Utopia Changemaker – unternehmerische Selbstverpflichtung mit Anspruch

Utopia ChangemakerWer in Sachen Nachhaltigkeit bereits heute Maßstäbe in seiner Branche setzt oder erkennbar engagiert auf dem Weg dorthin ist, kann Utopia Changemaker werden. Das Utopia Changemaker Manifest ist eine Selbstverpflichtung für Unternehmen. Es richtet sich an B2B- und B2C-unternehmen, es ist branchen-unabhängig und für Unternehmen verschiedener Größen geeignet.

Die Changemaker-Unternehmen verpflichten sich mit der Unterzeichnung des Changemaker Manifests öffentlich zu Transparenz und Dialog. Deshalb werden alle Changemaker Manifeste auf dieser Website und auf Utopia.de veröffentlicht. Die Changemaker berichten regelmäßig über Fortschritte und Rückschläge bei der Zielerreichung. Auf regelmäßigen Forumsveranstaltungen tauschen sie sich dazu untereinander aus.

Utopia Changemaker Meeting MUC1308Foto: Changemaker für KMUs – Meeting in München 27.August 2013; v.l.n.r:

Ralph J. Schiel – naturblau+++
Dr. Maike Gebhard – Utopia
Manuela Rettweiler – Fraunhofer UMSICHT
Ralf Hellmann – Dibella GmbH
Ben Gabel – Utopia
Lothar Hartmann – memo AG
Claudia Silber – memo AG
Silvia Ohms – Neumarkter Lammsbräu
Bert Odenthal – bert odenthal grafik + design
Gudrun Leibbrand – Walter Rau GmbH & Co.KG Speickwerk
Sebastian Scheuerer – ARINEOS UG
Timo Schneeweis – bizzcenter24

Diese Unternehmen übernehmen gemeinsam Verantwortung! Als potenzielle Neuzugänge zur Utopia Changemaker Initiative trafen sich  10 VertreterInnen von Unternehmen, für die Nachhaltigkeit zu den höchsten Unternehmenszielen zählt. Als Vertreter von kleinen und mittelständischen Unternehmen wollen die Unternehmen die 10 Commitments des Utopia Changemaker Manifests erfüllen und für einen regelmäßigen Austausch untereinander sorgen. Schon bald steht das nächste Projekttreffen in München an. Da können wir nur sagen: Weiter so! Make the Change!

> Link zu www.utopia-changemaker.de
> Link zum Changemaker Manifest speziell für KMUs
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Der FC Bayern steigt ab

Im ZEO2 Mobilitätstest prüft die Deutsche Fussballstadien auf Anreisefreundlichkeit mit Bus und Bahn. Der FC Bayern ist hierbei letzter und Anreise-Meister ist Frankfurt.

Jedes Fussball-Wochenende sind ca. eine halbe Million Menschen auf den Fußball-Fan-Beinen und Rädern, um sich Spiele live in den Arenen anzusehen. Pro Spieltag sind ca. 100.000 Privat-Pkw unterwegs, die Autobahnen verstopfen, innerstädtisch Staus erzeugen und zum Teil lustig wild Parken. So werden jedes Wochenende Hunderte Tonnen Co2 erzeugt.  Schneller und bequemer ginge es oftmals mit dem ÖPNV – wenn es denn auch in entsprechendem Maße attraktive Angebote hierzu gibt oder gäbe.

Eine Aufstellung von Fahrzeit, Fußweg, Umstieg, Taktung der Zubringer zu den Stadien ist in der neuesten Ausgabe des Umweltmagazins der taz ZEO2 enthalten:

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Und nicht nur da besteht gehöriger Aufholbedarf für den aktuellen Champions League Sieger. Auch bei der Erstellung von CSR-Berichten, Nutzung regenerativer Energien und Wassereinsparung haben andere Vereine die Rasenlänge vorn: Mit dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV haben zwei Bundesligavereine bereits Ergebnisse in einem sogenannten CSR-Bericht vorgelegt. Corporate Social Responsibility ist in der Wirtschaft mittlerweile gängig – Unternehmen engagieren sich neben ihrem Kerngeschäft für Gesellschaft und Umwelt. Verpflichtend sind weder die sozialen Projekte, noch die CSR-Berichte. Jetzt hat auch die Deutsche Fußball Liga nachgezogen und den ersten Bundesliga Umweltreport vorgelegt.

