Vielfalt – unser Jahresmotto für 2018

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Willkommen in 2018 und einen guten und erfolgreichen Start wünschen wir allen unseren Partnern. Wir wollen dieses Jahr für unser Tun unter das Motto „Vielfalt“ stellen. Vielfalt in unserer Kreativität und den dabei entstehenden Werken, im Design und der Schöpfung von Neuem. Aber auch eine Vielfalt, wenn es um Projekte, bewährte Arbeiten und neue Kooperationen geht.

Vielfalt beinhaltet auch Veränderungsmöglichkeiten, eine Variationsbreite und Weiterentwicklungen. So wie naturblau+++ sich äußerlich geografisch und räumlich weiter entwickelt hat im vergangen Jahr und damit einhergehend auch innerlich auf inhaltlicher Ebene stetig fortentwickelt. Hier der > Link zu unserem blog, wo der Verlauf unseres Bauprojektes zu sehen ist.

Im Miteinander und Füreinander in der Agentur, in Verbindung mit unseren Partern und weiterführend im Zusammenspiel mit Gesellschaft und Umwelt wollen wir die Vielgestaltigkeit und den Reichtum an zukunftsfähigen Optionen aufzeigen und neue Wege gehen.

Auch die naturbezogenen Aspekte der Artenvielfalt, Biodiversität und der Erhalt von alten Sorten und Rassen bei Tier und Pflanze wird für uns dieses Jahr und in Zukunft eine große Rolle spielen.

Wir freuen uns auf die kommenden Aufgaben und Herausforderungen, sind offen für Neues und Unverhofftes und sehr gespannt darauf, was uns die nächste Zeit so mitbringen mag und was wir ihr dazubringen können.

naturblau+++ zieht(s) ins Grüne

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Die Baufreigabe ist erteilt und das Projekt naturbau ist in vollem Gange. Die Werteagentur wird im September umziehen – und zwar auf’s Land. Dahin, wo wir im grünen Bereich arbeiten wollen, wo die Naherholung direkt vor der Türe anfängt, wo Vogelgezwitscher gesünder als Autolärm ist, wo Fuchs und Hase sich noch Gute Nacht sagen können, wo Bäume berauschen, wo wir einen naturblau-Garten haben werden, wo Dreck besser als Allergie ist, wo wir Wohnen und Arbeiten in Einklang bringen werden, wo der Storch um die Ecke klappert, wo man keine ewigen Stau-Nadelöre zum mal eben kurz raus kommen hat, wo Gummistiefel Sinn machen, wo die Natur Ritalin ersetzt, wo Selbstangebautes am besten schmeckt, wo man sich mehr leisten kann, wo man mit den Tages- und Jahreszeiten lebt, wo es Nachts noch dunkel ist und man die Sterne sieht, wo neue naturblau+++ Mitglieder durchaus gackern und blöken dürfen, wo Raum für neue Lebensmodelle ist, wo wir uns viel erhoffen und wir dann endlich auch eine Arbeitsumgebung haben, die dem Wertekanon von naturblau+++ entspricht.

Diese Weiterentwicklung wird maßgeblich durch die professionellen Partner und ein klasse Bau-Team ermöglicht, die unsere Ideen von einer zukunftsfähigen Bausubstanz, einem ausbaubaren regenerativem Energiekonzept, einem Leben und Arbeiten im Einklang mit der Natur und den achtsamen Umgang mit Bestand, Ressourcen und Neuem begleiten.

Das sind insbesondere die Zimmermanns-Brüder von Holzkopp und der Lehmbauspezialist Holger Längle und viele weitere wertvolle Menschen, die uns auf diesem Weg unterstützen.

Danke für die fachliche Kompetenz, die Offenheit und Impulse für neues Denken und Lösungen. Noch sind wir mitten und den Abriss- und Umbaumaßnahmen, doch schon jetzt freuen wir uns auf den weiteren Fortgang des Projektes und sind gespannt, was nicht nur uns, sondern auch unsere Kunden, Partner und Lieferanten dann erwartet, wenn wir an dem neuen Wirkungsort sein werden. Selbstverständlich nach wie vor hier vor Ort im Landkreis und für die Region tätig.

