Klima-Aktionstag Konstanz 24.11.2019

Klimaaktionstag Konstanz 2019

Der Konstanzer Gemeinderat hat den Klimanotstand ausgerufen und damit die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5° als eine „Aufgabe höchster Priorität“ eingestuft.
Bisher gibt es keinen konkreten Fahrplan, wie die Begrenzung erreichbar ist und welchen Beitrag Konstanz dazu leisten kann – weder für die Stadtverwaltung, die städtischen Betriebe und öffentlichen Einrichtungen, noch für Wirtschaft, Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus – und auch nicht für die Bürger*innen in Konstanz.

Darum haben wir auf der 1. Konstanzer Klimakonferenz am 19. Juli 2019 konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz in Konstanz gesammelt und bewertet. Diese Maßnahmen unterfüttern wir derzeit mit Fakten und stellen sie in einem Online-Beteiligungsverfahren zur Diskussion. Im nächsten Schritt möchten wir mit möglichst vielen Konstanzer*innen ins Gespräch kommen. Dazu planen wir derzeit einen Klima-Aktionstag am 24. November 2019 von 11 -17 Uhr im Konzil Konstanz. Das angestrebte Ergebnis des Gesamtprozesses: Ein machbarer Lösungsfahrplan für den Klimanotstand.

Die Konstanzer Klimakonferenz ist eine Initiative von Frank Best und Michael Bühler (HTWG Konstanz), Nicole Conrad (Cradle-to-Cradle), Christoph Krüßmann (Caritasverband Konstanz), Astrid Lindmar (Mediatorin), Kristian Peter (SolarLAGO), Karl-Ulrich Schaible (Energievisionen), Maike Sippel (Nachhaltigkeit an der HTWG Konstanz), Martina Vogl (Das Voglhaus – Café und Kaufhaus) und Fridays for Future.

Dr. Michael Kopatz: Ökoroutine – Damit wir tun, was wir für richtig halten.

Über 80 Prozent der Bundesbürger begrüßen artgerechte Tierhaltung. Doch nur wenige entscheiden sich an der Ladentheke dafür. Ein Grill darf auch mal 800 Euro kosten, darauf liegen nicht selten die Würstchen zum Dumpingpreis. Wir sind es gewohnt mit solchen Widersprüchen zu leben.

Befragungen zeigen auch, dass sich fast die gesamte Bevölkerung mehr Engagement beim Klimaschutz wünscht, doch geflogen wird so viel wie nie zuvor. Kollektiv wollen wir den Wandel, individuell möchten nur Wenige den Anfang machen. Es ändert sich wenig, weil sich die Menschen benachteiligt fühlen, wenn sie »allein« auf den Flug oder das Auto verzichten oder sich einschränken.

Wenn jeder Einzelne sich nur richtig verhält, wird die Welt gerettet? Leider falsch. Was wir brauchen, sind neue, innovative Standards und Limits: Wenn Geräte weniger oft kaputt gehen, die Tierhaltung schrittweise artgerechter wird oder bedenkliche Zusatzstoffe aus Lebensmitteln verschwinden – welcher Verbraucher würde sich darüber beschweren? Was unmöglich erscheint, ist konzeptionell denkbar einfach und bei Mülltrennung, Sparlampen, Effizienzhäuser längst akzeptiert. Michael Kopatz präsentiert eine Vielzahl leicht umsetzbarer, politischer Vorschläge für alle Lebensbereiche, damit die Utopien von heute schon bald die Realitäten von morgen werden.

Dr. Michael Kopatz ist ein deutscher Umweltwissenschaftler, Dozent und Projektleiter im Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. In seinem Buch „Ökoroutine“ zeigt er, dass umweltfreundliches Verhalten nicht durch moralische Appelle entsteht. Besser ist es, die Verhältnisse zu ändern, beispielsweise über steigende Standards für Produkte.

Vortrag VHS Konstanz, Do. 21.02.2019 , 19:00 – 20:30 Uhr
Konzil, Speichersaal , Hafenstr. 2

Weiter Informationen zur »Ökoroutine« unter www.oekoroutine.de.
Zum Vortrag von Michael Kopatz beim ZEIT WISSEN-Preis: www.youtube.com/watch?v=G3e9aqFNti0.

Konstanzer Pionierunternehmen veröffentlichen Gemeinwohl-Bilanz am Wirtschaftskonzil

GWÖ Gruppe Konstanz und Bodensee

Der Gedanke der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) nach Christian Felber ist in Konstanz sichtbar geworden. Pünktlich zum Wirtschaftskonzil am 30. April 2015 präsentierten fünf Konstanzer und ein Schweizer Unternehmen in Konstanz ihre Gemeinwohl-Bilanz.