Zukunftsorientierter Energievorreiter war 1995 der SC Freiburg, der die erste Solaranlage auf seinem Bundesliga-Stadiondach unterbrachte. Heute stehen die Profis in der Umkleide unter sparsamen Duschköpfen und der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, sein Stadion CO2-neutral zu betreiben. Was das heißt, lässt sich schon beim FC Augsburg betrachten. Dort steht seit 2009 eines der wenigen CO2-neutralen Stadien weltweit.  Wie auch bei anderen Erstligaclubs kommt der Strom aus erneuerbaren Energien. Die Heizung übernehmen zwei Grundwasser-Wärmepumpen, die ganzjährig mit etwa 10 Grad kaltem Wasser versorgt werden. Der Rasen und das Gebäude lassen sich so im Sommer kühlen und im Winter heizen. Sollte der Winter zu streng werden, lässt sich noch eine Bio-Erdgas-Anlage zuschalten.

Und dann noch die Sache mit dem hübsch-grünen Rasen. Das kostet und verbraucht und zwar mächtig: Pro Woche müsse ein Spielfeld mit etwa 15-20 Litern pro Quadratmeter bewässert werden. In einer Saison entspricht das dem Inhalt eines schmalen 25-Meter Schwimmbeckens.

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Noch schwerer wiegt die Rasenheizung in der Ökobilanz: Die Deutsche Fußball Liga schreibt vor, dass „für den Spielbetrieb eine Regelwärmeleistung von 900 bis 1.200 kW“ zu gewährleisten ist, um den Rasen zu beheizen. Heißt: Während eines 90-minütigen Spiels fallen bis zu 1800 Kilowattstunden Strom an – etwas mehr, als ein Singlehaushalt im Jahr verbraucht. Üblicherweise laufen die Heizungen aber von November bis Februar komplett durch, in manchen Jahren sogar etwas länger. Die Rasenzüchter wünschen sich deshalb eine längere Winterpause und mehr Spieltage im Sommer. Dann wächst der Rasen am besten und verbraucht weniger zugeführte Energie.

Damit der Rasen aber auch in den Wintermonaten saftig grün scheint, nutzen die Vereine heute besondere Lampen, die das Wachstum fördern. Bisher werden dazu noch Natriumdampflampen genutzt. Werder Bremen schreibt, dass man im Jahr etwa 400 000 Kilowattstunden benötige um den Stadionrasen so zu beleuchten und aufzupäppeln. Die Kosten für solch eine Beleuchtung liegen Schätzungen zufolge zwischen 100 000 und 300 000 Euro. Ähnlich dürfte es auch in der Münchner Allianz Arena aussehen. Im alten Münchener Olympiastadion hingegen hat ein Rasen dank der offenen Tribünen bis zu zehn Jahre lang gehalten. Ohne künstliches Licht. Aber auch für das Rasendilemma ist eine Lösung in Sicht: Derzeit werden Anlagenkonzepte getestet, bei denen LEDs das perfekte Licht für die Grashalme liefern und Energie sparen.

Na dann: Pack ma’s Buam! Umschalten von Rot auf Grün für eine nachhaltigere Spielzeit.

(Quellen: ZEO2 Ausgabe 02/2013 Seite 60 f.(auch Foto), http://green.wiwo.de/umwelt-die-fusball-bundesliga-wird-grun/)

Nachhaltigkeit verpflichtet: Umweltbewusstes Marketing zeigt große Wirkung

bioculture_logoWerbeagentur bioculture expandiert und zieht um
München: bioculture, eine auf Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Marketing spezialisierte Werbeagentur, bezieht neue Geschäftsräume und trägt somit aktuellen Kundengewinnen Rechnung.