(Anm: Wer noch mehr Argumente für ein Leben auf dem Lande haben will, dem sei dieses Buch hier empfohlen: 111 Gründe, aufs Land zu ziehen: Eine Liebeserklärung an das gute Leben –  von Erika Thimel und Karin Michaelis)

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Festivals feste feiern – Grüner Spaß für alle

Wacken Green FestivalMit dem Sommer kommt auch die Zeit der Musikfestivals. Jährlich strömen riesige Zuschauermengen zu diesen Großevents. Um die Natur zu schonen, setzen deswegen immer mehr Veranstalter auf sogenannte «Green Events». Oberstes Ziel ist dabei der nachhaltige Schutz der natürlichen Ressourcen. Dazu ist eine genaue Planung und Organisation im Vorfeld der Veranstaltung notwendig. Vor allem die Themen Abfall, Energie, Verkehr und Transport, Landschaft und auch Lärm sind primäre Aufgabenstellung, die möglichst nachhaltig und umweltfreundlich gelöst werden müssen.

Die Verantwortung liegt da z.T. bei den Organisatoren. Aber auch jeder einzelne kann hier mit ein paar einfachen und wirkungsvollen Maßnahmen zu einem unbeschwerten Abfeiern für Mensch und Natur beitragen:

Verkehr:
– Nutzt den ÖPNV (Zug, Bus, Bahn, Tram)
– kommt mit dem Rad, wenn möglich
– bildet Fahrgemeinschaften, oder tramped
– kompensiert anfallendes CO2 über https://www.atmosfair.de

Abfall:
– vermeidet Einweg- und Wegwerfgeschirr und -Besteck
– Trennt den Müll auch bei Campen
– keine Einweggrills verwenden
– keine Campingausrüstung (z.B Pavillons) entsorgen; lieber Qualität kaufen und mehrfach verwenden, oder weiter verkaufen
– verwendet keine Einweg-Plastikflaschen, diese sondern in der Hitze auch gesundheitsschädliche Stoffe ab. Aluminium und Trinkschläuche halten Getränke kühler und daraus schmeckt es auch besser.

Festival 4 nature – take your trash – just leave your footprint

Energie:
– nutzt keine Strom, oder gar Dieselaggregate, diese haben eine sehr geringen Wirkungsgrad und sind im Unterhalt sehr teuer
– verwendet LED Lampen fürs Campen, Stirnlampen, im Zelt
– verwendet keine Wegwerfbatterien, sondern wiederaufladbare Akkus. Diese sind auch viel günstiger bei mehrmaligem Gebrauch

Lebensmittel:
– das von zu Hause mitgebrachte Essen kann in Frischhalteboxen und nicht in Alufolie eingepackt werden
– reduziert oder vermeidet ganz Fleisch beim Grillen und kreiert leckere vegetarische und vagere Alternativen
– Grillen mit Biogas, Elektro mit Ökostrom oder heimischer Holzkohle
– keine chemischen Drillanzünder verwenden, sondern Anzünde aus zertifiziertem Holz und Wachs
– saisonales Essen vor Ort einkaufen
– Bio Biere und Bio-Softdrinks sind immer lecker und frisches Leitungs- und Quellwasser sowieso
– immer mehr Festivals bieten auch vegetarische und vegane Essen an; steigende Nachfrage sort für steigendes Angebot – also fragt gerne nach.

Konsum:
– Am Merchandising-Stand kann zudem nach T-Shirts aus fairem Handel und/oder Biobaumwolle gefragt werden.
– Vermeidet Plastiktaschen und nehmt lieber cool bedruckte Stofftaschen (Bio-Fair)
– mal kurz drüber nachdenken, ob man alle Fanatiker und Gimmicks vom Festival auch wirklich braucht zu Hause 😉

Darüber hinaus kann die Umwelt auch geschont werden, indem man sich nach Events umsieht, die ökologisch handeln und selbst vor Ort zur Tat zu schreiten.

