Guerilla Marketing: Fracking-Bohrung bei der Imperia in Konstanz

naturblau-Fracking-BodenseeÖlbohrungen in der Arktis? Fracking am Bodensee? Alles heiße Luft, oder was? Nein, was für grandiose Ideen der Mineralölkonzerne! Das sind nicht nur wahnwitzige Unterfangen, sondern schlicht auch  rückwärtsgerichtete Versuche der Energiegewinnung mit keinerlei Zukunftsfähigkeit.

Dazu hat sich Greenpeace ein ganz besonderes Fotoprojekt ausgedacht, welches bereits in über 50 Städten stattgefunden hat. Es geht darum, ein Schild mit dem Spruch “Wäre hier Öl, Shell würde bohren” an einem Ort, der für Bohrungen genausowenig in Frage kommen sollte wie die Arktis aufzustellen. Es werden Fotos von dem Schild gemacht und ins Netz gestellt. Die Leitidee hinter dem Fotoprojekt: Wer so verrückt ist, in der Arktis nach Öl zu bohren, dem ist alles zuzutrauen.

Wir von naturblau++ haben zusammen mit Gleichgesinnten diese Aktion nach Konstanz geholt. Eingebettet in idyllischer Hafengegend, vor dem Hintergrund der Imperia, fanden wir, dass dies ein wundervoller Ort für eine kleine „Probe-Bohrung“ sein könnte. Aktivisten inklusive einem „Bodensee-Eisbär“ haben sich heute vor Ort zu dieser Protestaktion eingefunden.

Im Vorfeld wurde die Kampagne durch Guerilla-Marketingmaßnahmen vorbereitet. Im Netz und mündlich durch Personen wurden gezielt Teil-Informationen zu angeblichen Sondierungsbegehungen und möglichen Probebohrungen des Shell-Konzerns gestreut. Diese Desinformation fand ihren viralen Weg: über besorgte BürgerInnen, quer durch die Stadtverwaltung, über Gemeinderatmitsglieder, bis hin zu den Bodensee Schifffahrtsbetrieben. Presse und Umweltverbände wurden vorab instruiert und somit wurde die Aktion zu einem guten Beispiel, wie Guerilla-Marketing zielgenau und effektiv eingesetzt werden kann. Selbstverständlich wurden die Behauptungen bei der Aktion gegenüber den Fragenden aufgeklärt, dass die angeblichen Probebohrungen (am heutigen Tag) nicht stattgefunden haben, sondern dies nur ein Mittel zur Aufmerksamkeitssteigerung gewesen ist. Tarnen und Täuschen.

Christoph Lieven von Greenpeace fordert von der Bundesregierung, dass sie sich international für ein Schutzgebiet in der Hohen Arktis und Antarktis einsetzt. Wir fordern von den hiesigen Zuständigen und Politikern rund um den See ein klares Bekenntnis zum länderübergreifenden Frackingverbot in der Bodenseeregion.

Ein besonderer Dank geht an unsere Unterstützer der Aktion, dies sind u.a.: BUND Ortsverband Konstanz, Die Grünen – Kreisverband Konstanz, bizzcenter24, 3Freunde, Digitaldruckhaus, Translake, Weltladen Dettingen, bioBodensee, Gemeinwohlökonomie-Regionalgruppe Konstanz, ISC Konstanz, VIDA-eat different, Wirtschaftspioniere fair&regional.

 

weiterführende Links:

> Fracking am Bodensee: https://www.facebook.com/groups/223600957735659/?fref=ts

Ausführliche Infos des BUND-Konstanz zum Thema:
> http://www.bund-konstanz.de/themen/fracking-am-bodensee/
> http://pfullendorf.bund.net/themen_und_projekte/fracking/

> Karte mit den geplanten Frackinggebieten am Bodensee: http://www.natur.de/de/20/Was-wird-aus-dem-Bodensee,6,0,1254.html

> zur Petition für das Artis Schutzgebiet, die bisher 3,4 Millionen Menschen unterschrieben haben: http://savethearctic.org/

> Bildergalerie deutschlandweite Aktion: http://www.greenaction.de/kampagnen/mitmachen/mitmachphotos/23084

> Schildervorlage zum Download: http://blog.greenpeace.de/blog/2013/07/09/30493/

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