Nachhaltiges Wirtschaften und Unternehmensverantwortung

Wirtschaft pro KlimaDer größte Hebel für einen nachhaltigen Effekt auf unser Leben und unsere Gesellschaft ist die Wirtschaft. Die 500 größten Konzerne haben die Kontrolle über 50% des weltweiten Bruttoinlandsproduktes.

Aus moralischen, ökonomischen, strukturellen Gründen  und aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus steht die Wirtschaft in der Pflicht. Ressourcen schwinden, die Weltbevölkerung wächst, Energie und Rohstoffe werden in absehbarer Zeit unbezahlbar sein. Unternehmen, die morgen wirtschaftlich erfolgreich sein wollen, müssen daher heute die Weichen stellen.

Eine nachhaltige Unternehmensführung ist ein Erfolgsfaktor, denn sie wirkt sich positiv auf die Reputation des Unternehmens aus und steigert die Attraktivität als Arbeitgeber. Und das ist ein überaus entscheidender Faktor bei der steigenden Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern aus der einen und der Mangelware an Fachkräften auf der anderen Seite.

Die Wirtschaft kann schneller agieren und wirksamer steuern als die Politik Gesetze verabschieden kann. Transparent machen, wo gesellschaftliche Verantwortung übernommen wird, ist ein klarer Wettbewerbsvorteil, denn die Kunden sind wachsam und gut organisiert. Unlauteres Handeln und die daraus erwachsenden Skandale kommen heute über das Internet und die NGOs fast zwangsläufig ans Tageslicht. Die Wirtschaft steht in der Pflicht für Lobbyarbeit für die richtige Sache.

Nachhaltigkeit muss integraler Bestandteil jeder Unternehmensstrategie werden. Sie darf nicht in der Corporate Social Responsibility Abteilung hängenbleiben, sie gehört ins Tagesgeschäft und ins Herz jedes Unternehmens: in die Produktionsprozesse, in das Lieferantenmanagement, in das Marketing, in die Kommunikation, in das Human-Ressource-Management. Unternehmen müssen ihre Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter genau so in die Pflicht nehmen, wie ihre Zulieferer. Ein klar definierter Verhaltenscodex kann dazu dienen, dass die Botschaft von Nachhaltigkeitskriterien ein neuer und maßgeblicher Erfolgsfaktor sein wird.

Nachhaltigkeit in Unternehmen ist kein Selbstzweck und muss sich rechnen. Erst wenn Nachhaltigkeit zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor wird, wird sie sich auf breiter Ebene durchsetzen. Dazu braucht die Wirtschaft zwei starke Verbündete: den Staat, der die geeigneten Rahmenbedingungen schafft und die Kunden, die nachhaltige Angebote mit Nachfrage honorieren.


“Das Land, das zum Leitmarkt für nachhaltige Mobilität und Energieversorgung wird, wird zur tonangebenden Volkswirtschaft werden.“ Barack Obama

Quelle: Die Generation man müsste mal, Claudia Langer, Droemer Verlag, 2012

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