Auf einen heißen Festival-Sommer

 

(Quelle: Lexikon der Nachhaltigkeit, u.a.)

Cradle 2 Cradle – Interview zum Kreislaufwirtschaftsmodell mit Dr. Michael Braungart

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Das Prinzip Cradle to Cradle – zu Deutsch „Von der Wiege zur Wiege“ will nicht weniger als die Basis für die nächste industrielle Revolution sein. Im Kern besagt diese Kreislaufwirtschaft, dass alle in einem Fertigungsprozess eingesetzten Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurück gelangen sollen. Sowohl für biologische Kreisläufe bei Verbrauchsgütern sowie für technische Kreisläufe bei Gebrauchsgütern. Das Konzept kennt – wie die Natur selbst – keinen Abfall und soll positiven Einfluss auf Mensch, Wirtschaft und Umwelt schaffen. Es geht um einem neuen Umgang mit Ressourcen und Stoffströmen.

Der Cradle to Cradle Ansatz fängt ganz vorne in der Entwicklungs- und Herstellungskette an, nicht erst beim Recyceln. Das ist auch der Hauptunterschied zu bisher bekannten Verfahren, bei denen Materialen zwar wiederverwertbar sind, es aber entweder Abfallstoffe gibt, oder die Grundstoffe der Natur unwiederbringlich entzogen werden und es so zu einem weiteren Ressourcenschwund kommt.

Dass diese schon längst keine reine theoretische Vision ist, sondern schon heute in zahlreichen Produkten und Dienstleistungen Anwendung findet, zeigen zahlreiche Beispiele aus unterschiedlichsten Bereichen. Wenn es auch zunächst als Scherz anmutet, wenn Kleidungsstücke und Plüschtiere „essbar“ sind, da sie aus rein natürlichen Bestandteilen hergestellt wurden, sie sich aber ganz normal anfühlen und nicht von konventionell erzeugten Produkten zu unterscheiden sind, so wird das Ganze erst dann richtig spannend, wenn es um unendlich wiederverwertbare Kunststoffe, umweltfreundliche und gesunde Haushaltsprodukte und ganze Bauverfahren geht. Allein in Baden-Württemberg sind  rund 11.000 Produkte und 30 Firmen Cradle to Cradle zertifiziert.

Ein entscheidender Faktor, dass das in der Praxis funktioniert hierbei ist das Zusammenspiel von Ingenieuren, Marketing und Designern. Es erfordert von allen beteiligten bis hin zu den Mitarbeitern im Unternehmen vor allem ein kreatives Umdenken in den Köpfen.

Der Chemiker und Verfahrenstechniker Dr. Michael Braungart ist Vorreiter und einer der Vordenker von Cradle to Cradle. Zusammen mit seiner Ehefrau, der Mitbegründerin von Greenpeace Deutschland und Vorsitzenden des Cradle 2 Cradle e.V.  Dr. Monika Griefahn erläutert Sie in einem Interview das Cradle 2 Cradle Modell:

Wie müssen zukunftsfähige Produkte aussehen?

Dr. Monika Griefahn (MG)
Die Leute wollen in ihrem Alltag und beim Konsumieren Vielfalt, Qualität, Schönheit und sie wollen vor allem oft nicht dem Überfluss entsagen. Das geht aber nur dann lange gut, wenn wir es schaffen die linearen Linien des unwiederbringlichen Verbrauchens und Aufzehrens von Rohstoffen durch etwas neues und schlaueres zu ersetzen. Wir brauchen vor allem intelligente Produkte. Dabei geht es nicht so sehr um Effizienz, sondern vor allem um Effektivität. Wir brauchen die richtigen Produkte, wenn es um Essen, Kleidung, Wohnen und auch einen gewissen Lebensstandard geht. Das ist vor allem entscheidend bei den Ländern, die heute an der Schwelle der industriellen Entwicklung stehen, wo wir in Europa vor ein paar Jahrzehnten waren. Ich denke dabei z.B. an China, Afrika oder Indien, dass dort nicht die gleichen Fehler gemacht werden wie bei uns, sondern gleich die richtigen Produkte, die in Kreisläufe gehen, Verbreitung finden. Produkte müssen sexy sein, die Sinnlichkeit der Menschen ansprechen und dennoch müssen wir uns vom klassischen Konsum an manchen Stellen verabschieden. Es muss zukünftig sicher nicht ein SUV sein, sondern einfach ein gutes Verkehrssystem.