Die PionierunternehmerInnen sind Stefanie Aufleger (STEAUF-Werkstatt), Uwe Eberhardt (Steuerkanzlei Eberhardt), Piroska Gavallér-Rothe (ecoholos GmbH), Tina Koch und Robert Simon (KOCHUNDSIMON), Ralph J. Schiel (naturblau+++) und Timo Schneeweis (bizzcenter24).

Sie alle sind davon überzeugt, dass die Zukunft dem Miteinander gehört, nicht dem Gegeneinander. Ihr unternehmerisches Handeln basiert auf Werten wie Menschenwürde, Solidarität, Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung, eben denselben Werten, die auch zwischenmenschliche Beziehungen gelingen lassen.

Mit ihrer Gemeinwohl-Bilanz zeigen sie, dass man als Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sein und gleichzeitig sozial und ökologisch verantwortungsbewusst handeln kann – wenn man den Willen dazu hat.

Die Bilanzen sind einzusehen unter: http://konstanz.gwoe.net/pionierunternehmen/

Das Wirtschaftskonzil mit über 600 BesucherInnen war der passende Rahmen, sich mit anderen Gemeinwohl-Unternehmen aus der Bodensee-Region auszutauschen und die Bilanzen zu präsentieren. Christian Felder gab mit seinem Vortrag weitere Impulse hierzu und zahlreiche engagierte UnternehmerInnen tauschten sich mit den Gästen im Konzil über Fragen einer nachhaltigen Regionalentwicklung aus.

> Link zur Bildergalerie Wirtschaftskonzil Konstanz

Stadtplan Zukunft für Konstanz ist Online

Stadtplan Zukunft

Im Rahmen der AktionsWerkStadt am vergangenen Samstag mit über 200 Besuchern wurde der Stadtplan Zukunft online geschalten.

Der Stadtplan Zukunft

Diese „grüne Landkarte Konstanz“ macht sichtbar, was in Konstanz bereits alles getan wird, um Aspekte eines nachhaltigen Lebens im eigenen Alltag zu verankern. Hierfür werden Gruppen, in denen man sich engagieren kann und Angebote, die man als Konsument wahrnehmen kann auf dem Online-Stadtplan gesammelt dargestellt. So kann ein schneller Überblick gewonnen werden, wo sich Bürgerinnen und Bürger engagieren können, sich informieren und Anregungen für das eigene alltägliche Handeln in Bezug auf einen ressourcenschonenden Lebensstil gewinnen.

Die NutzerInnen können anhand von unterschiedlichen Kategorien (z.B.  Energie, Konsum, Mobilität) oder Schlagwörtern suchen. Die dazugehörigen Orte werden dann mit einer kurzen Beschreibung und einem weiterführenden Link angezeigt. Der grüne Branchenführer beinhaltet somit nicht nur Umwelt- sondern auch soziale Aspekte.

Der Stadtplan Zukunft wird ab Sommer 2015 als Bürgerunternehmen (e.V.) wirtschaftlich eigenständig weitergeführt.

 

Die AktionsWerkStadt

Das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist auch in Konstanz ein aktuelles Thema. Bei der am 14. März stattgefunden Aktionswerkstadt, informierten sich über 200 BesucherInnen an über 40 Ständen über Gruppen, Initiativen und Organisationen, die sich in Konstanz und der Region unterschiedlich um mehr Ressourceneffizienz und Klimaschutz, soziales Miteinander und zukunftsweisende Lebensstile bemühen.

Bildergalerien:
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Videogalerien: > Filmclips und Vorträge auf youtube

Buntiversitäts-Stadt Konstanz – Demo für offene, freie und demokratische Gesellschaft – Konstanz ist bunt

naturblau_KN_bunt_klein_finalRund 2000 KonstanzerInnen nahmen an der Demonstration am 28. Januar 2015 vom Konzil zum Münsterplatz Teil.  Ein breites Bündnis rief BürgerInnen unter dem Motto „Konstanz ist bunt“ auf,  in der Konstanzer Innenstadt ein Zeichen gegen Angriffe auf die Demokratie und gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Eine offene, freie und demokratische Gesellschaft ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine permanente Aufgabe für uns alle.

Oberbürgermeister Uli Burchardt und weitere RednerInnen warben auf dem Münsterplatz in Konstanz für Weltoffenheit und Toleranz. > Link zur Rede von Uli Burchardt

Der Konstanzer Gemeinderat verabschiedete bereits in seiner Sitzung am 19. Juli 2012 die Konstanzer Erklärung „FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus”.
In einem beispiellos breiten Bündnis aus Religionsgemeinschaften, Organisationen der Zivilgesellschaft und Parteien beteiligten sich u.a. auch Vertreter der ZukunftsWerkStadt 2.0, der Regionalgruppe Gemeinwohl-Ökonomie und das Netzwerk:Zukunft:Wirtschaft an der Kundgebung.

