Klimaforschung – Klimaluftschiff Pegasos über dem Bodensee

naturblau-pegasosSeit ein paar Wochen surrt ein merkwürdig beschrifteter Zeppelin am Himmel über dem Bodensee, welcher nicht zu den bisher bekannten Freizeitausflüglern mit herkömmlicher Werbung zählt. Es handelt sich um ein Luftschiff, das im Rahmen des EU-Großforschungsprojekts Pegasos Zusammenhänge zwischen der Atmosphärenchemie und dem Klimawandel erforscht.
Im Forschungszentrum Jülich war Anfang Mai der Startschuss für den Einsatz des Klimaforschungs-Zeppelins NT für die. Das Luftschiff fliegt in 20 Wochen quer über Europa, um die Luftzusammensetzung in den Niederlanden, Italien, über der Adria und dann im Jahr 2013 folgend über Finnland zu messen. 26 Partner aus 14 europäischen Staaten sowie Israel sind an dem Megaprojekt beteiligt, das die Untersuchung der Atmosphärenchemie zum Ziel hat.

„Gegenüber Flugzeugen und fest installierten Bodenstationen hat der Zeppelin einige ideale Eigenschaften. So kann er sehr langsam schweben, in der Luft anhalten und vertikal auf- und absteigen. Er kann bis zu 24 Stunden unterwegs sein und dabei über eine Tonne schweres Messgerät transportieren. Außerdem fliegt er in Luftschichten von 100 bis 2.000 Metern Höhe, der sogenannten planetarischen Grenzschicht, die bisher am wenigsten untersucht ist, in der sich aber viele Schadstoffe ansammeln. Mit Hilfe des Zeppelins lässt sich die Verteilung von Spurengasen in dieser Schicht präzise und flexibel untersuchen.

Die Zeppelinmission ist Teil des EU-Projekts Pegasos (Pan-European-Gas-Aero SOI-Climate Interaction Study), das von der EU-Kommission im siebten Forschungsrahmenprogramm gefördert wird. Im Rahmen der Kampagne soll der Einfluss der Atmosphärenchemie auf den Klimawandel gemessen und entscheidende Prozesse geklärt werden. Die Ergebnisse dienen als wissenschaftliche Grundlage, um EU-weite Maßnahmen zum Klimaschutz einzuleiten.“ (Josephin Lehnert – green energy project)

 

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