Dr. Michael Braungart (MB)
Wir verlieren momentan ca. 5.000 mal mehr Boden als dass neu hergestellt wird. Das heißt, dass die Erde für ca. 5 Milliarden Menschen ausgelegt ist, so wie wir jetzt wirtschaften. Das wiederum bedeutet, wir müssen die Dinge grundsätzlich neu und anders machen und nicht das bestehende nur stückchenweise Optimieren. Das ist nur eine scheinbare Verbesserung, löst aber nicht unsere Probleme im Ansatz.

MG
Ein wichtiger Anteil dieses neuen Machens ist, dass wir Produkte in Zukunft hauptsächlich nur noch Nutzen und nicht – so wie Heute – immer gleich besitzen wollen. Das wird der entscheidende Änderungsfaktor sein. Jüngere Leute wollen heute z.B. oft kein eigenes Auto haben, sondern nutzen CarSharing. Sie wollen nicht einfach nur doof einen Parkplatz suchen und viel Geld für ein veraltetes Statussymbol ausgeben. Sie wollen einfach nur von A nach B kommen. Auch vieles anderes wird heute geteilt und dieses Konzept findet sich auch in Cradle to Cradle wieder. Man kauft eine Serviceleistung wie z.B. 1000 Mal Waschen in einer Waschmaschine und nicht die Waschmaschine selbst. Das Eigentum darf nicht mehr so Religion sein, wie es heute noch meistens ist.

Welche Rolle kommt bei der Entwicklung von vorausschauenden Konzepten der künftigen Generation von Gestaltern und Designern zu und wie sieht es da momentan in der Lehre aus?

MG
Wir sehen an den Hochschulen viel Interesse und dass sich da einiges anfängt zu bewegen. Eine Vernetzung findet immer mehr statt und es wird erkannt, dass man sich um den gesellschaftlichen Anspruch kümmern muss. Wie kann man Dinge nützlich und positiv für die Menschen machen ist die Aufgabenstellung.

MB
Die Designer werden dadurch wirklich wichtig. Weniger dass sie ein Schnörkelchen hier und ein nettes Gadget da machen, sondern vielmehr, dass sie wirklich echte Gestalter werden, indem sie das Produkt innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette beeinflussen können. Die Frage ist aber, haben wir hierbei genügend kreative Leute, die wirklich diese Verantwortung übernehmen wollen? Oder haben wir eher die Künstler, die ein einigermaßen gesichertes Einkommen haben wollen? Es darf eigentlich keine Designschule in Europa geben, die nicht Cradle to Cradle auf dem Plan hat. Der Designer steht bei unserem Ansatz im Mittelpunkt. Nur momentan ist es einfach so, dass die Hälfte der Designer einfach keine Lust hat dazu. Wir sprechen oft die falschen jungen Leute an, Designer zu werden. Viele Leute werden Ingenieure, obwohl sie eigentlich Designer wären. Viel Betriebswirte wären wunderbare Designer, Kommunikationsdesigner, Prozessdesigner, oder im Supply Chain Management genau an der richtigen Stelle – wenn man all diese Dinge als Designer machen könnte; das hätte eine ganz neue Qualität. Und vor allem muss man heute hierbei noch viel besser zusammen zu arbeiten in diesen unterschiedlichen Disziplinen. Auch in Hochschulen und in Unternehmen.

Wie kann dieses neue Denken und Handeln in der Gestaltung von Architektur und beim Wohnen ausschauen?

