Anlegen eines Firmen Permakultur Gartens

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Die Mitarbeitenden der Werteagentur naturblau+++ legen gemeinsam einen Permakulturgarten an. Herzstück sind die „3 Schwestern“. Dies ist eine Kombination aus Mais, Bohnen und Kürbissen.

Zusammen gärtnern wir das Jahr über im Team miteinander. Wir säen Wildblumenwiesen, bepflanzen ausgediente Einkaufswägen mit Gemüse, bauen verschiedene Insektenhotels und legen ein „Indianerbeet“ mit den „3 Schwestern“ an.

Das Indianerbeet ist Bühne für einen Auftritt ganz besonderer Art: Die »Drei Schwestern« sind es – Mais, Gartenbohne und Kürbis, die drei uramerikanischen Gemüsearten in attraktiver Mischkultur. Bereits die Maya bauten sie an. Heute haben vor allem Biogärtner und Permakulturisten diese geniale Mischkultur für den Garten entdeckt.
Der Mischanbau von Mais, Bohnen und Kürbis ist ein sich nahezu selbst erhaltendes System, das Jahr für Jahr erneut auf demselben Beet angebaut werden kann. Es ist schnell geplant und angelegt und gelingt auch auf kleiner Fläche, selbst auf Balkon und Terrasse. Das Indianerbeet ist damit eine attraktive Bereicherung für jeden Garten und auch für Kinder ein spannendes Projekt, um den Kreislauf der Natur mit allen Sinnen zu erleben.

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Die Aktion findet im Rahmen der Wettbewerbe „Jeder Quadratmeter zählt“, Nachhaltigkeitstage BadenWürttemberg“ und “ Deutsche Aktionswoche Nachhaltigkeit“ statt.

Nachhaltigkeitstag an der HfG Gmünd

Projekt "Greening The Campus" unter Leitung von Prof. Peter Stebbing
Projekt "Greening The Campus" unter Leitung von Prof. Peter Stebbing

Nachhaltigkeit im Design wird immer mehr zum Thema. Im Rahmen der landesweiten Nachhaltigkeitstage in Baden-Württemberg veranstaltete auch die Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd am 21. April einen Nachhaltigkeitstag. Unter dem Motto „Verhalten ändern. Nachhaltig“ präsentierten verschiedene Redner und Studenten Theorie und Praxis zu den Themen Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Dr. Eike Wenzel vom Hamburger Institut für Trend- und Zukunftsforschung (ITZ) führte das Publikum ausführlich in das Thema „Nachhaltigkeit als Megatrend“  und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft ein. Mit seinem Anliegen die Diskussion zu verschärfen und sich nicht damit zufrieden zu geben weniger falsch zu machen, sondern anzufangen Dinge richtig zu machen, setzte er einen würdigen Startpunkt für den restlichen Diskurs des Tages.

Der Münchner Designer und Psychologe Christian Zimmermann zog die Theorieschraube noch einmal an und gab den Zuschauern Einblicke in die psychologischen Vorgänge und Modelle bei der Verhaltensänderung von Menschen. Zimmermann machte deutlich wie schwer nachhaltige Verhaltensänderungen bei breiten Gesellschaftsschichten zu erreichen sind und appellierte an die Gestalter sich anderen Wissenschaften zu öffnen um Kräfte zu bündeln.

Als Abschluss des Vormittagsprogramms stellten Masterstudierende der HfG Kurzprojekte zum Thema Nachhaltigkeit vor. Die in gerade einmal vier Wochen entstandenen Arbeiten warteten mit tollen Ideen auf, zeigten aber auch, dass bis zum Ende durchdachte Projekte etwas mehr Zeit und theoretisches Wissen benötigen.

Ein Projekt, welches neben der oft bedienten ökologischen Seite der Nachhaltigkeit auch die soziale Seite beleuchtete, zeigte Evamaria Judkins mit ihrer Bachelorarbeit „Weltverbesserer“, bei dem sie mit ihrer Kollegin Nelly Brunkow in 40 Tagen 40 Kurzprojekte für kleine Nachhaltigkeitsanliegen realisierte.

Zum Abschluss beleuchtete der Karlsruher Designprofessor Florian Pfeffer auf charmante Art und Weise den Part des Designers in der Nachhaltigkeitsdiskussion. Neben ein paar Projekten und Negativbeispielen forderte auch er mehr Interdisziplinarität von allen Beteiligten und auch den weniger inflationären Gebrauch des Wortes Nachhaltigkeit.

Als Fazit bleibt, dass dieser Tag an der HfG Gmünd sicher den Nachhaltigkeitsinteressierten und -aktiven neuen Input beschert hat und sie in ihrem Entschluss, sich in diesem Bereich zu engagieren, bestätigt hat. Ein positives Gefühl bleibt, scheint sich das Thema doch auch in der Bildungslandschaft zu manifestieren, womit der Grundstein für einen ernsthaften Umgang mit dem großen Thema Nachhaltigkeit etwas fester sitzen dürfte.