> Link zur Bildergalerie der Demo

Future Fashion Day: Zukunftsweisende Mode in historischen Gemäuern

naturblau-future-fashion-day13-konstanzKonstanzer Studenten organisieren erste Messe für nachhaltige Mode am Bodensee

Konstanz – Ihr gemeinsames Ziel verband sie mehr denn je an diesem Abend: Organisatoren, Aussteller und Designer brachten Besuchern und Zuschauern beim ersten Future Fashion Day am Dienstagabend ihre Vision der Nachhaltigkeit näher. Die Studierenden der Hochschulgruppe oikos Konstanz unter der Leitung von Leyla Kazimova schafften es, zehn Aussteller, über 15 Labels aus ganz Europa und mehr als 500 Besucher zu der Messe im historischen Konzil zu versammeln. Eines wurde dort auch dem letzten Zweifler klar: Nachhaltige Mode ist keineswegs farblos, unförmig oder unscheinbar. Im Gegenteil: Vom lustig bedruckten T-Shirt bis hin zum glamourösen Abendkleid war für jeden Geschmack etwas dabei.

Aber auch der lehrreiche Teil durfte an diesem Tag nicht fehlen. In Workshops und Vorträgen beleuchteten Experten verschiedene Aspekte nachhaltiger Kleidung. Die zahlreichen Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bekamen so Einblicke in ein komplexes zukunftsweisendes Thema. „Die Teilnehmer waren überaus interessiert und es wirklich Spaß gemacht“, berichtet Katharina Schaus begeistert aus dem von ihr geleiteten Workshop über Messinstrumente der Nachhaltigkeit in der Textilbranche.

Den ganzen Tag über konnten sich die Besucher bei den Austellern direkt über deren Produkte informieren und diese auch erwerben. Mode von der Stange trafen sie jedoch nicht an, vielmehr ließen sie sich von liebevoll gestalteten Einzelstücken begeistern – von süßer Mädchenmode über Sonnenbrillen aus Bambus bis hin zu veganen Schuhen. „Ich war positiv überrascht von der Resonanz auf die Veranstaltung“, resümiert die Ausstellerin und Labelgründerin Katharina Kaiser. Denn obwohl es der erste Future Fashion Day am Bodensee war, zog er viele Interessierte an. „Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei“, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu.

Der krönende Abschluss des Tages im Zeichen der Nachhaltigkeit bildete schließlich die alle Erwartungen übertreffende Modenschau. Etwa 20 Mädchen und auch Jungs, vorwiegend Studierende, wagten den Marsch über den Laufsteg. Aus den Laien vermochte der professionelle Laufstegtrainer Ernst Look innerhalb weniger Stunden sehr professionell wirkende Models zu machen. Der Laufstegtrainer hat es sichtlich genossen mit den jungen Amateurmodels und Organisatoren zusammen zu arbeiten. „Ich bin wirklich begeistert von der Idee, die Leyla und ihr Team so toll umgesetzt haben“, schwärmt Ernest Look. Er selbst habe beim Future Fashion Day sehr viel über den Nachhaltigkeitsaspekt der von ihm so geliebten Mode erfahren. „Ich mochte die Kleidungsstücke wirklich sehr. Ich habe gleich gefragt, was sie kosten“, fügt er mit breitem Lächeln hinzu.

Während der dynamischen Modenschau strahlten aber nicht nur die Gesichter der Models, sondern auch die der Zuschauer. Viele von ihnen bekamen einen Einblick in eine für sie ganz neue Welt und wirkten geradezu verzaubert von der bunten Show. „Wir sind einfach allen unendlich dankbar, die diesen tollen Tag ermöglicht haben“, bedankt sich die Präsidentin der Hochschulgruppe oikos Konstanz, Leyla Kazimova, bevor auch sie nach getaner Organisationsarbeit die Modenschau voll und ganz genießen kann. Das gemeinsame Ziel der Nachhaltigkeit verband an diesem Tag alle miteinander, so dass von dem ansonsten in der Modeindustrie vorherrschenden harten Wettbewerb nichts zu spüren war.

Weiterführende Informationen zu Sponsoren, Designern und Organisatoren finden Sie unter: www.futurefashionday.org.

Kontakt:
oikos Konstanz:
Leyla Kazimova
futurefashionday@gmail.com
president@oikos-konstanz.org
www.futurefashionday.org
http://konstanz.oikos-international.org

Bilder und Text: oikos Konstanz