MG
Da ist es leider oft so, dass Dinge von Außen betrachtet schön ausschauen, aber inhaltlich am Ziel vorbeigehen. Oft wird zu kleinteilig gedacht. Der Mensch wird der Architektur angepasst und nicht die Architektur dem Menschen und der Natur. Der Baubereich nimmt fast die Hälfte aller Materialien und aller Energie ein, die wir verbrauchen und wenn der anders wird, dann hat das auch auf alle anderen Dinge einen positiven Einfluss.

Wenn es um Produktion der Zukunft geht, dann sind 3D Drucker ein großes Thema. Wie sehen Sie da die Chancen und Risiken dieser technischen Innovation?

MB
Das 3D-Druckmaterial, was sie momentan haben, ist eine Gemeinheit. Weder die Weichmacher, noch die Antioxidenzien, noch die UV Stabilisatoren – nichts ist wirklich für die Menschen hergestellt. Sie vergiften die Menschen quasi damit. Was Umwelt und Gesundheit angeht, sind die 3D Materialien noch extrem rückständig entwickelt. Wenn ich aber das 3D Material den Menschen nur als Dienstleistung anbiete und es z.B. in einer Art Bank lagere, wo man es sich ausleiht, dann kann ich viel bessere Materialein verwenden. „Lieber besser als billiger“ müsste auch hier die Devise sein.

Wo bedarf es staatlicher Regularien und politischer Vorgaben bei der Durchsetzung von nachhaltigem Handeln?

MG
Z.B. im Beschaffungswesen. Politik kann hier Beschaffungsrichtlinien vorgeben, in der Elemente eines verantwortungsvollen und umsichtigen Einkaufs vorgegeben werden. Studentenwerke machen dies sehr häufig, dass sie als öffentlicher Träger sinnvoll bewusst Material einkaufen.

MB
Und es gibt natürlich auch ganz klare Grenzen, was nicht privatisiert werden darf. Das sind elementare Dinge zur Daseinsvorsorge, wie z.B. Krankenhäuser und Trinkwasser. Da kann die öffentliche Hand Dinge vorgeben, die andere dann inspirieren. Die Kommune hat sicherlich die weitesten Handlungsmöglichkeiten. Auch im Bereich Wohnen. Hier könnte man mit den zuständigen Institutionen workshops durchführen und aufzeigen, dass eine Cradle to Cradle Bauweise durchaus gar nicht teurer sein muss, als konventioneller Bau.

Ein anderes Beispiel: Wenn z.B. Konstanz sagen würde, wir wollen 2020 alles Papier kompostierbar haben, dann würden die Konstanzer Druckerei eine Chance haben. In drei Jahren werden sie andernfalls weg sein. Weil über digitaldruck, über 3D Druck und über andere Dinge, werden sie über die Produktion von Broschüren und Zeitschriften den Offsetdruck gar nicht mehr halten können, weil sie zu teuer sind. Ich kann am nächsten Tag in Zürich die Broschüre aus China viel billiger einfliegen lassen. Und hier wird dann das ganze teuer entsorgt. Jetzt und heute geht es um Innovation. Und nicht erst morgen.

Wegwerfen ist eigentlich ein Lustvoller Vorgang, aber halt mit den richtigen Materialien. Man könnte z.B. einen Erlass erteilen, der besagt bis 2030 wird kein Müll mehr verbrannt. Das hätte zur Folge, dass die Produkte neu werden müssten. Nehmen Sie als Beispiel Babywindeln. 20 % der Konstanzer Müllmenge sind Windeln. Momentan sind diese Wasserspeicher so beschaffen, dass sie nur verbrannt werden können. Wenn man dies vom Material her ändern würde, könnte man das einsammeln, sterilisieren und ein Pflanz-Substrat gewinnen. Man könnte dann mit einem Baby 150 Bäume pflanzen. Heute wird nur an irgendwelchen belanglosen Pseudoinnovationen bei Windeln herumfuhrwerkt und dann über geschicktes Marketing verkauft. Wenn man einmal verstanden hat, dass weniger schlecht nicht gut ist, sondern nur schlecht weniger, dann möchte man mit weniger schlecht nicht weiter machen.