Für die Münchener Werbeagentur bioculture sind Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Marketing nicht Mittel zum Zweck sondern sinnstiftendes Element ihrer Unternehmungen. Diese Überzeugung trifft auf breite Zustimmung bei ihren Kunden und so expandiert bioculture in diesem Jahr. Durch die Erweiterung des Teams auf acht Mitarbeiter, folgte zum Ende des Jahres der Umzug in größere Büroräume in die Münchner Brecherspitz-Straße 8.

„Bei unserer Standortwahl haben wir uns bewusst für den Giesinger Berg entschieden. Hier ist München noch relativ unverfälscht und der Stadtteil hält viel kreative Energie bereit, die wir für unsere tägliche Arbeit nutzen wollen. Die zentrale Lage bietet optimale Standortbedingungen, die auch unsere Mitarbeiter zu schätzen wissen“, erklärt Henrietta Lorko, Inhaberin von bioculture.

Seit knapp zehn Jahren berät das Team um Henrietta Lorko und Robert Klosko zahlreiche Firmen in Werbe- und Marketingthemen und setzt Projekte erfolgreich um. Unter den Kunden befinden sich unter anderem der alternative Energiedienstleister Green City Energy AG, der Biolebensmittelhersteller Dennree, die Stadt München sowie die bayerische Landtagsfraktion von Bündnins 90 die Grünen. „Unsere Kunden möchten sicherstellen, dass von der ersten Konzeptidee bis hin zum fertig gedruckten Prospekt alle Kriterien der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes eingehalten werden“, so Lorko. „Dem tragen wir durch Erfahrung, einem starken Team und ausgesuchten Partnern Rechnung. Unser Engagement für nachhaltige Themen wird mittlerweile vom Markt voll anerkannt und wir sind froh, dass wir auf eine starke Reputation im umweltbewussten Marketing bauen können“.

Zuletzt gewann bioculture neben dem St. Vizentius Zentralverein den alternativen Radiosender radiomuenchen.de und Bio 123 als neue Kunden. Mit dem Umzug in die neuen Büroräume stehen die Zeichen weiter auf Wachstum.

Über bioculture
bioculture ist eine auf Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Marketing spezialisierte Werbeagentur in München. Von der Analyse, Konzeption, Umsetzung und Mitarbeiterschulung bietet bioculture sämtliche Services aus einer Hand. Das Unternehmen berät vorwiegend ökologisch ausgerichtete Firmen, wie auch jedes andere Unternehmen, das in seiner Kommunikation aus Überzeugung nachhaltig und verantwortungsvoll handeln möchte. Mehr Informationen unter: www.bioculture.de

Kontakt
Henrietta Lorko,
bioculture, Brecherspitz-Str. 8, 81541 München
Telefon: 089-42 04 40 60, Fax: 089-42 04 40 72, E-Mail: info@bioculture.de

Öko Bio Fair Trade – Fairena Messe in München

naturblau-fairena-Messe-MUCDie „Fairena“ Öko-Messe dieses Wochenende in München richtete sich an Verbraucher die ethisch korrekt leben wollen und Firmen die ökologisch produzieren und wirtschaften. Als Gast der Messe nahm ich die Möglichkeit war, mich über verschiedene Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit zu informieren. Auf der fairena präsentierten sich Unternehmen, die fairen Handel garantieren, die auf ökologische und biologische Produkte Wert legen und denen die Nachhaltigkeit besonders wichtig ist und Organisationen die sich sozial engagieren. Neben den Messeständen auf einer Fläche von ca. 1.200 Quadratmetern stand ein umfangreiches Angebot von Diskussionen und Vorträgen auf dem Programm.

