Wo kommen wir denn da hin, wenn die uns das auch noch wegnehmen wollen?“ „Keine Achtung vor der Tradition!“ In der Art und Weise schallt es einem gerne mal entgegen, wenn man die unerhörte Frage stellt, ob man erläuternde Hinweise zu den Auswirkungen des Silversterfeuerwerks in die öffentliche Debatte stellen und weiterverbreiten sollte.

Diese oben beschworene Tradition liegt nun in Form von diversen Konsumankurbelungsbeilagen vor mir ausgebreitet: 17 Seiten raketenhafte Werbung bei Lidl, 14 Seiten bei Aldi, 9 Seiten bei Kaufland, u.s.w.

Da gelobe ich mir doch meine eigens geschaffene Info-Filterblase, in der ich mich gerne suhle und die als faktischen Gegenpol dazu u.a. dies von sich gibt:

Mit einer freiwilligen Einschränkung oder Verzicht auf Feuerwerk trägt man dazu bei:
 

  • die Feinstaubbelastung, die allein in der Silvesternacht etwa 15,5 % der ganzjährlichen sonstigen Belastung durch den Straßenverkehr entspricht zu senken.
     
  • die extreme Lärmbelastung und damit verbundenen Stress und Schädigungen von Menschen, Haus- und Wildtieren zu reduzieren.
     
  • den steigende Energieaufwand bei der Herstellung, die stark zunehmende Müllmenge, sowie die damit verbundenen Entsorgungskosten zu senken.
     
  • den unmenschlichen Arbeitsbedingungen, unter denen die Feuerwerkskörper hergestellt werden entgegen zu wirken.
  • dass rund 130 Millionen Euro, die jährlich für Feuerwerk ausgegeben werden an anderer Stelle sinnvoller investiert sein können.

Aber was sind schon Fakten, wenn es um Emotionen geht? Bringt die Frage nach einem Abwägen zwischen Kurzweilspaß und langfristigen Auswirkungen überhaupt was? Oder ist das eh wieder nur predigen vor dem Kirchenchor? Und ob es wohl einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Personenkreis, der sich den Klimawandel nicht leisten kann und denjenigen, die sich für viele Euros Feuerwerk kaufe gibt, kann ich zwar nicht statistisch belegt sagen, aber dennoch mutmaßen. Ein jeder hegt und pflegt halt gerne seine Vorurteile.

Immerhin gibt es da bereits einige Lichtblicke (ob die nun linksgrünversiffte Gutmenschen sind oder einfach nur geradeaus Denken können, kann jeder selbst entscheiden), die auf den Verkauf von Feuerwerk verzichten und damit sicherlich alles andere als ihre wirtschaftliche Existenz aufs Spiel setzen. Einige Pioniere wie EDEKA-, OBI-, Rewe- Filialen verlaufen schon dieses Jahr keine Feuerwerkskörper mehr. Ab dem kommenden Jahr soll es bei Hornbach europaweit keine Böller und Raketen mehr geben. Darauf lass ich doch grad mal einen Sektkorken knallen.

Und auch Städte wie Brüssel, Wien, Paris, Dublin oder Prag zeigen wie es ohne sinnfreie Böllerei geht. Laut einer bisher nicht gestellten Umfrage verzeichnet keine dieser Städte bisher ein Aussterben der Feier- und Glückwunschlaune der dortigen Eingeborenen zum Jahreswechsel. Licht- und Lasershows bieten mehr als visuelle ansprechende Substitution.

Und auch das bei mir als Familienpapa definitiv innenpolitisch heiße Thema mit eigenen Kleinkindern ist nicht einfach so vom Tisch zu wischen. Allerdings ist das auch hier eine Frage der Haltung – und der Kreativität. Dieses Jahr werden zusammen mit Freunden Fackeln gebastelt und ein Waldspaziergang gemacht damit. An Material braucht man Holzstöcke, Leinensäcke, Wachsreste und Zeitungspapier (sehr gut brennen hierbei die oben genanten Zeitungsbeilagen mit Böllerbildchen drauf). Diverse Anleitungen dazu gibt es auf YouTube.

So denn, auf in ein krachendes, explosives, Lunte riechendes, farbenfrohes und erhellendes neues Jahr. Lassen wir es an allen Fronten ordentlich krachen, denn derer gibt es ja zur Genüge.

Hier noch ein paar Quellenangaben dazu:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/dicke-luft-jahreswechsel
https://utopia.de/guende-gegen-feuerwerk-raketen-boeller-119819/
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/silvester-knaller-umwelt-100.html
https://www.duh.de/aktuell/nachrichten/aktuelle-meldung/silvesterfeuerwerk-grosse-belastung-fuer-luft-und-umwelt/

Wir fordern ein leistungsfähiges, zukunftsstarkes Klimapaket

Das Klimapaket der Bundesregierung ist weder leistungsfähig noch zukunftsstark. Die Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen werden mit ihm nicht ansatzweise erreicht. Außerdem gibt das Klimapaket der deutschen Wirtschaft nicht die notwendigen Impulse, um im internationalen Wettbewerb um die Märkte der Zukunft zu bestehen. Als Unternehmen fordern wir darum die Politik auf, das Paket dringend nachzubessern. Wir brauchen einen ambitionierten Rahmen, um zum dynamischsten Leitmarkt für Klimatechnologien und nachhaltige Innovationen aufzusteigen.

Insbesondere fordern wir:

Das große Klimapotenzial von Unternehmen nutzen
Unternehmen können 79 Prozent der energiebedingten Treibhausgasemissionen direkt bei sich beeinflussen und somit massiv zum Klimaschutz beitragen. Emissionsarme Technologien und bahnbrechende Innovationen liegen bei vielen Unternehmen in der Schublade. Sie warten nur darauf, dass die Politik endlich starke und klare Anreize setzt, damit eine Markteinführung gelingt und Lösungen auch auf den Weltmärkten skaliert werden können. Die effektivsten und schnellsten Klimapotenziale und Klimainnovationen werden mit klaren, verlässlichen und zukunftsgerichteten Rahmenbedingungen für Unternehmen erreicht.

Markt- und innovationsstarke CO2-Preissignale einführen
Wir schlagen daher für Deutschland vor:
• einen ambitionierten und Innovationen auslösenden CO2-Mindestpreis für alle Sektoren, insbesondere Verkehr, Energie, Gebäude und energieintensive Industrie,
• auf alle nicht-erneuerbaren Energieträger wie Erdgas, Kohle und Mineralöl als Inputbesteuerung bzw. Besteuerung bei Grenzübergang
• mit einem Startniveau von mindestens 50 Euro pro Tonne CO2äq,
• mit einer für Innovationen und Investitionen planungssicheren Steigerung von mindestens 5 Euro pro Jahr als Zielpfad,
• nicht zur Generierung zusätzlicher Steuereinnahmen, sondern für eine optimale Lenkungswirkung mit einem fairen, sozialen Ausgleich.

Dies ist im Rahmen der bestehenden Systeme schnell und einfach umsetzbar. Damit wird ein Schub an Innovationen und Marktkräften ausgelöst, mit denen wir als Unternehmen den Wirtschaftsstandort langfristig zukunftssicher gestalten können. Hierfür treten wir als Unternehmen ein.

Tragen Sie sich > HIER bis zum 29.11.2019 mit Ihrem Unternehmen ein!