Weitere Infos: http://c2c-ev.de/

Das Interview führte Ralph J. Schiel im Rahmen der inselDENKER Show von Tobias Bücklein.

ECOCAMPING – Relaunch der Online-Plattform für nachhaltiges Camping

ECOCAMPING-Webseite-RelaunchDer ECOCAMPING e.V. fördert Umwelt- und Naturschutz, Sicherheit und Qualität in der europäischen Campingwirtschaft. Wesentliche Aktivitäten des Vereins sind die Einführung des ECOCAMPING Umwelt- und Qualitätsmanagements auf Campingplätzen, die Beratung und Fortbildung von Unternehmern und Mitarbeitern sowie die Auszeichnung vorbildlicher Campingplätze. Weitere Schwerpunkte sind die Vergabe der Auszeichnung „Klimafreundlicher Betrieb“ sowie die Entwicklung von naturnahen Freizeitangeboten auf Campingplätzen.

Der Internetauftritt www.ecocamping.net erhält ein neues Gesicht und neue Funktionen. Konzeption und Gestaltung wurden zusammen mit naturblau+++ entwickelt und realisiert.

Sie suchen einen Campingplatz für Ihren nächsten Urlaub, der sich für Nachhaltigkeit einsetzt? Oder sind Campingunternehmer und möchten Ihren Platz zukunftsfähig gestalten? Dann sind Sie auf www.ecocamping.net richtig. Der neue Internetauftritt bietet sowohl Gästen als auch Campingunternehmern viele Informationen auf Deutsch und Englisch mit klarer Nutzerführung.

Urlaub nachhaltig genießen: Mit einer interaktiven Karte können sich Gäste den gewünschten Campingplatz mit ECOCAMPING Auszeichnung suchen. ECOCAMPING kooperiert hier mit dem Online-Portal camping.info. So erfährt der Gast wo die Plätze liegen und erhält Informationen über deren Ausstattung und Angebote. Gleichzeitig kann das Bild über die Bewertungen anderer Gäste abgerundet werden. Allen Plätzen gemeinsam ist das Engagement in Sachen Umwelt- und Naturschutz, Sicherheit und Qualität auf Campingplätzen. Die Campingplätze verpflichten sich, ihr Unternehmen immer weiter zu verbessern, unter Beachtung von Service und Komfort für die Gäste.

Jeder kann einen Beitrag leisten: Auf www.ecocamping.net sind in der Gäste-Rubrik viele Umwelt-Tipps zusammengestellt. Sie zu beachten bringt viel – im Urlaub und im Alltag. Ein kleiner Vorgeschmack auf Tipp Nummer 1: „Gehen Sie Campen!“ Denn ein Campingurlaub verursacht deutlich weniger CO2 Emissionen als eine Fernreise mit Hotelübernachtung.

Innovativ, nachhaltig, fair: Seitens der Campingunternehmer bestehen viele Möglichkeiten, den Betrieb zukunftsfähig zu entwickeln. Auf der neuen Internetpräsenz stehen Informationen bereit über die Einführung von ECOCAMPING Management, einem integrierten Managementsystem, welches Strukturen im Betrieb nachhaltig verändert. Zudem können sich Unternehmer über den „Klimafreundlichen Betrieb“ informieren, eine Auszeichnung für energieeffiziente Campingplätze, die auch Gäste einbinden und für Klimaschutz sensibilisieren. Campingunternehmer, die ihren Gästen ein hochwertiges und naturnahes Freizeitangebot bieten möchten, können sich über die Qualifizierung zum „Naturerlebnis Betrieb“ informieren.

Gutes bleibt erhalten: Teilnehmer des ECOCAMPING Netzwerks können sich in den Internen Nutzebereich einloggen und von vielfältigen Informationen und Arbeitsmaterialien profitieren.
Ansprechpartnerin: Marion Meyer, m.meyer@ecocamping.net, Tel. 07531-28257-18