Die Messe Themen umfassten:
– fairer Handel – (fair trade)
– Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA)
– Naturtextilien
– Naturkosmetik
– umweltfreundliche Wasch- und Reinigungsmittel
– natürliches und energiesparendes Wohnen und Bauen
– Umwelt schonende Verkehrs und Transportlösungen
– ethische Geldanlagen

Deutsche Verbraucher setzten 2011 insgesamt 400 Millionen Euro mit Fair-Trade-Produkten um, ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der zweistellige Wachstumstrend der vergangenen acht Jahre hielt auch in 2011 an. Auch diese Zahlen bekräftigen uns von naturblau+++ wieder einmal, dass wir unsere Kunden weiterhin verstärkt darin unterstützen, ökonomisch und ökologisch verantwortungsvolles Handeln intern zu implementieren und nach außen zielgerichtet zu kommunizieren.

Münchens Nein zur dritten Startbahn

startbahn-muenchen-gegnerDie Münchner haben den Bau einer dritten Startbahn am Flughafen Franz-Josef Strass verhindert. Aber sie sind keine Wutbürger, sondern wollen keinen Wohlstand um jeden Preis.

Als in Stuttgart über Monate hinweg Tausende Menschen auf die Straßen gingen,  kamen diese Wutbürger aus der Mitte der Gesellschaft. In München gab es diese Wut nicht. Das Nein zur dritten Startbahn, die aus dem Flughafen einen Airport gemacht hätte, der so groß wäre wie der in Frankfurt am Main heute – dieses Nein wurde mehrheitlich nicht von Wut getrieben, sondern es kam vor allem von Wohlstandsbürgern, die meinen, München gehe es doch schon gut genug.

Warum muss diese Metropole weiter wachsen? Warum sollen noch mehr Unternehmen herziehen, wo es schon Siemens und Microsoft, BMW und General Electric gibt? Warum soll der Großraum noch größer, warum das Umland weiter zersiedelt werden? Warum sollen entlang des Autobahnrings, der München umschlingt, noch mehr praktische, aber hässliche Megamarkt-Ansammlungen entstehen, wie man sie einst nur aus den USA kannte? Und warum sollen noch mehr Menschen hier landen, die noch mehr Geld mitbringen, wenn am Ende bloß die Mieten weiter steigen und die Gentrifizierung ganzer Stadtviertel voranschreitet?

Die Münchner haben, auch wenn sie nicht monatelang demonstriert haben, letztlich ähnliche Fragen gestellt wie die Bahnhofsgegner von Stuttgart, wie die Flughafengegner von Frankfurt oder wie die Bürger im vornehmen Südwesten Berlins, die dagegen protestiert haben, dass die Einflugrouten für den neuen Großflughafen über ihre Gärten führen. Sie alle fragen sich: Muss das sein? Und das ist gut so, dass diese Fragen immer häufiger gestellt werden und auch Gehör finden. Egal aus welcher sozialen oder demografischen Bürgerschicht, egal ob Wut- oder „Mia san Mia“-Bürger. Sie alle wollen sich ein Stück Heimat und Geborgenheit bewahren. Diesen Menschen fällt es schwer, ständig neuen Wohlstandsversprechen zu folgen, die von Politikern und Unternehmensführern verbreitet werden. Sie stemmen sich nicht bloß gegen einzelne Großprojekte vor ihrer Haustür (und der Münchner Flughafen ist ja nicht mal vor ihrer Haustür), sondern auch gegen einen übertriebenen Fortschrittsglauben. Dieses Nein zur Startbahn ist ein Ja zu einer neuen Form des Wohlstandes – der Genügsamkeit und der Reduktion auf mehr Wesentliches.

Einzig im Grabe Franz-Josefs könnte es etwas grummeln granteln, da nun „sein“ Flughafen nicht noch vermeindlich mächtiger geworden ist. Aber wen kümmert das schon wirklich. (Quellen: Süddeutsche.de, ZeitOnline)

> Link zur Webseite von aufgeMUCkt – Aktionsbündnis gegen den Ausbau der Flughafen Münchens